Kartoffel-Blumenkohl-Curry – Bolly Cauli

„Bolly Cauli“ nennt Raghavan Iyer in seinem wunderbaren Buch 660 Curries dieses Blumenkohl-Kartoffel-Curry, ein mehr oder weniger klassisches Aloo Gobhi – wohl weil viele Leute Aloo Gobhi bzw. indische Küche erst durch Bollywood-Filme und das unvergessene Bend it like Beckham auf dem Radar haben.

Kartoffel-Blumenkohl-Curry - Bolly Cauli

Als Gewürzmischung wird ein selbst gemachtes Bin Bhuna Hua Garam Masala benutzt. Iyer schreibt bei dem Gewürzrezept, es sei eines, das generische Currypulver ersetzen könne, und im Zweifel kann man dann umgekehrt auch Currypulver und/oder Garam Masala anderen Zuschnitts nehmen. Mit einer Gewürzmühle (bei uns: eine alte elektrische Kaffeemühle mit Schlagmahlwerk) ist das Masala aber schnell gemacht, und es harmoniert wirklich bestens mit den übrigen Zutaten.


Kartoffel-Blumenkohl-Curry – Bolly Cauli

nach: 660 Curries von Raghavan Iyer

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 500 Gramm Kartoffeln, geschält, in Stücke geschnitten
  • 2 Esslöffel Pflanzenöl
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 5 cm frischer Ingwer, in Julienne
  • 2 Teelöffel Bin Bhuna Hua Garam Masala
  • 1 1/2 Teelöffel (grobes) Meersalz
  • 1/4 Teelöffel Kurkuma
  • 500 Gramm Blumenkohl, in Röschen zerteilt
  • 1 Dose (400 g) gehackte Tomaten
  • 2 Handvoll Koriandergrün, Blätter und feine Stiele grob durchgehackt

Zubereitung

  1. In einem großen schweren Topf oder einer hohen Pfanne (hier: der rote LeCreuset) das Öl erhitzen. Knoblauch und Ingwer eine knappe Minute darin anbraten. Hitze etwas wegnehmen und die Kartoffeln, das Masala, Salz und Kurkuma zufügen. Unter Rühren ca. 2 Minuten braten, bis die Gewürze duften.
  2. Die Blumenkohlröschen und die Tomaten in den Topf geben, gründlich umrühren. Den Deckel auflegen und alles unter gelegentlichem Rühren auf milder Hitze garen, bis die Gemüse weich sind – das dauert 30 bis 35 Minuten.
  3. Koriandergrün unterheben, servieren.

Ich hatte insgesamt etwas mehr Blumenkohl und habe auch einen Hauch mehr Kurkuma genommen; die Mengen sehe ich da nicht so sklavisch; Iyer hackt seinen Ingwer, verschiedene andere Quellen benutzen Streifchen, was ich vom Mouthfeeling her auch bevorzuge.


Bin Bhuna Hua Garam Masala

nach: 660 Curries von Raghavan Iyer

Ergibt: 1 Batch

Zutaten

  • 2 Esslöffel Koriandersamen
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
  • 1/2 Teelöffel ganze Gewürznelken
  • 1/2 Teelöffel ausgelöste Kardamomsamen, aus grünem Kardamom
  • 2 trockene Lorbeerblätter
  • 4 getrocknete Thai-Chilies, entstielt

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in der Gewürz- oder Kaffeemühle zu einem feinen Pulver ähnlich fein gemahlenem schwarzem Pfeffer vermahlen.
  2. Hält sich in einem gut verschlossenen Gefäß im Küchenschrank etwa 2 Monate. Einfrieren beeinträchtigt das Aroma.

Idealerweise serviert man dazu ein Fladenbrot, aber auch pur oder mit Reis ist das ein sehr leckeres, einfaches Curry, wenn es mir auch für ein Aloo Gobhi einen Tick zu tomatenlastig ist.

Und da das Ganze vollständig vegan (und ohne Fladenbrot ausserdem noch glutenfrei) ist, ist es auch mein dieswöchiger Beitrag zum Tierfreitag.

 

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