Projekt Senseo: Senseo Chocobreak

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Auch der dritte im Bunde muss natürlich durch den harten Foodfreak-Test. Chocobreak fällt auch unter die „Milchschaumspezialitäten“ von Senseo. Im Original klingt die Beschreibung so:

Genießen Sie ein wunderbar schokoladiges Geschmackserlebnis von der ersten Berührung bis zum letzten Tropfen.

Entgegen den anderen beiden Produkten handelt es sich hier nicht um eine neue Rezeptur, sondern um ein völlig neues Produkt. Nicht ohne Grund schreibt Senseo auf die Packung, man könne doch noch 25 ml Milch in das Glas oder die Tasse tun, damit der Kakao cremiger wird. Und da man seinen Kunden wohl nicht ganz traut, steht auf der Rückseite der Verpackung noch mal in Großbuchstaben „MILCH NICHT IN DEN WASSERTANK GEBEN!“. Danke Senseo, da wäre ich nicht drauf gekommen, wenn Ihr mich nicht angeschrieen hättet.

Der Grund, warum man Milch hinzufügen soll, findet sich in der Zutatenliste. Da steht zwar Milchpulver mit drauf, doch die Angabe der Prozentmenge hat man sich wohl nicht getraut. Im Vergleich: Kakaopulver ist zu 14% drin. Ein Pad wiegt 19,8 Gramm. 6,3 Gramm gehen für die Plastikeinlage und das Papier drauf. Bleiben 13,5 Gramm für den Inhalt. 1,89 Gramm Kakaopulver sind es, die hier das Kakaogetränk herstellen. Wenn Ihr einen Kakao macht, würdet Ihr dann 1,89 Gramm nehmen? Und dann noch ein paar Tropfen Milch?

Nun gut, wenn wir schon gerade bei den Zutaten sind:

Zucker, fettarmes Kakaopulver (14%), pflanzliches Fett gehärtet, Glukosesirup, Milchpulver, Milchprotein, Salz, Stabilisator (E452, E340), Trennmittel (E341, E551), Aroma, Emulgator (E481)

Was benutzen wir, wenn wir uns selbst einen Kakao machen? Hier im Hause nehmen wir die Menge Milch, die wir für ein Glas brauchen. Diese kommt in den Induktions-Milchaufschämer, der auch nur mischen und nicht nur schäumen kann. Dazu kommen je nach Geschmack ein paar Löffel reiner Kakao. Am Ende wird noch mit Zucker oder Vanillesirup gesüsst. Mehr muss ich über die Zutatenliste nicht erklären, glaube ich.

Nun, machen wir uns also einen Chocobreak. Das Pad kommt, wie bei den anderen Sorten auch, in den Halter für zwei Tassen. Gedrückt wird dann die Taste für eine Tasse.

Heraus kommt, wie man gut sehen kann, eine kakaofarbene Flüssigkeit mit etwas Schaum. Der Geruch erinnert deutlich an die Kunstprodukte aus unserer Jugend. Ich sage da nur Kaba und Nesquik, die auch unter dem Namen „Kakaogetränk“ laufen. Auch bei diesen Produkten überwiegt die Menge an Zucker, Aroma und sonstigen Beigaben. Der Geschmack ist dann auch wie erwartet: süß, künstlich, und praktisch gar nicht nach Kakao. Das Getränk ist wässrig und hat einen leichten, von mir nicht definierbaren Beigeschmack. Frau Foodfreak meint, es schmecke wie der Automatenkakao aus dem Uni-Automaten im Jahr 1994.

Natürlich haben wir auch die Variante mit der Milch probiert. In der Tat wird das Getränk dadurch etwas cremiger und auch besser. Aber aus einem alten Brauereigaul macht man auch kein Rennpferd, wenn man ein kleines Mittelchen hinzugibt.

Nun das Fazit: Wer einen Kakao erwartet, der macht ihn am besten selbst. Chocobreak ist vieles, aber kein Kakao. Er schmeckt nicht, er sieht nicht gut aus, und gepanscht ist er auch noch. Bleibt mir bloss weg damit.

mauzepow.de kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.

 

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