Tchibo Kaffeerarität No. 04/2017 – Márcala, Honduras

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Momentan gibt es bei Tchibo einen feinen mittelamerikanischen Kaffee aus ihrer Raritäten-Reihe, den Márcala-Kaffee aus Honduras.

Wo kommt der Kaffee her?

Tchibo gibt an, die Bohnen stammten von der Farm Cerro Bueno nahe der Stadt Márcala in Honduras. Im Begleittext steht dann „von Farmen aus der Region Márcala“ mit entsprechender Zertifizierung.

Das Projekt ist – wie alle Raritäten von Tchibo – von der Rainforest Alliance zertifiziert, und die Plantage in Cerro Bueno, das „Gesicht“ dieses Kaffees, gibt es seit beinahe 50 Jahren.

210 Hektar Land vereint die Familie Acosta auf ihrer Plantage in der Region Márcala. Gründer Omar Acosta erhielt im Alter von zwölf Jahren hundert Kaffeepflanzen von seinem Vater und gründete 1970 seine erste eigene Farm, die mittlerweile erfolgreich von der dritten Generation geführt wird.

Heute unterstützt die Farm zusätzlich unterschiedliche Programme zur Wiederbewaldung und zeigt großes Engagement in der Förderung lokaler Schulen sowie der sozialen Absicherung von Frauen und Kindern.

Das schreibt der Hersteller

Auf über 1.500 Höhenmetern wächst der Kaffee unter dem Schutz von Schattenbäumen in einer der besten Anbauregionen des Landes heran. Dort werden die einzelnen Kirschen von Hand gepflückt und anschließend mit hoher Sorgfalt aufbereitet. Durch die spezielle Röstung entfaltet der Kaffee seinen ausgewogenen Geschmack mit einer zarten Note von Nougat.

So sehen die Bohnen aus

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Kleine bis mittelgroße Bohnen mit einem zarten Hellbraun, dazwischen auch ein paar Perlbohnen, wohlgeformt, kaum Bruch und Beschädigtes dazwischen – von den Bohnen geht ein feiner, leicht säuerlicher Duft aus, und die versprochene Nougat-Note ist deutlich zu erschnuppern-

Und wie schmeckt der Kaffee nun?

Aus der French Press macht der Márcala eine solide Figur- eine kräftige, aber nicht wuchtige Tasse Kaffee mit viel Nougat und einem Hauch angenehmer Säure – so dürfte er auch mit etwas Sahne und/oder Zucker gut schmecken.

Wirklich lecker fand ich ihn handgefiltert (bei uns seit geraumer Zeit mit dem Kalita Wave Dripper) – vom Körper her eher frisch und leichtfüßig, nur leicht nussig, dafür mit einer sehr munter machenden feinen Säure – ein Kaffee, den ich so den ganzen Tag trinken könnte.

Durch die Aeropress gedrückt gefiel er uns dagegen überhaupt nicht; die kurze Brühzeit setzt vor allem Bitternoten frei, aber so gut wie nichts vom ausgewogenen Aroma dieses Arabica-Kaffees.

Da die Brühdauer hier ganz offensichtlich eine Rolle spielt, lag es nahe, den Kaffee auch als ColdBrew zuzubereiten – an einem der letzten warmen Tage des Jahres 2017, und tatsächlich: hier spielt die Rarität No. 4 ihre Stärken voll aus. Ein ganz fabelhafter, vollmundiger, aromatischer, superleckerer Kaffee kommt dabei heraus, von dem ich gern für die nächste Sommersaison noch mehr hätte. Allerdings dürfte der Márcala bis dahin schon sehr lange abverkauft und ausgetrunken sein….

Fazit

Für Liebhaber von Filterkaffee und ColdBrew ist der Márcala Honduras sehr zu empfehlen. Mit 10,89€ für das Pfund ist er allerdings auch nicht ganz günstig. In den meisten Tchibo-Filialen sollte er zu finden ein, derzeit ist er auch online noch erhältlich.


Der Kaffee wurde mir von Tchibo für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

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