Schweinefleischcurry aus Karnataka (nach Anjum Anand)

In meinem Tiefkühler schlummerten noch einige Streifchen vom Duroc-Schweinenacken, und mich trieb – mal wieder – die Lust auf indisches Essen bei der Rezeptsuche an. Fündig wurde ich bei Anjum Anand, deren Kochstil ich ja ohnehin schätze. Senfsamen und Curryblätter? Check: Das Slow-Cooked Karnataka Pork Curry sollte es werden.

Schweinefleischcurry in Metall-Servierschale

Zu Beginn ist das Ganze ein wenig aufwändiger, weil man erst das Masala macht und alles langsam zusammenfügt, aber dann kann das Curry gemütlich im Topf vor sich hinschmurgeln, während man Zeit für etwas anderes hat – es dürfte sich auch für den klassischen Slow Cooker eignen.


Schweinefleischcurry aus Karnataka

nach Anjum Anand: I love India

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

MASALA

  • 1 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel, ganz
  • 2 Teelöffel Koriandersamen
  • 3 Gewürznelken
  • 2 cm Zimtstange
  • 1 Teelöffel Fenchelsamen
  • 10 schwarze Pfefferkörner
  • 1/2 Teelöffel schwarze Senfsamen

SOWIE

  • 10 Gramm frischer Ingwer, gehackt
  • 8 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 große Tomate, geviertelt (bei mir: eine Handvoll Kirschtomaten)
  • 60 ml Öl, hier: Kokosöl
  • 1/2 Teelöffel schwarze Senfsamen
  • 15 frische Curryblätter
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 1-3 spitze grüne Chilis, entstielt, mit einem Messer aufgeschlitzt
  • 1 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 Teelöffel Kurkuma
  • 1/2 Teelöffel Kashmiri lal mirch, ersatzweise scharfes Paprikapulver
  • 500 Gramm Schweinenacken, gewürfelt
  • 1 Esslöffel Weißweinessig
  • Koriandergrün, gehackt

Zubereitung

  1. Die Zutaten für das Masala trocken in einer Pfanne anrösten bis sie duften, etwa 1 Minute. auf einen Teller geben, erkalten lassen, dann mit dem Mörser oder der elektrischen Mühle zu einem feinen Pulver zerreiben.
  2. Ingwer, Tomate, Knoblauch und 1 Esslöffel Wasser im Elektrohacker möglichst glatt durchmixen.
  3. Einen großen schweren Topf mit Deckel auf den Herd stellen. Öl hineingeben, erhitzen, dann die Senfsamen kurz darin aufpoppen lassen. Nun die Zwiebeln, Chilis und Curryblätter zugeben und unter Rühren anbräunen lassen. Die Tomatenpaste zugießen, Kurkuma und Paprika einrühren, und etwa 10 Minuten simmern lassen, dabei immer wieder umrühren.
  4. Jetzt kommt das Fleisch in den Topf. Unter Umwenden abraten, bis es mit den Aromaten überzogen ist und leicht bräunt. 125 ml Wasser, den Essig und 3 Teelöffel vom Masala zugeben. Zum Kochen bringen, den Deckel auflegen und auf niedriger Flamme 2 Stunden sanft köcheln lassen. Ab und zu den Flüssigkeitsstand checken und nach Bedarf etwas heißes Wasser zugeben.
  5. Mit Salz und eventuell mehr vom Masala abschmecken. Koriandergrün untermischen und servieren.

Die naheliegende Beilage ist vermutlich Reis; wir haben uns hier für roh gebratenen Blumenkohl entschieden, was uns auch von der Textur her gut gefiel. Sehr lecker, gibt es sicher mal wieder.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Barbara sagt:

    Bei dem derzeitigen Wetter liebe ich die indische Küche!

    Danke für das schöne Rezept. Koriandergrün kriege ich inzwischen auch immer öfter hier, und Kashmiri lal mirch müsste ich ersetzen. Bei Kurkuma in den Zutaten ist ein g zu viel, ich hatte eben überlegt, ob es noch ein Gewürz gibt, das ich nicht kenne. 😉

    • FoodFreak sagt:

      Hallo Barbara,

      danke für den Hinweis, wird gleich gefixt. – Was das Kaschmir-Chili angeht: ich hatte mir mal welches online bestellt. Es hat eine traumhaft leuchtend rote Farbe, aber es schmeckt nicht anders als ganz normales rosenscharfes Paprikapulver, das sollte also kein Problem sein.

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