Hühner-Curry mit Pistazien

Sicher ist es nicht unser erstes indisches Curry, welches wir hier gekocht haben. Doch sicher ist es unser erstes mit Pistazien. Gefunden haben wir das Rezept in Meera Sodhas Made in India (auf Deutsch derweil als Original indisch: Über 130 Familienrezepte. Einfach, köstlich, aromatisch zu haben).


An diesem Gericht hat uns genau diese Beigabe von Pistazien gelockt, die wir beide sehr gern mögen. Bei guter Vorbereitung ist es schnell zubereitet. Zugegeben, die Zwiebeln brauchen etwas Zeit, aber dennoch hat man hier recht fix ein leckeres Essen auf den Tisch. Da das Curry vergleichsweise mild ist, kann man es ohne Reis für zwei Personen oder mit für vier Personen planen.


Hühner-Curry mit Pistazien – Pista nu murghi

adaptiert nach: Meera Sodha, Made in India: Cooked in Britain: Recipes from an Indian Family Kitchen

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 110 Gramm Pistazien, geschält gewogen
  • 5 cm frischer Ingwer, geschält, gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, gehackt
  • 3 Esslöffel Öl
  • 2 Zwiebeln, groß, in feine Ringe geschnitten
  • 200 Gramm gehackte Tomaten aus der Dose
  • 1/4 Teelöffel Schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 Teelöffel Garam Masala – hier: unser selbst gemachtes Punjabi Garam Masala
  • 1/2 Teelöffel Chilipulver
  • 1 Esslöffel Koriandersamen, zerdrückt
  • 1/2 Teelöffel Kardamom, gemahlen
  • 1 Teelöffel Zimt, gemahlen
  • 1 Teelöffel Salz
  • 500 Gramm Hähnchenbrustfilet, in 2 cm Würfel geschnitten
  • 200 ml Hühnerbrühe, heiß
  • 4 Esslöffel Joghurt, Vollmilch
  • 1/2 Limette, den Saft, zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Die Pistazien in einer Gewürzmühle oder in einem Elektrohacker (hier vom Zauberstab) zu einem feinen Pulver mahlen. In einem Mörser den Ingwer und den Knoblauch zu einer Paste verarbeiten.
  2. Das Öl in einen großen Topf (bei uns unser geliebter Le Creuset) oder eine große Pfanne mit Deckel geben und auf mittlere Hitze (Induktion bei uns 5,5) erhitzen. Die Zwiebel hineingeben und karamellisieren lassen. Dies dauert etwa zwanzig Minuten. Dann Knoblauch-Ingwer-Paste hinzugeben und für drei bis vier Minuten mitbraten. Die Tomaten hinzufügen.
  3. Schwarzen Pfeffer, Garam Masala, Chilipulver, Koriander, Kardamom, Zimt und Salz hinzugeben. Gut durchrühren und das Huhn dazu geben.
  4. Alles gut umrühren, damit das Huhn komplett mit der Sosse bedeckt ist. Dann die Pistazien und den Joghurt einrühren. Die Hühnerbrühe angießen, und alles mit geschlossenem Deckel für fünfzehn Minuten köcheln lassen. Mit Limette und Salz abschmecken. Mit etwas Wasser kann die Konsistenz der Sosse angepasst werden. Beim Servieren noch einen Klacks Joghurt und gehackte Pistazien auf das Curry geben. Dazu passt sehr gut Basmati-Reis.

Wir haben das Rezept aus dem Buch nur leicht angepasst. Statt Öl hatten wir noch Entenfett, ausgelassen aus frischen Entenabschnitten, im Kühlschrank, was einen etwas anderen Geschmack als Pflanzenöl gibt. Dies gefiel uns. Ebenso haben wir die Zitrone aus dem Originalrezept durch Limette ersetzt, was für uns eine andere Art von Frische gibt. Da unsere Pistazien gesalzen und geröstet waren, konnten wir uns das Nachsalzen beim Abschmecken sparen.

Genau genommen handelt es sich bei diesem Gericht um ein Korma – ein Curry mit einer cremigen Sosse mit Nüssen und Milchprodukten, hier eben mit Pistazien und Joghurt. Uns gefiel es sehr gut, und es mundete vorzüglich.


Summa summarum: ungewöhnliche, spannende indische Küche.

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