Das erste Mal – Italian Mild Fennel Sausage

Seit Jahren will ich mich am Wurstmachen in der eignen Küche versuchen, Bücher dazu habe ich gesammelt, Links, Rezepte, und irgendwann kam ein elektrischer Fleischwolf aus den Beständen meiner Schwiegermama dazu und ich dachte, klasse, nun kann’s losgehen. Doch weit gefehlt. Das Ding war stumpf, laut, wacklig, nutzlos. Und so mottete ich das Thema erst mal wieder ein.

Neu angefacht wurde meine Wurstleidenschaft beim Wollschwein-Kochkurs, und auch Herr Paulsen und Frau Zorra legten vor. Und als dann vergangenes Jahr eine Bosch MUM bei uns Einzug hielt, beschloss ich dass ich nun endlich loslegen wollte. Jedoch, das entscheidende Teil fehlt immer noch: der Fleischwolf (steht auf dem Kitchen Gadget Wunschzettel).

Das entscheidende Teil? Das entscheidende Teil, wurde mir beim Bratwurstmachen beim Wollschweinkurs klar, ist vor allem ein Wurstfüller, den man auch als Bewegungslegastheniker vernünftig bedienen kann. Bei Westfalia wurde ich fündig – und bis der Fleischwolf angeschafft ist, bastele ich eben mit beim Metzger durchgedrehtem Hack, dieses Mal eine einfache Schweinsbratwurst mit italo-amerikanischem Einschlag,

Italienische Fenchel-Bratwurst

nach einem Rezept aus Hot Links and Country Flavors.

Aidells und Kelly drehen natürlich selbst durch, wie ich das in nicht allzu ferner Zukunft auch tun werde, und benutzen „3 lb pork butt, 3/4 lb pork back fat“. Ich habe 1,5 kg Schweinehack vom Metzger verwendet und die anderen Mengen entsprechend runtergerechnet.

Das Rezept ist weit davon entfernt, optimal zu sein – ich habe selbst schon bessere „italian sausage“ gemacht als diese, aber schliesslich ist die Wursterei genauso ein Lernprozess wie alle anderen Sachen auch…

Mengen:

1500 g Schweinehack, fett, nicht zu fein durchgedreht
1 1/2-2 EL Fenchelsamen, grob angequetscht
3 TL grobes Meersalz
1 TL gefriergetrockneter Knoblauch (Aidells und Kelly nehmen auf 2 kg Masse 4 frische Knoblauchzehen)
1 Prise gemahlener Piment
1 TL Oregano
3/4 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
100 ml Rotwein

Die Gewürze habe ich, bis auf den Fenchel, im Mörser zusammen zerrieben, dann alles gut durchgemengt, und eine kleine Probe in der Pfanne gebraten – ist mir fast zu salzig.

Nicht so gut finde ich in diesem Rezept den Rotwein, die Masse wird dadurch unansehnlich grau – ich habe andere Rezepte gesehen die Weisswein oder Wermut einsetzen – ich selbst werde allerdings an meinem alten „italian sausage“ Rezept weiter feilen und das dann irgendwann nochmal abfüllen.

Nachdem alles vermengt war, kam es in den Wurstfüller, und sowohl der Liebste als auch ich haben uns am Abfüllen und Abdrehen versucht. Das Darmaufziehen und Füllen braucht ein wenig Geschick und Übung, aber ich hätte es mir komplizierter vorgestellt.

Zum Einsatz kam hier Schweinedarm der Grösse 30/32. Eine Hälfte der Wurst habe ich eingefroren, um sie später im jahr bei der Familie auf den Holzkohlengrill zu werfen, Teil 2 wandert heute abend in die Pfanne. Da sehen wir dann auch ob wir zu fest gefüllt haben, und wie das Ganze im Darm gebraten schmeckt.

Und das nächste Projekt steht auch schon fest – Chorizo Caseiro, ein Rezept von dem ich weiss dass es schmeckt, was ich aber noch nie zu Würsteln abgefüllt (verwendet) habe.

Update: die kräftig in der Pfanne gebratene Restmenge aus dem Wurstfüller schmeckt recht gut. Und mir fällt auf, dass ich aus dem Buch noch nie was gemacht hab und nominiere diesen Beitrag damit auch gleich für den Februar-DKduW. Den Januar-Roundup schreibe ich am Wochenende, versprochen.

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