Kedgeree mit Räucherforelle


W E R B U N G


Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber im Hause Foodfreak steht im neuen Jahr nach dem ganzen feinen Essen der Feiertage wieder etwas einfachere Kost auf dem Plan; Dinge, die ohne viel Aufwand zu bewerkstelligen sind, aber dennoch lecker schmecken. Und zu meinen Lieblingsgerichten für solche Fälle gehört Kedgeree. Kedgeree, eine anglo-koloniale Verballhornung des indischen Khichri, besteht im allgemeinen aus Reis mit Currypulver und etwas Räucherfisch.

Traditionell ist hierbei Schellfisch, der in Milch geweicht wird, die dann auch an das Reisgericht gegeben wird. Hier habe ich eine Version mit Bückling vorgestellt, die heutige Fassung greift auf geräucherte Forellenfilets zurück.

Kedgeree mit Räucherforelle und Erbsen

Ganz bequem gesellen sich dazu noch feine Tiefkühlerbsen, und für etwas südindisches Flair sorgen (möglichst frische) Curryblätter – notfalls halt getrocknete. Sollten euch aber irgendwo frische curry leaves begegnen, kauft gleich eine größere Menge und friert sie ein, das funktioniert hervorragend.


Kedgeree mit Räucherforelle

Ergibt: 3-4 Portionen

Zutaten

  • 6 Eier, Klasse M
  • 3 Schalotten, in feinen Ringen (ersatzweise: 1 mittelgroße rote Zwiebel)
  • 2 Esslöffel Öl, bei mir: Kokosöl
  • 2 cm frischer Ingwer, fein gerieben
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 Teelöffel braune oder schwarze Senfsamen
  • 3 Teelöffel mittelscharfes Currypulver
  • 20 Curryblätter, möglichst frische
  • 300 Gramm Basmati-Reis, hier: Fair Trade-Basmatireis von Rii Jii
  • 250 ml Kokosmilch, oder Vollmilch
  • 500 ml Hühnerbrühe, oder Gemüsebrühe
  • 1 Kaffeetasse feine Tiefkühlerbsen, ca. 100-125 Gramm
  • 250 Gramm geräucherte Forellenfilets, in grobe Stücke zerpflückt

Zubereitung

  1. Die Eier wachsweich kochen (oder nach Geschmack). Abschrecken und beiseite stellen.
  2. In einem großen flachen Topf oder einer großen Pfanne (mit Deckel) das Öl erwärmen. Die Zwiebeln darin langsam anbraten, bis sie Farbe nehmen. Dann den Ingwer und Knoblauch zugeben. 1 Minute andünsten. Senfsamen und Curryblätter unterrühren. Das Currypulver darüber stäuben. Alles unter Wenden 2 Minuten braten lassen.
  3. Den Reis in den Topf geben, ungefähr 1-2 Minuten anrösten lassen. Kokosmilch (oder Milch) und Brühe dazu gießen, umrühren, eventuell angehaftete Reste vom Topf- oder Pfannenboden loskratzen. Alles zum Köcheln bringen, die Hitze reduzieren, und einen Deckel auflegen. Unter gelegentlichem Umrühren garen lassen, bis die Flüssigkeit absorbiert ist und der Reis weich ist (etwa 10 Minuten).
  4. Die Erbsen untermengen, heiß werden lassen. Zum Schluss das Forellenfilet vorsichtig unterheben und ebenfalls heiß werden lassen.
  5. Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und eventuell einem Spritzer Limettensaft abschmecken.
  6. Die Eier pellen, halbieren oder vierteln, und je Portion 1 1/2 Eier auf das Kedgeree setzen.

Dass Reis, Räucherforelle und Ei wunderbar zusammen harmonieren, habe ich schon mit meinem Bratreis mit Räucherforelle und rotem Eier-Relish gezeigt. Und auch in der Version mit Currypulver – ein einfaches Madras-Curry reicht vollauf – ist das eine gelungenen Kombination.

