Nikka Whisky Food Pairing

Gerichte und einzelne Speisen einer Menüfolge kombiniert man gerne mit dem passenden Wein. Aber es muss nicht immer Wein sein — auch Whisky eignet sich hier hervorragend. Um dies zu beweisen, lud Nikka Whisky zum Tasting mit Food Pairing ein.

Da Petra nicht konnte, machte ich mich trotz strömenden Regens auf in die Kochschule des Restaurants NIL in Hamburg. Hier erwartete uns der Brand Ambassador von Nikka, Mario Kappes, der einigen Hamburgern auch als ehemaliger Bartender des Le Lion bekannt sein dürft. Unterstützt wurde er von Sören, Koch des Restaurants NIL.

Nach einem Mizuwari, Rezept weiter unten, als sehr leckerem und passendem Begrüßungscocktail, wurden wir an die Tafel gebeten. Die fünf Tastinggläser, gefüllt mit verschiedenen Whiskys von Nikka, mussten wir erst einmal ignorieren. Mario Kappes berichtete uns über die Entstehung von Nikka und dessen Gründer Masataka Taketsuru.

Danach war vor den Genuss noch mal etwas Arbeit gestellt. Wir wurden eingespannt, um bei noch ein paar Vorbereitungen in der Küche zu helfen. Während einige die Maistarte fertigstellten, andere die Glutkartoffel.Creme zubereiteten und wieder andere die Kekse für das Dessert in den Ofen schoben, parierte Torben von der Trinklaune mit mir das Flank-Steak. Zur Belohnung gab es einen Nikka auf Eis.

Dann ging es an das Tasting mit Essen. Ziel war es, nicht nur zu zeigen, dass Whisky zu einem leckeren Essen passt, sondern auch darin verarbeitet werden kann. Der jeweilige Whisky, den wir probierten, wurde auch immer in dem entsprechenden Gericht benutzt. Dabei begannen wir mit den Single Malts und gingen dann zu den Blends über. Vorab gab es ein Amuse Gueule, geröstetes Brot mit Ziegenkäse und Whisky-Pfirsich-Kompott.

Nikka Yoichi Single Malt

Yoichi liegt auf der nördlichsten der japanischen Inseln. Masataka Taketsuru hatte die Destille hier angesiedelt, weil das Klima den schottischen Inseln entspricht. So wird dann auch der Whisky hier hergestellt. Die Destillen sind denen in Schottland nachempfunden, und auch die Produktionsweise ist sehr ähnlich. Entsprechend hat der Yoichi auch einen rauchig-torfigen Charakter. Ich mag rauchige Whiskys nicht so, doch dieser war lecker und passte auch sehr gut zum Gericht: Geräucherter Sellerie mit Sellerie-Sponge und Kichererbsenschaum.

Sellerie – Kichererbse – Wasabi

Nikky Miyagikyo Single Malt

In Miyagikyo liegt die zweite Destille von Nikka. Sie ist weiter im Süden, und hier werden auch andere Whiskys hergestellt. Der Charakter der Whiskys von hier ist weniger rauchig und entspricht mehr, aber nicht nur, den schottischen Lowlands. Zum Miyagikyo Single Malt gab es in Brombeeren marinierten Schellfisch mit Glutkartoffel-Creme und Brombeerschaum. In der Marinade war neben den Brombeeren, was der Optik des Fisches sehr zuträglich war, noch Miyagikyo Single Malt. Ein sehr leckeres Gericht.

Schellfisch – Brombeeren – Kapuziner Kresse – Glutkartoffel Creme

Nikka Coffey Malt

Der Coffey Malt von Nikka ist ein Blend aus verschiedenen Produktionen, die wie ein Single Malt alle aus 100% gemälzter Gerste hergestellt wurden. Allerdings kommen sie nicht aus der klassischen Kupferdestille, sondern aus einer Coffey Still, also einer Kolonnendestille. Durch die andere Destillation erhält der Whisky einen anderen Charakter, der mir zwar schmeckte, aber nicht ganz so gut wie die Single Malts. Dazu gab es ein nicht ganz so banales Wassereis. Es war der Coffey Malt drin verarbeitet, und das Eis war recht erfrischend.

Whisky-Wassereis

Nikka Coffey Grain

Ich muss mich als Bourbon-Fan outen. Der Coffey Grain von Nikka wird mit einem hohen Maisanteil destilliert. Und er kommt in Eichenfässer. Am Ende gefiel er mir am Besten, was unter anderem daran lag, dass sein Geschmacksprofil einem Bourbon entsprach. So passte er in der Whisky-Bernaise dann auch perfekt zum Gericht mit Flanksteak, Romanesco und einer Maistarte. Das Fleisch war hervorragend, was natürlich nur an der Vorbereitung lag.

Flanksteak – Romanesco – Maistarte – Whisky Bernaise

Nikka from the Barrel

Aus allen Destillaten wird am Ende der Nikka from the Barrel geblendet. Es ist ein milder, aber nicht weniger leckerer Whisky. Ich würde ihn den Brot und Butter Whisky von Nikka nennen, auch wenn man es da vielleicht nicht so gerne hört. Wir hatten ihn schon als Einleitung des Abends, nun gab es ihn noch einmal zum Abschluss mit einem Parfait von Weißer Schokolade mit Nikka from the Barrel, einem weichen Schokoladenkeks und einem Pflaumenkompott. Auch hier, sehr lecker und passend.

Weißes Schokoladenparfait – Schokoladenkeks – Pflaumen

Der Abend hat gezeigt, dass aus Japan nicht nur sehr schöne und gute Whiskys kommen, sondern sich diese auch sehr gut anstatt Wein zu leckeren Gerichte paaren lassen. Ein besonderer Dank geht an Mario „Leute mit denen ich esse, duze ich“ Kappes. Er führte locker und erfrischend durch den Abend. Wer die Gelegenheit hat, an einem Tasting mit Mario Kappes teilzunehmen, der sollte das tun. Zu guter letzt gibt es noch das versprochene Rezept für den Mizuwari.

Mizuwari

Für den schon oben erwähnten leckeren und einfachen Whisky-Cocktail – oder eher Longdrink – füllen wir ein Glas mit Eiswürfeln und geben 3cl Nikka from the Barrel hinein. Dieses füllen wir dann mit 6cl stillem Wasser auf. Sehr schön, sehr frisch und der Whisky geht trotz der großen Wassermenge nicht unter.

Hier bleibt und dann nur noch die japanische Version von Prost zu sagen: Kapei!

Disclaimer

Wir wurden von Nikka und der Agentur lauffeuer zum Nikka Whisky Food Pairing eingeladen.Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung und die zur Verfügung gestellten Bilder und Materialien.

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