Cranberry-Puffreis-Granola zu Wild


W E R B U N G


Wie es bei uns Tradition hat, haben der Liebste und ich uns zu Weihnachten ein aufwändiges Rezept mit vielen Komponenten vorgenommen, dieses Mal war das Venison, Creamsicle Potatoes, Cranberry Granola, Coffee aus dem von uns sehr geschätzten Buch VOLT Ink. der beiden Voltaggio-Brüder. Das stellte mich hier und da vor ein paar Zutaten-Aufgaben, die sich nicht immer lösen liessen. „White creamsicle sweet potatoes“ etwa fielen unter, da muss ich passen.

Das Gesamtgericht verblogge ich bei Gelegenheit einmal, eine Komponente daraus wollte ich aber gesondert vorstellen: das Cranberry-Granola. Nicht nur, weil dies das zweite Rezept ist, das ich mit dem FairTrade-Basmati-Reis von Rii Jii gemacht habe, obgleich das natürlich ein Grund ist, sondern vor allem, weil es doch ein eher umfangreiches Rezept ist.

Cranberry-Puffreis-Granola

Bei Granola denkt man ja eher an etwas Süßes, und die Zutatenliste liest sich auch durchaus „süß“. Das Endprodukt – eine Art knusprige dicke Reiswaffel mit aromatischen Zusätzen – schmeckt aber nicht wie ein süßes Getreidefrühstück, sondern ausgesprochen würzig-lecker mit süß-säuerlichen Untertönen.

Insgesamt ist die Herstellung des Cranberry-Granolas nicht schwierig, sie erfordert nur eine ganze Menge kleine Schritte, die sich dafür aber auch bestens vorbereiten / einen oder zwei Tage vor dem großen Auftischen bewerkstelligen lassen. Ideal also, wenn man Gäste mit etwas Besonderem überraschen möchte.


Cranberry-Granola (Beilage zu Wild)

adaptiert nach: VOLT Ink.

Ergibt: 6 Portionen

Zutaten

  • Öl, zum Frittieren, bei uns: Erdnussöl
  • 100 Gramm Süßkartoffel, geschält
  • 100 Gramm Knollensellerie, geschält
  • 1 Teelöffel feines Salz, plus mehr zum Abschmecken
  • 100 Gramm weißer Langkorn-Reis, hier: Basmati
  • 50 Gramm Vollkorn-Haferflocken, grobe
  • 35 Gramm Pinienkerne
  • 83 Gramm Glukosesirup
  • 40 Gramm flüssiger Honig, hier: Orangenblütenhonig
  • 50 Gramm frische Cranberries

Zubereitung

  1. Die Pinienkerne trocken in einer kleinen Pfanne anrösten und abkühlen lassen. Den Sellerie und die Süßkartoffel in hauchdünne Streifen hobeln (das geht z.B. mit einer Mandoline, ich habe den Sparschäler genommen). Die Cranberries waschen, gut abtrocknen, und größere Beeren ggf. halbieren, so dass eine möglichst einheitliche Größe entsteht.
  2. Das Öl im Frittiertopf auf 180°C erhitzen. Die Süßkartoffelstreifchen darin portionsweise goldbraun frittieren (geht sehr schnell!) und mit einem Schaumlöffel herausheben. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und leicht salzen. Mit dem Sellerie genauso verfahren.
  3. Die Temperatur auf 200°C erhöhen. Den Reis portionsweise in den Topf geben – ACHTUNG, der gewinnt SEHR an Volumen! – und aufpuffen lassen. Sobald er aufgepoppt ist, herausfischen, auf ein mit Küchenpapier ausgelegtes Blech transferieren. Leicht salzen, mit dem restlichen Reis genauso verfahren.
  4. Wenn alles abgekühlt ist, eine große Schüssel bereitstellen. Den Reis, die Süßkartoffel- und Selleriestreifchen, die Haferflocken sowie die Pinienkerne darin miteinander vermengen. Ein Blech leicht einölen (ich habe das Blech genommen, auf dem der Reis abgetropft war, da war genug Öl dran).
  5. In einer mikrowellentauglichen Schale die Cranberries mit dem Glukosesirup, dem Honig und dem Teelöffel Salz vermischen. In der Mikrowelle 1 Minute auf höchster Stufe erwärmen. Sollte der Glukosesirup noch nicht ganz flüssig sein, weitere 20 Sekunden erwärmen. Die Mischung durchrühren und sofort über den Reis in der Schüssel verteilen. Gründlich durchrühren.
  6. Das Granola auf das vorbereitete Blech geben und abkühlen lassen. Bis zur Verwendung bei Zimmertemperatur aufbewahren. In einem luftdicht verschlossenen Beutel hält sich das vorbereitete Granola bis zu einer Woche.

