Swiss Mountain Spring Ginger Ale

Eine einfache Verkostung dieses Swiss Mountain Spring Ginger Ales führte zu Wissensdurst. Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Ginger Beer und Ginger Ale? Im Großen und Ganzen ist Ginger Beer intensiver als Ginger Ale.

Zuerst war das Ginger Beer. Als es Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden ist, war es allerdings recht verschieden zu dem, was wir heute als Ginger Beer bezeichnen. Mit bis zu 11% vol. hatte es einen hohen Alkoholanteil. Dabei wurde gepresster, geriebener Ingwer, Wasser und Hefe vergoren, und es entstand eben ein richtiges Beer. Später wurde es dann noch gesüßt und mit Zitronensaft verfeinert.

Im Gegensatz dazu kam Mitte des 19. Jahrhunderts dann das Ginger Ale auf. Es war nicht vergoren und hatte von Anfang an keinen Alkohol. Hergestellt wurde und wird es noch heute mit Ingwerextrakt. Damit war es nicht ganz so stark und setzte sich spätestens mit der Prohibition durch. Heute sind beide Varianten ohne Alkohol. Und je nach dem, wie stark der Ingwer sein soll, nimmt man ein Beer oder ein Ale.

Wir nahmen in diesem Fall ein Ale, denn das Beer hatten wir schon verkostet. Pur haben wir zuerst probiert, dann mit Gin, aromatisiertem Gin und mit Bourbon.

Der Ingwer in der Limonade ist immer noch sehr deutlich. Dennoch ist er nicht zu stark und es brennt nicht so sehr, wie es beim Ginger Beer getan hat. Im Geschmack finden wir ein bisschen Karamell. Insgesamt ist es uns aber etwas zu süß.

Mit dem Löwen Gin riechen wir aus dem Ginger Ale weniger Ingwer, dafür aber Orange und ganz leicht sogar Wacholder. Im Geschmack wird durch den Gin die Ingwerschärfe verstärkt. Der Wacholder ist heraus zu schmecken. Sonst aber nichts, und so erscheint uns die Kombination nicht rund.

Nehmen wir einen Gin, der mit Pflaumen aromatisiert wurde, erhalten wir ein ganz anderes Getränk. Pflaume und Ingwer passen an sich ja schon sehr gut zusammen. Die Pflaume aus dem Southstreet Plum Gin kommt deutlich hervor. Auch Wacholder und Ingwer sind dabei. Die Kombination passt – allerdings nur im Geruch. Süß, bitter, holzig und erdig schmeckt der Drink. Doch irgendwie will das alles leider nicht zusammen passen.

Bringen wir das Ginger Ale mit seinem natürlichen Partner zusammen. Mit Bourbon müsste es immer passen. Wir nehmen den Stetson. Vom Ingwer finden wir nun fast nichts mehr, wir riechen gerade so nur noch den Bourbon. Etwas Aprikose und Honig ist noch dabei. Auch im Geschmack geht das Ale fast unter. Etwas Honig und Karamell, leichte Zitrusaromen und etwas Ingwer beschreiben die Aromen am besten.

Fazit

Nun, schlecht ist das Ginger Ale nicht. Für sich gesehen gefällt es uns ziemlich gut. Doch wir würden das Ginger Beer bevorzugen. Es schmeckt uns einfach besser. Und als Mixer gefiel es uns auch besser.

Leider sind die Produkte von Swiss Mountain Spring nicht mal eben im Supermarkt zu finden. Doch auf der Website gibt es eine Liste mit Bezugsquellen.

Disclaimer

Das Swiss Mountain Spring Premium Ginger Ale wurde uns von Swiss Mountain Spring unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

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