Neue Küche – Teil 1 – Intro und Kühlschrank

2012-12-05-kueche-statusquoEs begab sich also im Jahre 2012, es war ein ausgesprochen nasskalter Februar-Donnerstag, da wollten Herr Datenhamster und Frau Foodfreak eigentlich zum zweiten Mal ins Küchenstudio des Vertrauens, um dort ihre neue Einbauküche in Auftrag zu geben, mehr oder weniger zumindest.

„Och nöö. Ich hab keinen Bock,“ sagte ich, und surfte zum gefühlt dreihundertsten Mal die einschlägigen Immobilienportale an, um mich nach einer Alternative – einer anderen Wohnung – umzusehen.

Und BAMM. Da war sie. Die neue Wohnung.

Sie hatte nur einen Schönheitsfehler: die neue Küche war kleiner statt größer. Doch es kam wie es kommen musste – keine zwei Monate später waren wir umgezogen.

Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Ein Foodie zieht in eine Wohnung mit kleinerer Küche? Sehenden Auges?

Neben kleinen Annehmlichkeiten wie einer großen Dachterrasse, auf der nun ein Grill steht (yeah!), und einer Küche mit einem richtigen Abzug (yeah! eat this, Umluft!), waren es vor allem zwei Details, die die neue (alte) Küche trotz ihrer geringen Quadratmeterzahl attraktiv machten.

Zum einen ist im neuen Bad genug Platz für den Waschtrockner, der in der alten Wohnung nur in der Küche Platz fand – und damit Raum für einen dringend benötigten Geschirrspüler.

Zum anderen war in dem sehr großen Flur genau gegenüber der Küchentür, die ohnehin nicht eingehängt war (und auch bei uns weiterhin im Keller steht) ausreichend Platz für einen Kühlschrank und ein Flaschenregal, womit die Fläche für den Kühlschrank in der Küche anderweitig genutzt werden kann – und das schafft gewaltig Platz.

Ich habe mich ja schon über die Tücken der Kühlschrankwahl und wie man einen Kühlschrank kauft in diesem Blog ausgelassen; damals versprach ich einen baldigen Bericht über ‚den neuen‘ – der hat jetzt ein bißchen länger gedauert, kommt dafür hier aber als Einstieg in die Reihe „Die Küche“.

Nachdem sich nämlich der Staub des Umzugs sinnbildlich gelegt hat, wollen wir 2013 die alte Küche in der neuen Wohnung, die der Vorgänger wohl vor 10 oder 15 Jahren billigst hat einbauen lassen, gegen etwas zeitgemäßeres ersetzen. Den Status quo seht ihr oben im Bild – neben uralten (im Fall des Geschirrspülers ausserdem lauten) und wenig gut gepflegten Elektrogeräten gehören abgeplatzte Türen, ein Billigspülbecken gegen das mein 17 Jahre altes IKEA-Stahlspülbecken hochschmutzabweisend war, eine versiffte Arbeitsplatte, erheblich zu wenig Licht und Steckdosen, ein Dreckfänger von einem Fußboden und zu niedrige Schränke (gebt mir Hoch-Oberschränke!) zu den Highlights; im alten Umbauschrank des Kühlschranks haben vorübergehend Einlegeböden Platz gefunden und lassen den Blick auf uralte hundekotbraune Wandkacheln frei…

Nach und nach werde ich hier von den Fortschritten (oder auch nicht) der Küchenrenovierung berichten. Einen wichtigen Teil hatten wir ja mit dem Einzug schon abgehakt – den Kühlschrank. Genauer gesagt, eine LG Side-by-Side Kühl-Gefrierkombination – ohne Eis- und Wasserspender, weil wir dafür die Leitungen hätten verlegen lassen müssen, aber auch weil wir den Kühlraum anders nutzen wollten als mit zusätzlichen Türeinbauten. Geworden ist es also der LG GS5164AEFZ – bestellt haben wir ihn via Amazon mit Wunschterminlieferung. Die Lieferung kam genau zum Termin, die Aufstellung und auch Entsorgung des alten Gerätes und aller Verpackungsmaterialien waren automatisch und effizient in den Ablauf integriert, mit anderen Worten: es lief genau so wie man sich das wünscht.

So sieht die Ecke nun aus.

2012-12-05-kueche-kuehlschrank

Daneben steht, unverkennbar, ein IKEA-Flaschenregal, in dem anstelle der weissen Kiste (in der sich derzeit allerlei Tees befinden) auch schon mal die Kiste San Pellegrino (in Glasflaschen) steht, und normalerweise ist es auch besser gefüllt. Obstschale und Zwiebelkorb haben genauso Platz gefunden wie ein Eimerchen mit Äpfeln, die gläserne Obstschale steht im Sommer auf dem Eßtisch oder unter dem TV, auf dem Eßtisch steht im Winter aber die Fotobeleuchtung… An der Ecke hängt noch ein Beutelchen mit Schalotten aus Mutters Garten, und das Bügeleisen ist auch hier eingezogen (das Bügelbrett steht auf der anderen Seite vom Kühlschrank).

Das Kühlschrankinnenleben:

2012-04-26-Canon PowerShot SX220 HS-5.0-70.0 mm-1922-fridge

Nach nunmehr 8 Monaten mit dem Kühlschrank bin ich damit wirklich sehr zufrieden – Obst und Gemüse hält sich erheblich länger, so das denn nötig ist; die Einlegeböden aus temperiertem Glas sind gut herauszunehmen und gut zu reinigen; das Null-Grad-Fach schlägt sich tipptopp, und die Größe ist für einen Zwei-Personen-Foodie-Haushalt, in dem frisch gekocht wird, recht gut bemessen.

Im Tiefkühlteil gibt es eine Eiswürfelschublade mit einer Eiswürfelschale, die man direkt dort hinein leeren kann – das ist praktisch, und wenn man dran denkt, diese regelmässig aufzufüllen, hat man im Sommer genug Eis für Getränke parat. Die LED-Innenbeleuchtung ist brüllhell, damit kann man sich nachts auch super blenden… allein im Gefrierteil ist sie nicht so ideal angebracht, weil man sie schnell mal mit Zeug zustapelt.

Die Stahlaußenfläche und -griffe sind gut sauber zu halten; an der Seite pappen ein paar flache Magnete aus dem schwedischen Möbelhaus, mit denen man ganz wichtige Dinge auch mal in Sicht- und Reichweite an den Kühlschank hängen kann.

Der nächste Schritt ist nun der Tausch des Küchenfensters. Das gehört zwar nicht zwingend zur Küchenrenovierung, aber der Fenstertausch (alte vergammelnde Holzfenster mit einer 30 Jahre alten Verglasung gegen moderne Kunststofffenster mit Dreifachverglasung) steht ohnehin an. Damit sieht der Raum dann viel freundlicher aus – und wenn die Küche kommt, ist gleich alles hübsch. Von der Fenstertauschaktion berichte ich dann im nächsten Beitrag.

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