Posts Tagged ‘ Qualität ’

Chardonnay-Essig im Solera-Verfahren

Chardonnay-Essig im Solera-Verfahren

In der warmen Jahreszeit gibt es bei uns oft einfach nur einen Salat, mit etwas Fisch oder Fleisch oder italienischer Wurst als aromagebendem Protein dazu. Meist ist auch das Dressing ein ganz simples – im Zweifelsfall eine Vinaigrette mit gutem Essig und Olivenöl. (Lustig finde ich dann immer Rezepte wo von ‘Vinaigrette’ die Rede ist aber kein Essig das Salatblatt auch nur von ferne gesehen hat…) In den letzten Jahren bin ich dazu übergegangen, Reisessig oder Bio-Apfelessig als Standardessig zu benutzen, da die meisten (industriellen) Weinessige mir einfach zu heftig sauer-ätzend sind, und zu wenig Aroma echten Eigengeschmack haben. – Oder aber zu den sogenannten Balsamessigen zu greifen (nichts könnte weiter entfernt sein), die aus Weinessig, meist hoch geschwefelt, nicht selten Zuckerkulör, und oft Traubenmost bestehen. Aber wie das...

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Für den Johann nur das Beste

Für den Johann nur das Beste

“Weil nur das Beste für mich zählt.” prangt Johann Lafer textlich und bildlich vom Becher der Schwälbchen-Sahne, die ich kürzlich in die Finger bekam. Bei Gelegenheit muss ich mal die Balsamico-Flasche mit dem Lafer-Konterfei in der Metro ablichten… ich sage nur: Theorie und Praxis. Da kann man noch so viel gegen die Zusatzstoffe meckern, wenn das grosse Geld ruft sind solche Bedenken augenscheinlich schnell vergessen. Natürlich ist Sahne mit 36% Fett aus Konditorensicht ein tolles Produkt, aber leider gilt nach wie vor: Mit Ausnahme von Bio-Sahne und der Weihenstephan-Schlagsahne aus der Glasflasche enthalten alle in Deutschland erhältlichen Varianten von Schlagsahne Carrageen, das bei Empfindlichen Durchfall auslösen kann und auch sonst nicht eben unumstritten ist. Lieber Johann Lafer: ich wünsche mir Schlagsahne in der Schlagsahne drin ist. Und sonst nichts....

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Ein kleiner Luxus – Ölsardinen

Ein kleiner Luxus – Ölsardinen

Wer in den letzten Monaten mal Preise verglichen hat, stellt fest dass einstmals ‘billige’ Produkte wie (guter) Dosenthunfisch oder gute Ölsardinen fast um 100 % teurer geworden sind in 2009. Ölsardinen – ein Luxus? fragt man sich dennoch beim Blick auf die Billigdöschen der Discounter. (Interessanterweise hält auch beim von den Deutschen so geliebten Dosenfisch mit Sauce eine Veränderung Einzug – immer häufiger weicht der gute alte Hering dem Pangasius…) Gute Ölsardinen allerdings sind ohnehin nicht einfach zu bekommen. (Wer nur das Zeug in Sojaöl, mit oder ohne Haut, für unter 1 Euro die Dose kennt, weiss – mit Verlaub – nicht was gute Ölsardinen sind.) Gute Ölsardinen liegen im Idealfall in Olivenöl und kommen meist aus Portugal, manchmal auch Italien. Diese Version mit Chili und Sonnenblumenöl habe ich...

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Wo die glücklichen Hühner wohnen

Wo die glücklichen Hühner wohnen

Braucht es wirklich noch ein Buch über Lebensmittel und Qualität? dachte ich, als ich Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer: Wo die glücklichen Hühner wohnen: Vom richtigen und vom falschen Essen das erste mal in der Hand hielt. Wenn mir jemand “richtig und falsch” in Ernährungsdingen im Wortsinn auf’s Butterbrot schmieren will, bin ich meist erst mal skeptisch. Doch als ich dann das schwere Hardcover – insgesamt 460 reich und bunt bebilderte Seiten, mit farbigen Markierungen am Schnitt zu den einzelnen Themengebieten – aufschlug, dauerte es nicht lang bis mich die Sachkenntnis und Begeisterung der beiden bekannten TV-Köche zu angeregtem Weiterlesen animierte. Was Meuth und Duttenhofer hier vorlegen, ist ein kritischer und informativer Blick auf die Produktion von Lebensmitteln sowie auf mögliche Alternativen zur konventionellen Lebensmittel-Massenindustrie. Die Themen des Buches...

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Kochschinken – igitt

Die Stiftung Warentest hat sich in der aktuellen Ausgabe (August) ihres Magazins mit abgepacktem Kochschinken befaßt und die Testergebnisse machen gerade die mediale Runde, stellvertretend sei hier der Artikel bei der Süddeutschen genannt und folgender Text aus der WELT: Klarer Testverlierer war der Kochschinken von Netto Nord: In ihm fanden sich Listerien, die für Schwangere und Babys gefährlich sind und bei älteren Menschen Hirnhautentzündung auslösen können. Der Discounter habe den Schinken aus dem Sortiment genommen, bis seine mikrobiologische Verunreinigung geklärt sei, berichtet „test“. Selbst die drei untersuchten Bio-Kochschinken schnitten wegen Keimbelastungen nur mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ ab. Testsieger mit einer allerdings ebenfalls leicht erhöhten Keimzahl war der „Delikatess Kochhinterschinken“ von Plus. Er schnitt als einziger mit „gut“ ab. Ja, lecker…

