Fenchel-Pickles nach Broad Fork

Fenchelkiste

Wenn einem das Leben eine wunderschöne Kiste Fenchel für wenig Geld vor die Nase hält, dann fackelt man nicht lange, sondern greift zu. Und dann steht man im Zweipersonenhaushalt ganz schnell vor dem Problem, dass man so viel Fenchel, bei aller Liebe zu dem Gewächs, gar nicht aufessen kann, ehe er seine pralle Schönheit verliert. Und nun?

Nachdem ich gerade erst aus Broad Fork ein Gericht mit Fenchel und Kohlrabi gekocht hatte, erinnerte ich mich an das ebenso dort zu findende Rezept für Pickled Fennel.

Acheson schreibt dazu

A versatile condiment for your refrigerator door. Mince them onto a piece of poached salmon, finish a gravy for chicken, put in salads, or garnish a gin and tonic.

Alles durchaus mein Ding, also frisch ans Werk.


Fenchel-Pickles nach Broad Fork

Ergibt: 2 Gläser

Zutaten

  • 2 große Fenchelknollen, dünn gehobelt, ca. 750 Gramm
  • 1 Esslöffel Staudensellerie in feinen Scheibchen (bei mir: etwas Schnittsellerie aus dem Garten)
  • 1 Esslöffel frisches Dillgrün, gehackt
  • 125 ml Reisessig
  • 125 ml Wasser
  • 1 Teelöffel Meersalz
  • 1 1/2 Teelöffel Zucker
  • 1/2 Teelöffel Selleriesamen
  • 1/2 Teelöffel Chiliflocken, hier: koreanische
  • 1 kleines Lorbeerblatt, grob zerbrochen

Zubereitung

  1. Fenchel, Sellerie und Dill in einer Schüssel gut durchmischen. Dicht gepackt in zwei vorbereitete (sterilisierte) Gläser füllen, dabei 2-3 cm Platz zum Rand lassen.
  2. In einem kleinen Topf Essig, Wasser, Salz, Zucker und die Gewürze aufkochen lassen, danach auf mittlerer Hitze etwa 5 Minuten simmern lassen. Heiß über den Fenchel gießen, dabei ca. 1 cm Platz nach oben lassen. Mit den Twist-Off-Deckeln verschließen.
  3. Wenn die Gläser abgekühlt sind, im Kühlschrank aufbewahren-

 

Fenchelpickles

Ich habe nur ein halbes Rezept (in etwa) gemacht, das obige sind meine Mengen, das passt in 2 380-ml-Standardgläser.

Der Fenchel eignet sich sowohl als Grillbeilage als auch als Beigabe zu bunten Salaten / Salattellern ganz fabelhaft, auch in Wurstsalat lässt er sich gut einsetzen. Besonders mag ich daran, dass das Gemüse noch Eigenaroma hat, aber die Gewürze damit gut harmonieren, und der sehr milde Reisessig nicht alles durch Säure erschlägt. Dafür müssen die Pickles halt auch in den Kühlschrank.

Auch nach fast 4 Wochen im Kühlschrank sind Biß und Geschmack 1a, so lange hält sich das Gemüse also auf jeden Fall. Gibt’s garantiert wieder.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Wunderbar, das wird ausprobiert. Solche Vorräte aus dem Kühlschrank lobe ich mir 🙂

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