FIN SPRUCE – Fichtennadeln aus Slowenien

Ja, zugegeben, der Titel suggeriert, dass wir jetzt schon Fichtennadeln probieren und verkochen. Doch dem ist nicht so. Dies wurde für uns schon von Krucefix in Slowenien erledigt. Und so landeten sie bei uns flüssig und in der Flasche als Fichtennadeln-Spirituose. Der Name passt wie die Faust aufs Auge: FIN SPRUCE. Das grüne Flaschendesign tut ein Übriges.

Ähnlich wie beim Gin der Wacholder werden hier die Fichtennadeln verwendet. Frisch gepflückt in den slowenischen Karawanken kommen sie in die Destille, um einen Rohalkohol herzustellen. Dieser wird dann noch einmal mit den Fichtennadeln mazeriert und erneut destilliert. Frisches Quellwasser sorgt anschliessend für die Trinkstärke von 40%.

Jetzt fragt sich nur, wie schmeckt denn dieser Fichtennadelschnaps? Wir haben wagemutig probiert. Natürlich waren wir sehr gespannt, und nach dem ersten Schluck fanden wir das auch sehr spannend und vor allem unerwartet. Der Geruch ist noch klar, die Fichte ist dominant. Wir müssen an einen dichten Nadelteppich am Boden eines Fichtenwaldes denken. Auch etwas Moos ist da. Faszinierend, wie der Kopf den Geruch in Bilder umwandelt.

Der Geschmack ist klar und deutlich: Da sind Fichtennadeln drin, das ist sicher. Etwas Süße steckt dahinter und vor allem eine schöner weicher Auftritt auf der Zunge. Die Aromen sind sauber und klar, diese Spirituose ist sehr gekonnt gemacht und vor allem doch so unerwartet. Wir hätten mit viel gerechnet. Mit einem Fichtenhammer. Der ist auch da, aber er ist aus Gummi – und das ist auch gut so. Die Fichtenaromen sind deutlich vorhanden und doch unaufdringlich. Sehr, sehr schön.

Was machte man nun mit einer Fichtennadel-Spirituose? Nach dem ersten Eindruck würden wir sagen, man kann sie wie Gin verwenden. Pur ist FIN SPRUCE sehr lecker und braucht nur etwas Eis und vielleicht etwas Zitrus. Ein Fin Tonic lässt sich auch sehr gut umsetzen. Dem einen oder anderen Drink gibt die Fichte einen zusätzlichen Twist.

Wer nun selbst probieren möchte, der findet FIN SPRUCE zum Beispiel bei der Weinquelle. Die Flasche mit einem halben Liter kostet etwa 44 Euro. Das ist jetzt für die Menge nicht gerade wenig, bedenkt man allerdings den Seltenheitswert, die handwerkliche Herstellung und aufgrund der starken Aromen den sparsamen Einsatz, geht das noch.

FIN SPRUCE hat noch einen Bruder, den BRIN KRUCE. Dieser Gin ist im Gegensatz zu anderen Gins ein reiner Wacholderbrand, der in gleicher Weise hergestellt wird. Den Bericht dazu gibt es bei Gin-Nerds.

Disclaimer

FIN SPRUCE wurde uns von der Agentur Gummig unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

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