Japanische Nudelsuppe mit Pilzen – Kinoko Ramen

Kinoko Ramen

Ramen (jap. ラーメン) sind für uns meist automatisch japanische Nudeln; in Japan dagegen werden sie als ‚chinesische‘ Nudeln angesehen (im Gegensatz zu z.B. Soba und Udon). Obwohl Ramen möglicherweise schon zu Tokugawas Zeiten Einzug in die japanische Küche hielten, wurden sie erst Ende des 19. Jahrhunderts in Japan populär, damals wurden sie allerdings als „Shina-Soba“ bezeichnet, also eben chinesische Nudeln.

Das hält die Japaner aber nicht davon ab, Ramen in allen Varianten zu lieben und oft und gerne zu verspeisen.

Ramen bestehen im Wesentlichen aus Weizenmehl, Wasser und Salz, und ähneln den chinesischen Mie-Nudeln. Wer keine typischen Ramen-Nudeln bekommt, kann also auch prima die gekräuselten chinesischen Instant-Mie benutzen.

Japanische Nudelsuppen unterscheiden sich stark von unseren Gewohnheiten, ihre Komponenten (Brühe, Einlagen, Nudeln) werden meist getrennt zubereitet und erst in der Essschale zusammengeführt, dadurch behalten alle Produkte ihren eigenen Geschmack und ihre Textur.

In Emi Kazukos Café Japan finden sich ein paar recht einfache Nudelsuppen, wie auch diese Curry Udon.

Die Kinoko Ramen glänzen im Original mit 3 verschiedenen Pilzsorten, nämlich eingeweichten getrockneten Shiitake, frischen Champignons, und Enoki oder ersatzweise Austernpilzen; mir begegnete ein Körbchen schöner Austernpilze, die ich dann für die gesamte Pilzmenge eingesetzt habe, was mir gut gefiel.


Japanische Nudelsuppe mit Pilzen – Kinoko Ramen

adaptiert nach Café Japan

Ergibt: 3-4 Portionen

Zutaten

  • 300 Gramm Austernpilze, geputzt, in Streifen geschnitten
  • 2-3 Esslöffel Öl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Esslöffel getrocknete Wakame-Flocken
  • 300 Gramm trockene Ramen-Nudeln, oder Mee
  • 1 Liter Hühnerbrühe, in etwa
  • 3 cm frischer Ingwer, grob zerquetscht
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Teelöffel Shoyu (japanische Sojasauce)
  • 1 Lauchzwiebel, in feinen Ringen, zum Servieren

Zubereitung

  1. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze darin 2-3 Minuten kräftig anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Wakame mit etwa 100 ml kochendem Wasser übergießen, 1 Minute stehen lassen, dann in ein Sieb geben, kalt abbrausen und die Flüssigkeit herausdrücken.
  3. Die Brühe mit dem Ingwer zum Kochen bringen. Mit Salz, Pfeffer und Shoyu würzen, und 10 Minuten köcheln lassen, dann den Ingwer herausnehmen.
  4. Die Nudeln nach Packungsanweisung eben so weich kochen. Abseihen und durchspülen, um überschüssige Stärke zu entfernen. Nudeln auf Suppenschalen verteilen, seitlich daneben Wakame und Pilze geben. Mit der Brühe umgießen und mit Lauchzwiebelgrün bestreuen.

Die Salzigkeit ist von der verwendeten Brühe abhängig; benutzt man eine „typische“ schweinefleischbasierte Ramen-Grundbrühe, wie sie hier z.B. Chili & Ciabatta nach Momofuku zubereitet hat, braucht man am Ende nur wenig Salz; aber auch eine vegetarierfreundliche Version ist natürlich durchaus machbar, indem man eine kräftige Gemüsebrühe einsetzt.

Mir hat diese Suppe gut gemundet, und hausgemachte Hühnerbrühe war eine gute Basis dafür.

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