Tomatensalat mit gerösteten Zitronen

Auf der Suche nach Ideen für meine wunderschönen bunten Tomaten aus dem Terrassengarten blieb ich kürzlich an einem Rezept für einen Tomato and Roasted Lemon Salad bei health.com hängen, für den dort Plenty More von Yotam Ottolenghi als Quelle angegeben wird (Deutsch: Vegetarische Köstlichkeiten). Die sehr orientalische Aromatik sprach mich gleich an, und dann fiel mir auch noch einer der ersten Granatäpfel der Saison in die Hände – perfekt.

Tomatensalat mit gerösteten Zitronen

Die einzig eher schwierig zu findende Zutat war für mich „pomegranate molasses“, die es im türkischen Gemüseladen auch als Granatapfelsauce gibt (nicht mit Grenadine zu verwechseln, der Granatapfelsirup ist stark süßsauer).


Tomatensalat mit gerösteten Zitronen

nach Yotam Ottolenghi

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 2 mittlere Bio-Zitronen, in dünnen Scheiben, soweit möglich entkernt
  • 3 Esslöffel Olivenöl, getrennte Verwendung
  • 1/2 Teelöffel feiner Zucker
  • 8 Salbeiblätter, in feine Streifen geschnitten
  • 2 2/3 Cups bunte Kirsch- und Babytomaten, halbiert oder geviertelt; hier: ca. 600 Gramm
  • 1/3 Cup glatte Petersilie, abgezupft = nach Augenmaß
  • 1/2 Cup Minzblättchen, hier nach Augenmaß
  • 1 kleiner Granatapfel, ausgelöste Samen
  • 1/2 Teelöffel Piment, gemahlen
  • 1/2 kleine rote Zwiebel, in feinen Ringen = hier: etwas mehr
  • 1 1/2 Esslöffel Granatapfelsauce, „pomegranate molasses“
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 160°C vorheizen. Die Zitronen 2 Minuten in kochendem Wasser abblanchieren. Gründlich abtrocknen. In einer kleinen Schüssel 1 Esslöffel Öl, 1/2 Teelöffel Salt, den Zucker und den Salbei mischen. Die Zitronenscheiben darin gründlich wenden, und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilen. Etwa 20 Minuten backen, bis die Zitronen etwas angedörrt sind. Herausnehmen und abkühlen lassen.
  2. Die gerösteten Zitronen mit Salbei für einen Tomatensalat nach Ottolenghi duften wunderbar. #food

  3. Die Tomaten in eine Salatschüssel geben, mit Piment bestreuen, Petersilie, Minze, Granatapfelkerne, Granatapfelmelasse, Zwiebelringe, die restlichen 2 Esslöffel Olivenöl, 3/4 Teelöffel Salz und etwas Pfeffer aus der Mühle zugeben, durchmischen. Die Zitronenscheiben unterheben, alles kurz durchziehen lassen, und servieren.

Wie oben schon zu sehen, habe ich die Mengen eher locker abgeschätzt, mit Ausnahme von Piment, Öl und Granatapfelsirup. Tomaten, Petersilie und Minze sowie Salbei kamen ohnehin aus eigenem Anbau, das muss man nicht so sklavisch genau nehmen, finde ich.

Die Zitronen dufteten auf dem Blech ganz wunderbar, allein schon zum Aromatisieren der Küche ein echter Hit. Im Salat dagegen fand ich sie… nicht wirklich eßbar – sie verliehen der Gesamtmischung ein wirklich wundervolles Aroma, solo waren sie aber hart, zäh, bitter, sauer. Zum Vergleich: die geröstete Meyer Lemon zum gerösteten Blumenkohl war sehr gut essbar, vielleicht wegen ihrer ureigenen Süße, aber auch, weil sie doch deutlich länger geröstet wurde.

So haben wir die Zitronenscheiben also untergemischt, den Salat etwas durchziehen lassen, und sie beim Essen dann wieder herausgefischt. Das war etwas suboptimal. Davon abgesehen ist der Salat aber wirklich lecker und hoch aromatisch, und die Mischung aus „pomegranate molasses“, Olivenöl, Minze, Petersilie und Piment ist für andere tomatenlastige Salate vorgemerkt.

Ottolenghi schreibt zu dem Salat:

You can bulk it up, as I did in Sardinia, by adding lots more leaves and fresh herbs and some cooked fregola. This will turn the salad into a whole meal. Otherwise, serve it with oven-roasted potatoes or panfried fish.

Kann man machen, und dann kommen 4 Portionen auch hin, als leichtes, sommerliches Mittagessen passt das an einem heißen Tag aber auch durchaus so für zwei. Lecker.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

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