Mivana Signature Coffee, Shade Grown

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Im Frühjahr waren wir gemeinsam mit meiner Mutter auf einem sehr schönen Asientrip, von Hong Kong über Angkor Wat / Kambodscha bis Thailand. Trotz vieler schöner neuer kulinarischer Erfahrungen haben diese hier keinen Einzug ins Blog gehalten, einfach weil der Schwerpunkt auf unserem gemeinsamen Erleben lag, nicht auf Bloggen, und ich mich da bewußt rausgenommen habe. Eine kulinarische Besonderheit will ich dann aber doch noch vorstellen, und zwar einen Kaffee aus Thailand.

Entdeckt haben wir den Kaffee im Coffee Shop unseres Strandhotels auf Phuket, der in der Mittagshitze ein gern genommener, luftiger und klimatisierter Rückzugsort war. Auf dem Verkaufstresen stand ein Werbeaufsteller für einen im Siphon zubereiteten Fairtrade-Kaffee aus Chiang Mai, und sowas musste natürlich ausprobiert werden.

#Kaffee zelebriert: im Coffeeshop gibt's sustainable #coffee aus Chiang Rai im Siphon zubereitet, und wir.mussten das natürlich testen

Das Ganze entpuppte sich als ziemlicher Aufwand, einfach weil die (wahnsinnig nette, fröhliche, liebenswürdige und hochschwangere) Bedienung im Shop den Prozess noch nie gemacht hatte, und offensichtlich auch sonst keiner. Deswegen rief sie zunächst den Barchef des gesamten Hotels dazu, der zunächst die Anleitung studierte. Unter viel Augenzwinkern, wortreichen Entschuldigungen dafür, dass es „so lange dauerte“ und einer ganze Menge Handwedeln wurde dann der Kaffee zubereitet, und alle anwesenden Bediensteten (am Ende vier) filmten den offenbar hoch exotischen Vorgang auch gleich per IPhone. Und wir hatten alle eine Menge Spaß.

Der Kaffee schmeckte in dieser Zubereitung übrigens ganz fabelhaft, und so musste natürlich auch ein Päckchen der Bohnen mit nach Hause.

Wo kommt der Kaffee her?

Die Plantagen von MiVana befinden sich auf ungefähr halber Strecke zwischen Chiang Mai und Chiang Rai im nordthailändischen Hochland.

So sehen die Bohnen aus

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Schöne gleichmäßige, wohlgeformte Arabica-Bohnen mit einem leicht öligen Glanz.

Das schreibt das MiVana Projekt über sich selbst:

Our organic shade-grown coffee is the fruit of 325 small-scale farming families working an area of over 8,000 rai in the watershed forests of Mae Lao, Mae Saruay and Mae Korn districts in Thailand’s Chiang Rai province.

We are committed to producing organic coffee of the highest quality. Our farming methods are chemical-free, designed to protect, preserve and restore the natural balance of valuable watershed forests in Chiang Rai. We are creating long-term jobs in upland communities. And in these ways, MiVana Coffee is contributing to the sustainable health of forest resources and a sustainable way of life for our farmers and their families.

Ich finde gut, dass Produktion, Veredelung und Vertrieb „lokal“, also in Thailand stattfinden, und trotz der absurd niedrigen Kaffeepreise auf dem Weltmarkt den Menschen ein solides Einkommen geboten wird, das außerdem die Natur zu erhalten sucht.

Aber die Frage, die alles entscheidet, ist natürlich:

Und wie schmeckt der Kaffee nun?

  • Aus dem Siphon war der Kaffee wirklich unschlagbar gut. Ein mittlerer Körper vereinte angenehme Tropenfruchtnoten und ein leicht nussiges Aroma mit einer zwar zurückgenommenen, aber doch vorhandenen Säure. Sehr, sehr lecker.
  • Naheliegenderweise schmeckte der Kaffee auch handgefiltert hervorragend.
  • Kurze Brühzeiten im Stile der AeroPress dagegen bekamen dem Geschmack nicht gut – er wirkte rauchig, bitterer und etwas flacher.
  • Milch oder Sahne würde ich nicht hinzufügen, maximal ein klein wenig Zucker.

In Europa ist dieser Kaffee meines Wissens nicht zu finden, aber sollte euch in Thailand ein Päckchen dieses Fairtrade-Kaffees begegnen, schlagt ruhig zu. Man bezahlt dafür etwas mehr (also ungefähr deutsche Preise für ordentlichen Kaffee), aber er ist es wert.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

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