Freitagsfisch: Rotflossenwels mit Szechuankruste

Das haben wir mit dem Rotflossenwels gemacht:

Rotflossenwels mit Szechuankruste

Zum knusprig-panierten Fisch tummelt sich hier noch ein einfacher Gurkensalat mit Bio-Gurke und einer Reisessig-Wasabi-Vinaigrette.

Zunächst zum Rotflossenwels – wie schmeckt er denn nun?

Die Filets waren absolut grätenfrei – damit schon mal eine Empfehlung für alle Arten Grätenphobiker (ich kenne da so ein paar…), das Fleisch ist zart, aber fest, gut geeignet zum Braten, nicht so wabblig wie z.B. Heilbutt. Das Aroma ist recht neutral und mild, den Rotflossenwels kann man auch Leuten vorsetzen die intensiv schmeckenderen Fisch scheuen; für eher sacht gewürzte Gerichte dürfte er sich prima machen. Uns hat er gut gefallen, der darf gern mal wieder auf meinem Teller landen.

Die Filets habe ich leicht gesalzen und mit wenig frischem Zitronensaft besprenkelt, ehe es ans Panieren ging. Und zwar so:


 

Rotflossenwels mit Szechuankruste

Für 2 Portionen / 2 Filets

2 Eiweiss schaumig schlagen, so dass schon Eischnee entsteht, aber nicht schnittfest. Kalt stellen.

15-20 grüne Kardamomkapseln aufbrechen, die Samen entnehmen, die Kapseln wegwerfen. Von einem Teelöffel Szechuanpfeffer die Samen auslösen und wegwerfen, nur die Hüllen verwenden (die sind hier der Aromageber). Beide Gewürze zusammen in einer trockenen Pfanne anrösten bis sie zu duften beginnen. Gewürze im Mörser zerstoßen, mit etwa 50 Gramm Pankobrösel gründlich mischen.

Fisch erst in Mehl wenden, so dass er nur eine dünne Schicht Mehl hat (ich habe die Filets in je 4 Streifen geschnitten), dann durch das Eiweiss ziehen, und zum Schluß in dem Pankomix panieren.

In neutralem Öl goldbraun und knusprig braten, servieren.

 


Die Kombination ist so sehr lecker, eine winzige Dosis Salz mussten wir noch nachgeben. Gut vorstellen kann ich mir auch die Zugabe von (wenig) geriebener Zitrusschale in der Panade. Ein im doppelten Sinn gelungenes Expertiment!

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