Standmixer: Braun Multiquick 5

Nach vielen Jahren im klaglosen Betrieb ging Ende 2010 mein lang geliebter KitchenAid Blender kaputt. Gebrochen war ein Plastikteil an einer Stelle, die für den Antrieb essenziell war, und der Service riet zur teuren Ersatzteilbeschaffung. Irgendwie hatte ich darauf aber keine Lust (tatsächlich ist das entsprechende Teil heute am KA Blender anders gelöst), und so stand der Mixer defekt im Schrank und irgendwie ging es ja auch mit dem Stabmixer und…

Langer Rede kurzer Sinn, als mich die freundliche Agentur von Braun fragte, ob ich nicht mal ein Küchengerät aus der neuen Multiquick Home Collection testen wolle, sagte ich spontan ja, nur wollte ich nicht den vorgeschlagenen Entsafter, sondern ich fragte, ob ich denn auch den Mixer bekommen könnte. Alles kein Problem, und das isser nun, mein Neuer:

Was ich allerdings nicht wollte, war einen Testbericht zu schreiben, in dem ich Euch nur erzähle, wie schick das schwarze Teil aussieht, oder dass sich der Mixer 1a kinderleicht zerlegen lässt und supergut zu reinigen ist (was allerdings den Tatsachen entspricht), sondern ich wollte auch sehen, wie er sich im täglichen Einsatz schlägt.

Nach gut 5 Monaten die der Braun MX 2050 Multiquick 5 nun immer wieder gern aus dem Schrank gehievt wird (der schwere Mixaufsatz aus Glas und der solide Motorblock verleihen dem Ding wirklich Standfestigkeit), kann ich nur sagen: würde ich sofort kaufen.

Ob Suppe pürieren (leichte Aufgabe), feines Mandel-Joghurt-Püree für ein Korma machen, Früchte durchmixen, Currypaste herstellen, und vor allem gern zum Mixen von Cocktails wie Strawberry Daiquiri oder einem Kiwi Ginger Daiquiri (sehr leckeres Zeug), wofür größere Mengen in meinem Tiefkühler sehr hart gefrorene Eiswürfel zerkleinert werden müssen, natürlich auch Crusheis-Herstellung – der Braun schlägt sich prächtig.

Das Design ist durchdacht, aus dem etwas dreieckig anmutenden Glasbehälter fließt alles gut heraus, das Handling gefällt, den Krug auf den Motorblock aufsetzen und davon abnehmen ist intuitiv und einfach gelöst, die Gefahr etwas versehentlich aufzuschrauben gibt es nicht.

Auch kleine Mengen Zutaten sind dank des niedrig angesetzten Schlagmessersatzes gut zu verarbeiten. Bei großen Mengen Flüssigkeiten gelten die üblichen Warnhinweise zu Überfüllung, festem Verschließen und vorsichtigem Umgang mit heißen Flüssigkeiten; aber die Menge von 3-4 Cocktails oder am Sonntag 3 Bechergläsern Frozen Green Tea Latte bewältigt der Mixer souverän.

Über die Langzeithaltbarkeit kann ich naturgemäß nach 5 Monaten Einsatz noch keine Aussagen treffen; das Antriebssystem sieht aber durchdacht und auch nicht durch billiges Material bruch- oder fehleranfällig aus. Sofern also der Motorblock hält und ich mir nicht irgendwann den Glaskrug auf den Fuß schmeiße, wird dieser Mixer ein langes arbeitsreiches Leben in meinem Haushalt haben.

Update – September 2016

Der Mixer hat nun runde 6 Jahre auf dem Buckel, in denen er von gelegentlich bis oft eingesetzt wurde. Der Dichtungsring war nach ca. 4 Jahren nicht mehr voll zuverlässig – das ist für so ein Verschleißteil i.O., man kann das nachkaufen, wenn’s auch mühselig ist. Nach einigen Jahren Geschirrspüler ist so eine Dichtung einfach hinüber. Gefühlt ist die Mixleistung (das Schlagmesser) etwas schlechter geworden. Seit einigen Wochen nun macht der Mixer eigenartige Geräusche und der Motorblock scheint (unter unangenehmem Geruch) das Zeitliche segnen zu wollen. Noch funktioniert er, ich rechne aber damit, ihn in absehbarer Zeit ersetzen zu müssen.

Wie fällt mein Urteil also heute aus? Für den sehr günstigen Preis (das aktuelle Nachfolgemodell kostet um 60 Euro) kann man sich nicht beklagen – mir hätte ja auch ein KitchenAid Blender für ein Vielfaches so verrecken können. Natürlich wäre es mir lieber, wenn ein Gerät länger hält, aber… ein Ersatzgerät werde ich mir, wenn überhaupt, nach einer höheren Motorleistung aussuchen, da gibt es sowohl von Braun als auch von Philips einige leistungsfähigere Geräte (MEHR POWER!). Für meine Zwecke (ausgenommen Eis crushen) wäre ein indischer Wet Grinder oder ein Food Processor aber ohnehin sinnvoller.


Disclaimer: der hier vorgestellte Mixer wurden mir von einer PR Agentur unentgeltlich überlassen; eine inhaltliche oder sonstwie geartete Beeinflussung meines Produkttestes gab es keine.

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