Mulligatawny – 660 Curries

Raghavan Iyer listet in 660 Curries diese Suppe unter „contemporary curries“ auf, was mich schon ein bisschen wundert – die Frage ist wohl wie weit man den Begriff „contemporary“ fasst, immerhin tauchte dieses Kolonialgericht erstmals im 19. Jahrhundert in Kochbüchern auf.

Mulligatawny


Mulligatawny nach Raghavan Iyer

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

    • 1/2 cup rote Linsen; im Original: split yellow pigeon peas (tovaar dal)
    • 2 Esslöffel Öl
    • 1 Teeloffel chwarze oder gelbe Senfsamen
    • 1 rote Zwiebel, fein gehackt
    • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
    • 1 grüne Paprike. von Stiel und Samen befreit, in 1-cm-Stückchen
    • 1 große Möhre, geputzt, in feinen Würfelchen
    • 700 Gramm Hähnchenbrustfilet, in eta 1 cm große Stückchen zerteilt
    • 2 Handvoll Koriandergrün, Blättchen und feine stiele, fein gehackt
    • 1 Esslöffel Madras-Currypulver
    • 1 1/2 Teelöffel grobes Meersalz
    • 250 ml Kokosmilch
    • 1 cup TK-Erbsen
    • 1 große Tomate, den Stielansatz herausgeschnitten, 1 cm groß gewürfelt
    • 1/2 Teelöffel schwarze Pfefferkörner, im Mörser grob zerstoßen

Zubereitung

  1. Die Linsen mit Wasser gründlich durchspülen, dabei mit den Finger durchrühren. Wasser abgießen. Den Vorgang ungefähr drei Mal wiederholen, bis das Wasser einigermaßen klar bleibt. In einem Topf mit 500 ml Wasser zum Kochen bringen, gründlich abschäumen. Auf mittleer Hitze abgedeckt noch weitere 10-20 Minuten garen, bis die Hülsenfrüchte weich sind, dabei ab und zu umrühren.
  2. In der Zwischenzeit Öl in einem großen Topf erwärmen. Die Senfsamen darin aufpoppen lassen (Deckel auflegen), dann Zwiebel, Möhre, Paprika und Knoblauch dazugeben und andünsten lassen. Etwa 15 Minuten garen, bis die Gemüse Farbe nehmen, immer wieder rühren.
  3. Nun das Hühnerfleisch in den Topf geben und rührbraten, bis das Fleisch rundum angebraten ist. Mt dem Currypulver überstäuben, dann das Koriandergrün untermengen. Kurz umwenden. 750 ml Wasser zugießen, angehaftete Stückchen vom Topfboden lösen. Das Salz zugeben. Alles zum Kochen bringen und 15 Minuten köcheln lassen.
  4. In der Zwischenzeit die Hülsenfrüchte mitsamt Kochflüssigkeit durchpürieren – ein Stabmixer ist die schnellste und einfachste Option. Das Linsenpüree zur Hühnermischung geben, dann die Koksmilch, Erbsen und Tomate unterrühren, 5-10 Minuten simmern lassen, bis die Aromen sich verbunden haben.
  5. Den schwarzen Pfeffer untermischen. Servieren. /li>

Torsten fand die Suppe sehr lecker, ihm waren allerdings die Paprikastückchen zu weich. Ich hatte zunächst so meine Probleme damit. Bis zu dem Zeitpunkt, da das Linsenpüree und die Suppe zusammengeführt werden, schmeckte beides für sich genommen recht gut. Eigentlich auch danach. Problematisch wurde es, als die Kokosmilch dazu kam. Ohne die zusätzlichen 5-10 Minuten Kochen funktioniert das Rezept definitiv nicht, dann erst vermischen sich die Aromen besser.

Für mich hätte die Suppe gern mehr Pepp haben dürfen, sie ist zwar würzig aber relativ mild. Die Konsistenz war gut, und wie auch schon bei den anderen Rezepten aus dem Buch sind die Mengenangaben wirklich stimmig. Ich kann mir das so wie es war (mit kleineren Verbesserungen) auf jeder Restaurantkarte vorstellen. Im Wiederholungsfall würde ich mehr Gemüse und weniger Huhn reintun, und für mich hätte zum Schluss auch noch etwas mehr Salz (und das obwohl ich selbstgemachte Gemüsebrühe mit Salz statt Wasser verwendet habe) und ein Schuss irgendwas säuerliches drin sein dürfen, die Tomate reichte für mich nicht, um die Säure auszubalancieren. (Was mich daran erinnert, dass viele Mulligatawny-Rezepte Apfel enthalten – oder hier wird mit Limettensaft abgeschmeckt).

Dennoch eine wirklich feine Suppe mit viel Potenzial. Lecker.

 

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. 29. Juli 2010

    […] Mulligatawny […]

  2. 31. Oktober 2011

    […] Versionen gibts bei HerdHelden, foolforfood, RezkonvSuite, Genial lecker, Digilotta, Foodfreak um nur einige zu nennen. Drucken oder TeilenPrint […]

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