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Mandeln, roh und gesund

Wer sich etwas gutes tun will und ein paar wirklich gesunde Fette zu sich nehmen, hat in Mandeln einen ausgezeichneten Energie- und Nährstoffspender gefunden. Sie liefern essentielle Fettsäuren. Vitamin E, viele Mineralien und sind echte Kraftpakete. Allerdings sind konventionell erzeugte Mandeln – wie so viele Produkte – auch echte Schadstoffpakete, Mandeln werden in großen Monokultur-Plantagen (besonders in Spanien und Kalifornien) angebaut und kräftig gegen Schädlinge gespritzt, und trotz der harten Schale bleibt davon einiges in der Frucht zurück. Ein weiteres Problem ist, dass Mandeln oft nur erhitzt (geröstet, pasteurisiert) in den Handel kommen, was die Keimbelastung senkt, aber gleichzeitig die Fette und Eiweiße verändert und ihrer gesundheitlichen Wirkungen beraubt – nicht nur Rohköstler schwören auf rohe, unverarbeitete Mandeln. Das Almond Board of California, die grösste Lobbyvereinigung der Mandelproduzenten in...

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Fremde Küchen

Fremde Küchen

Nein, nicht um die Töpfe und Küchentraditionen anderer Länder geht es hier (obwohl ich mir wie auf einem anderen Planeten vorkam), sondern um das Aufeinandertreffen unvereinbarer Gegensätze – in diesem Fall, mir und der Küche meiner Schwiegermutter. Nachdem ich mir vor einiger Zeit ja schon beim Löffeln einer Linsensuppe bei ihr eine Dosensuppe gewünscht hätte, waren wir nun zur Goldenen Hochzeit angereist, und an den Tagen davor haben wir das eine oder andere an Essen zubereitet. (Das war der Zeitpunkt zu dem ich beschloß, mir demnächst einen Gewürz- bzw. Küchen-Notfallkoffer für Außeneinsätze zu designen.) Mitgebrachter Chicoree und Romanasalat sollte ein Dressing bekommen… und hätte ich nicht auch noch eine wunderbare Bio-Orange gehabt, die im Verein mit einer Lauchzwiebel (ebenfalls aus meinem Kühlschrank) den Salat letztlich rettete, wäre ich angesichts...

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Schöne neue Salatwelt?

Bei WIRED gefunden: A chemical that makes sour, acidic food taste wonderfully sweet may soon be flowing from a genetically altered lettuce created by scientists in Japan. A team of researchers at the University of Tsukuba genetically engineered lettuce into a living factory capable of producing large quantities of miraculin, a protein that can fool taste buds into thinking acidic foods and liquids are actually sweet. Miraculin works by bonding to sweet receptors on the tongue. Nun ist Miraculin keine besonders neue Erfindung. Miraculin is a rogue. Here is a protein which manages not only to shield a sour taste but also to make you believe that what you are eating or drinking is actually sweet! It is a 190 amino-acid glycoprotein and known as a super sweetener. Indeed,...

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Welches Steak schmeckt am besten?

Zugegeben, der Artikel ist nicht der neueste – bereits am 1. November schrieb Mark Schatzker für Slate seinen Bericht einer Blindverkostung diverser Steaks: Raising the Steaks. Und er lässt sich nicht 100prozentig auf deutsche oder auch nur europäische Maßstäbe übertragen, denn Hormone in der Tiermast sind in Europa tabu, während sie in den USA absolut normal und üblich sind. Dennoch ist der Artikel aus Slate interessant. Schatzker wollte nämlich genau wissen, was ein Steak zu einem wirklich guten Steak macht. Während die US-Lebensmittelbehörden Steakqualitäten nach der Optik und dem Fettgehalt (“marbling”) beurteilen, stellte er sich die Frage: But is marbling all there is to a good steak? Doesn’t, say, a cow’s diet have something to do with the way a steak tastes? And can someone please explain why that...

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Vorsicht Muscheln

Alle Jahre wieder … kommen die Warnungen vor Hepatitis-A bei Verzehr von Muscheln besonders im Mittelmeerraum. “Hauptsache, nicht roh!”, lautete ein gängiger Rat vor dem Verzehr von Meeresfrüchten aus dem Mittelmeer-Raum. Eine italienische Studie hat dies widerlegt und gleichzeit herausgefunden, wie man Muscheln trotzdem essen kann. – Quelle: Süddeutsche Zeitung Die Kurzfassung: Auch Kochen tötet den Hepatitis-A-Erreger nicht, jedenfalls nicht bei herkömmlichen Zubereitungsarten. Sowohl gekochte als auch gegrillte Muscheln erreichen etwa eine Kerntemperatur von 70 Grad C, um den Virus zu erlegen, sind jedoch für “längere Zeit” 85°C vonnöten. Unbedenklich sind dagegen Spaghetti Vongole bzw. alle Arten von Zubereitungen, bei denen die Muscheln lange in Sauce mitgekocht wurden. Die Forscher empfehlen Meeresfrüchteliebhabern mit Ziel Mittelmeer, sich vorsorglich gegen Hepatitis-A impfen zu lassen. (…) neue Studien zeigten, dass Muscheln und...

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