Knorr Suppenbasis – Kartoffel-Lauch-Suppe mit Wienerle und Senf

Ich hoffe Ihr habt noch etwas Geduld mit mir – nach dieser liegen noch zwei weitere Tütensuppen von Knorr vor uns…

Faszinierend ist ja über diese Suppe im Aktionsforum bei den Konsumgöttinnen nachzulesen – handelt es sich doch den Wortmeldungen zufolge um die, mit weitem Vorsprung, beliebteste Suppe der vier. Bei Variationen wie „Schmelzkäse“ hinzugeben weiss ich dann wieder wo ich bin.

Und mich schüttelt es, nicht nur angesichts der Zutatenliste:

50 % Kartoffeln, pflanzliches Fett, Stärke, jodiertes Speisesalz, Speisesalz, Milchzucker, Hefeextrakt, Milcheiweiss, Fruchtzucker, Gewürze, Gemüsesaftkonzentrate (Sellerie, Karotten. Lauch, Zwiebeln), Thymian, Aroma (mit Sellerie)

Das muss man noch dazugeben damit aus 65 g Pulver 1 Liter zu je 4 Tellern a 200 Kalorien Suppe wird:

– 1 Esslöffel Öl
– 200 g Lauch
– 2 Wienerle
– 1 Esslöffel Senf mittelscharf
– 750 ml Wasser

Meine Fragen zur Zutatenliste und die Antworten von Knorr kann man hier nachlesen.

Die Suppe:

Zunächst mal wird wieder überdeutlich, dass hier auf die 200-Kalorien-Diätgrenze hin gearbeitet wurde. In meinem ganzen Leben habe ich noch in keiner Kantine gesehen dass jemand ein halbes Würstchen in seine Kartoffelsuppe bekommt, und auch auf keinem deutschen Teller, es sei denn es herrscht bittere Armut, oder jemand ist auf Diät. Die Portionsgrösse ist, wie auch schon bei der Zwiebelcremesuppe mit Emmentaler, eine hypothetische.

Warum heisst die Suppe eigentlich nicht Kartoffelcremesuppe mit Lauch? Kartoffeln kommen hier zwar als Hauptbestandteil des Pulvers, aber eben nur als solches, zum Einsatz – Kartoffelpüreepulver mit (Instant-) Brühe aufgegossen ergibt aber, mit Verlaub, keine Kartoffelsuppe, sondern schleimige, geschmacklose Pampe. Und so kommt der Haupt-Geschmack dieser Suppe denn auch aus dem von mir zugegebenen Dijon-Senf sowie den Würstchen.

Nichtdestoweniger erinnert die Konsistenz an Magenschonkost aus der Krankenhausküche, und der Geschmack ist schlicht widerlich, das Beste daran sind – erwartungsgemäss – Senf und Würstchen. Ohne den Lauch wäre die Suppe vollkommen ungeniessbar. Mein Schatz hat es etwas knapper mit einem tief empfundenen ‚bäääääh‘ ausgedrückt.

Wie auch schon bei der Zwiebelsuppe – hätte ich mir hier Lauch, Kartoffeln, Brühe und Würstel vorgenommen, ohne den Beutel dazu zu tun, dafür meinen Gewürzschrank bemüht, es wäre eine vernünftige Suppe geworden, das jedoch kriegt einfach nur den Daumen nach unten. E-kel-haft. Wie man sowas lecker finden kann werde ich nie verstehen.

Ein paar Ideen für eine anständige Kartoffelsuppe:

 

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