Ein Wort zum Reis

Reis gehört in meinem glutenfreien Haushalt quasi zu den Standards – da ich bekanntlich die Küchen Indiens und Sri Lankas sehr schätze, ist Basmatireis meine erste Wahl. Nach vielen Reisen durch reisanbauende Länder (Südostasiens) kann ich mit Gewissheit sagen, dass die dortigen Reisbauern, die das Grundnahrungsmittel für Millionen von Menschen produzieren, meist zu den Ärmsten der Armen gehören. Für uns ist Reis ein bequemes und oft billiges Nahrungsmittel, für diese Menschen ist der Reis, den sie essen, und das Einkommen, das sie mit dem Verkauf erzielen, tatsächlich die Lebensgrundlage. FairTrade-Kaffee ist heute im Wortsinn in aller Munde – ich finde, eine gerechte Entlohnung der Produzenten darf auch beim Reis gern selbstverständlicher werden.

Der Basmati-Reis von Rii Jii, den ich hier verwendet habe, wird ausschließlich in den Kooperativen „Uttaranchal“ und „Ramnagar“ im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand angebaut. Die Einwohner Uttarakhands leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Der Reis ist bio- und fairtrade-zertifiziert. Angebaut wird eine alte Reissorte namens „Taraori“.

Rii Jii schreibt dazu:

Diese Ursorte des Basmatireis ist in seinem Anbau sehr arbeitsintensiv und erfordert viel Handarbeit. Taraori-Basmati kann nur einmal im Jahr geerntet werden. Die Pflanze ergibt nur wenig Ertrag. Die Bio- & Fairtrade-Zertifizierung stellt für den Verbraucher sicher, dass die Herkunft des Reises vom Halm bis zum Kochtopf lückenlos nachvollziehbar ist. Die Reissorte „Taraori“ hat einen dezenten fruchtig, blumigen basmatitypischen Duft und schmeckt sehr aromatisch. Der Reis lagert mindestens ein Jahr, bevor er abgefüllt wird. Erst nach diesen 12 Monaten entfalten sich Duft- und Aroma zum Besten. Für europäische Gaumen ein einmaliges, authentisches Geschmackserlebnis.

Einmalig ist der Geschmack sicher nicht – ich habe auch schon anderen ganz hervorragenden Basmatireis gegessen. Aber der Reis ist wirklich lecker und hat eine tolle Textur, die sich gerade in dem sehr feucht gegarten Kedgeree hier ausgezeichnet macht. Wer seinen Reis lieber vollwertiger mag, findet bei Rii Jii auch Vollkorn-Basmati, und außerdem italienischen Milchreis/Risottoreis von Kleinproduzenten aus Norditalien, sowie Jasminreis von einer Kooperative in Ubon Ratchathani, Thailand.

Basmati-Reis von Rii Jii - Link zum Shop
 


HINWEIS: Der Reis wurde mir von Rii Jii unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Bis auf das wörtliche Zitat sind alle Inhalte sowie Bilder meine; eine inhaltliche Beeinflussung dieses Beitrages fand nicht statt. Da ich für diesen Beitrag zusätzlich ein Honorar erhalte, handelt es sich um WERBUNG.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Das Honorar sei dir gegönnt! Von deinen Appetit stiftenden Reisgerichten, kann ich gar nicht genug auf der Nachkochliste haben! Das eine oder andere schafft es sogar bis in Topf oder Pfanne … 🙂
    Auf die Idee, Reis mit geräuchertem Fisch und Ei zu kombinieren, wäre ich vermutlich nicht alleine gekomnmen. Und dass ich Fan einfacher köstlicher Gerichte bin, dürfte eh hinlänglich bekannt sein.

  1. 24. Januar 2018

    […] ich bei dem Kedgeree ja schon schrieb, gehört Reis in meinem (glutenfreien) Haushalt quasi zu den Standards, und wenn […]

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