FERTIGSTELLUNG

  1. Den Ofen auf 120 °C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Einen 5 cm durchmessenden Servierring mit dem Granola füllen und einen dicken Ring auf das Backpapier pressen, am Ende sollten 6 Portionen auf dem Blech sein. Wir haben zunächst mit einem quadratischen Servier“ring“ gearbeitet, bis der Liebste auf die wirklich großartige Idee kam, einfach die AeroPress dafür zu benutzen. Einfüllen, rausdrücken, fertig!
  2. Granola in der Aeropress animiert
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  3. Den Granola-Puffreis ca. 20 Minuten im Ofen heiß werden lassen. Zu Wild servieren.

Auf dem Teller ist das Granola dann nicht bloß ein Hingucker – es ist auch eine wirklich leckere Komponente, die ein klassisches Wildgericht um viel aufregende Texturen ergänzt. Und ich kann nur sagen: die Arbeit hat sich gelohnt.

20171225-granola-teller

In VOLT Ink. wird der Reis trocken aufgepufft / frittiert und so habe ich es oben auch stehen lassen. Mein Puffreis ist allerdings etwas anders entstanden: ich habe den Basmati 24 h eingeweicht, dann im Reiskocher gegart, dann auf dem Dörrapparat wieder getrocknet, bevor ich ihn frittiert habe. Die Vorgehensweise stammte aus einem anderen ausgetesteten Rezept aus einem malaysischen Food-Magazin, das aber am Ende nicht das wurde, was es versprochen hatte zu sein. Die Begründung dort war dafür, dass man dadurch sicherstelle, dass alle Stärken gequollen sind und später problemlos aufpuffen. Ich halte den Aufwand aber doch für etwas zu extrem…

Ein Wort zum Reis

Wie ich bei dem Kedgeree ja schon schrieb, gehört Reis in meinem (glutenfreien) Haushalt quasi zu den Standards, und wenn ich die Wahl habe, meinen Reis in Bio-Qualität und mit Fairtrade-Zertifizierung zu beziehen, dann tue ich das gern.

Der Basmati-Reis von Rii Jii, den ich hier verwendet habe, wird von zwei kleinen Kooperativen im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand angebaut. Die Einwohner Uttarakhands leben hauptsächlich von der Landwirtschaft.

Rii Jii schreibt dazu:

(Dieser) Basmatireis ist in seinem Anbau sehr arbeitsintensiv und erfordert viel Handarbeit. Taraori-Basmati kann nur einmal im Jahr geerntet werden. Die Pflanze ergibt nur wenig Ertrag. Die Bio- & Fairtrade-Zertifizierung stellt für den Verbraucher sicher, dass die Herkunft des Reises vom Halm bis zum Kochtopf lückenlos nachvollziehbar ist. Die Reissorte „Taraori“ hat einen dezenten fruchtig, blumigen basmatitypischen Duft und schmeckt sehr aromatisch. Der Reis lagert mindestens ein Jahr, bevor er abgefüllt wird. Erst nach diesen 12 Monaten entfalten sich Duft- und Aroma zum Besten. Für europäische Gaumen ein einmaliges, authentisches Geschmackserlebnis.

Der Reis schmeckt uns wirklich gut und hat sich auch in dieser eher ungewöhnlichen Zubereitung ganz ausgezeichnet geschlagen.

Wer seinen Reis lieber vollwertiger mag, findet bei Rii Jii auch Vollkorn-Basmati, und außerdem italienischen Milchreis/Risottoreis von Kleinproduzenten aus Norditalien, sowie Jasminreis von einer Kooperative in Ubon Ratchathani, Thailand.


HINWEIS: Der Reis wurde mir von Rii Jii unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Bis auf das wörtliche Zitat sind alle Inhalte sowie Bilder meine; eine inhaltliche Beeinflussung dieses Beitrages fand nicht statt. Da ich für diesen Beitrag zusätzlich ein Honorar erhalte, handelt es sich um WERBUNG.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Veronika sagt:

    Wow, was für ein interessantes und kreatives Rezept. Bin begeistert vom Puffreis!

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