Projekt Tassimo: Draussen nur Kännchen

Als Nikolausüberraschung für die eifrigen Tester beim großen Tassimo-Test von Jacobs Krönung Vielfalt gab es noch ein Extra zur Maschine: die TASSIMO Verwöhnkanne (ehrlich, der Hersteller nennt das Teil so) plus 8 dazugehörige T-Discs für jeweils „3 Tassen Verwöhnaroma“. Bei Amazon übrigens derzeit im Bundle für 10,38 Euro zu haben.

Das sieht dann so aus:

Das Prinzip kennen wir ja schon: Kanne ohne Deckel unterstellen, T-Disc einlegen, Knopf drücken. Heraus kommen: 350 ml. Nennt mich pingelig, aber eine ganz normale Kaffeetasse hat 150 ml Inhalt, das sind also maximal 2 große Tassen voll, oder zwei nur recht halbherzig gefüllte Kaffeebecher.

Erstaunlich ist vor allem, dass das fertige Produkt haargenau wie auf der Verpackung aussieht – einschließlich brauchbarer Crema.

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Das ist es aber auch schon an Positivem, was es über dieses Produkt zu sagen gibt. Der Müllwahn ist der übliche – Plastik/Alu-Disc in Umkarton in bedruckter Alufolienhülle. Schmecken tut das Gebräu nach wie vor schauderhaft, hauptsächlich schwarz und bitter – dem Test der Jacobs Krönung in der Einzeltassenportion ist da nichts hinzuzufügen.

Fazit: Ein völlig unnötiges Gimmick, um statt einer zwei Tassen schlechten Kaffee herzustellen. Zugegebenermaßen sind die Kannenportionen etwas günstiger, aber ich wüsste nicht, warum man sich dafür nicht einfach eine billige Filter-Kaffeemaschine kauft und auf die klassische Methode zurückgreift. Billiger, einfacher, flexibler, leckerer (und ich mag normalerweise keinen schlechten Filterkaffee).

 

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