Gurken-Relish mit grüner Paprika

Als ich kürzlich meine Mutter besuchen konnte (mit körperlichem Abstand, versteht sich), wurde ich nicht nur mit einer größeren Menge Zucchini, sondern auch noch reichlich Gurken beschenkt. Nun liebe ich Gurken, wirklich, aber da ich in meinem Terrassengarten auch eine reich tragende Gurkenpflanze habe, war das dann doch etwas viel, und ich begab mich auf Rezeptsuche.

Dabei kam ich auf die Idee, doch mal nach Rezepten der Amischen zu schauen, und landete bei Wilma Hershberger’s Homemade Cucumber Relish. Vom Prinzip her schon mal nicht schlecht, aber auf jeden Fall für mich zu viel Zucker.

In den USA läuft so ein Gurken-Relish offenbar auch unter „Sweet Pickle Relish“ und ist da eine gern genommene Zugabe zu Salatdressings, oder auch auf Hotdogs. Ich sah mich also nach weiteren Rezepten um. Am Ende landete ich, wie so oft, bei Serious Eats und deren Sweet and Spicy Pickle Relish.

Gurken-Relish mit grüner Paprika

Da ich nicht wusste, ob mir das Endergebnis schmeckt, habe ich erst mal eine kleinere Menge gemacht, basierend auf 1 großen grünen Paprikaschote, freihändig skaliert, und ich habe meine Gemüse auch nicht geraffelt/gerieben, sondern im Elektrohacker zerkleinert.


Gurken-Relish mit grüner Paprika

adaptiert nach einem Rezept bei Serious Eats

Ergibt: 1 Glas

Zutaten

  • 1 große grüne Gemüsepaprika
  • 2 mittelgroße Gurken, im Original: „pickling cucumber“, also festere Einmachgurken
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 ml Apfelessig
  • 110 Gramm Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1-2 Teelöffel gelbe Senfsamen
  • 1/2 Teelöffel Chiliflocken, bei mir: koreanische

Zubereitung

  1. Die Gemüse fein hacken oder auf einer Reibe raffeln (ich habe den Elektrohacker genommen). Mit etwa der Hälfte vom Essig in einen Topf geben und zum Köcheln bringen. Abgedcekt langsam köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist (etwa 20 Minuten).
  2. Nun den Zucker, den restlichen Essig und die Gewürze unterrühren. Nochmal aufkochen und alles 5 Minuten köcheln lassen.
  3. In ein sterilisiertes Einmachglas abfüllen und kalt werden lassen.

Als ich das Relish abgefüllt hatte, hatte ich noch einen kleinen Rest über, den ich am gleichen Tag probiert habe, und ich fand es vor allem viel zu süß und war nicht sonderlich angetan.

Jetzt, mit zwei Wochen Abstand habe ich es wieder hervorgeholt, um es zu einer würzigen Salsiccia zu probieren. Erfreulicherweise ist das Relish zwischenzeitlich durchgezogen und schmeckt sehr viel würziger und ist richtig lecker. Also mein Tipp: erst mal zwei Wochen durchziehen lassen.

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