Shopping in Frankreich – encore un fois

Wie schon letztes Jahr haben wir auch dieses Mal unseren Aufenthalt bei Mela und eckes in Karlsruhe mit einem Ausflug über die Grenze und ausgiebigem Food-Shopping verbunden.

Der erste Stop war – wie auch vergangenen Herbst – der kleine Coop in Lauterbourg, der vor allem durch sein Weinangebot besticht.

Beispiele….

Dort nahmen wir zahlreiche verschiedene Weine mit, sowie eine Kiste des leckersten Gewürztraminers aus dem letzten Jahr.

Auf vielfachen Wunsch hier auch die (aktuellen) Öffnungszeiten des Lädchens:

Danach fuhren wir weiter zu einem wirklich großen Supermarkt an der Autobahn nach Strasbourg. Hier kauften auch hauptsächlich Deutsche ein, u.a. war ein ’sparkling wine‘ (den Kisten nach zu urteilen die die meisten stapelweise im Wagen hatten) im Angebot.

Verglichen mit dem Champion Supermarkt in Lauterbourg ist das ein Riesenkasten, mit u.a. riesiger Drogerieabteilung (und einer eher siffigen Bierpinte daneben). Wir gingen brav die Regale ab und schauten was wir gebrauchen konnten. Erneut fiel uns auf, daß das Warenangebot sich vom deutschen doch beträchtlich unterscheidet – allerdings war die Auswahl hier signifikant „deutscher“ als bei Champion, die im Vergleich was französische Spezialitäten angeht, besser abgeschnitten haben, trotz deutlich kleinerer Verkaufsfläche.

Nervig war die Beschallung durch einen Werbesprecher in Diskothekenlautstärke. Interessant war der Blick in die Fleischtheken, die eine riesige Auswahl boten – Kaninchen, Wachteln, Kalb, Rind, Schwein, Wild in unterschiedlichsten Zuschnitten und meist sehr guten Qualitäten. Anscheinend ist heißer Stein gerade trendig in Frankreich, diverse Pakete mit dünn aufgeschnittenen Fleischsorten (ähnlich wie bei uns Fondue-Packs) bevölkerten die Frischepack-Ecke.

Wie immer war die Auswahl an Pasteten und Milchprodukten berückend, so gab es hier auch Beurre d’Isigny (für 1,37 das 250 g Stück), tolle Carte d’Or Eiscremes und Käse und Tefkühlprodukte die für uns ganz neu waren. In der Wurstkühlung dagegen dominierten hauptsächlich Herta bzw. dessen französisches Pendant und Importe aus D, die eigenen Spezialitäten hatten nur ein winziges Eckchen der großen Kühlung inne. Im Kaffeeregal gab es – ausser Vorgemahlenes, das in großer Auswahl vorhanden war – ganze Bohnen nur in 2 Billigmarken und ansonsten Ware von deutschen Großröstern.

Die Auswahl an Gewürzen war schlicht armselig – immerhin nahmen wir ein Döschen Fines Herbes und gefriergetrockneten Salbei mit, die aber bei uns billiger zu haben sind – und das trotz nur 5,5% Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in Frankreich. Cornichons ohne Aromen drin zu finden gestaltete sich ebenfalls als schwierig, dafür sind fast alle Sorten ohne Süßungsmittel. Öle gab es recht wenige in kaltgepreßten Qualitäten. Ein konventionelles Traubenkernöl, das ich gestern schon für eine Mayonnaise verwendet habe und ein „Fondueöl“ (Traubenkern mit Chili, Thymian und Rosmarin) haben wir mitgenommen. Gutes kaltgepreßtes Walnußöl: Fehlanzeige, dabei sollte man meinen dass Frankeich mit seinen tollen Grenoble-Nüssen sowas hat.

Naturgemäß haben wir wieder Dijon-Senf gebunkert, das 865-Gramm-Glas Maille kostet knapp 2 Euro, sowie ein paar Linsen und Bohnen.

Am Ende hatten wir jedenfalls so mancherlei zur Verkostung gefunden… nein, billig wars nicht. Aber schön. Und Ihr werdet das eine oder andere auch hier in Form eines Verkostungsberichts zu Gesicht bekommen, wie Ihr ja schon an den erbeuteten Grüntee mit Orange und Mandarine sehen konntet.

Danke an Mela, die uns zielsicher durch das Elsaß chauffiert hat und unsere Erkundungen geduldig ertragen hat!

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