Curry aus Flaschenkürbis und Kichererbsen – Lauki Chana Dal Ki Sabzi

20160825-SM-N920C-lauki-3Neulich fiel mir beim Asiaten ein schöner rundlicher Flaschenkürbis in die Hand, und da ich im Hinterkopf bestimmt noch ein halbes Dutzend Rezepte aus der indischen Küche dazu hatte, musste der trotz des recht hohen Preises mit.

Bei uns sind Flaschenkürbisse (Kalebasse, in Indien auch lauki oder doodhi) eher nicht so verbreitet, in tropischen Regionen dagegen um so mehr. Laut Wikipedia können die Ranken der Pflanze über 10 Meter lang werden, das gelingt eh nur in heiß-feuchten Klimaten. Und erstaunlicherweise ist der Flaschenkürbis wohl eines der ältesten Kulturgemüse der Welt, das sowohl in Amerika als auch in Afrika und Asien schon vor Tausenden von Jahren verspeist wurde.

Die rundlichen, hellgrünen Teile sind jung am besten (also möglichst schwer für ihre Größe), ehe sie – wie hier zu sehen – innen weich werden.

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Stattdessen bieten sich auch (hellgrüne) Zucchini oder andere weiche, milde Kürbisarten an. Der süßlich-feine Geschmack von lauki harmoniert aber wirklich großartig mit den indischen Gewürzen. und weil das Curry so abgöttisch lecker war, kommt es sogar mit einem nur mäßig gelungenen Bild ins Blog.

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Lauki Chana Dal – Flaschenkürbiscurry mit Kichererbsen

nach einem Rezept von Foodviva.com

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Flaschenkürbis, jung, netto ohne Kerne und Schale ca. 500 Gramm
  • 50 Gramm gelbe halbe Kichererbsen (Chana Dal)
  • 2 Esslöffel Öl
  • 1 mittelgroße Tomate, fein gehackt
  • 1/2 Teelöffel schwarze Senfsamen
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 1 Prise Asafoetida (nach Wunsch)
  • 3 cm Zimtstange
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 3/4 Teelöffel scharfes Paprikapulver
  • 1 Teelöffel Koriander, gemahlen
  • 1/4 Teelöffel Kurkuma
  • 2 Esslöffel Koriandergrün, fein gehackt
  • Salz
  • 180 ml Wasser

Zubereitung

  1. Die Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit reichlich Wasser bedecken, 30 Minuten weichen lassen, dann abgiessen und beiseite stellen.
  2. Den Kürbis schälen (ich habe meinen nicht geschält!) und das weiche Innere entfernen, in Stückchen von etwa 2 cm Kantenlänge zerteilen.
  3. Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Wenn es heiß wird, die Senfsamen hineingeben, aufpoppen lassen, dann Kreuzkümmel, Asafötida, Knoblauch und Zimt zufügen. Rührbraten, bis der Knoblauch anbräunt.
  4. Nun die gehackte Tomate, Paprikapulver, Koriander und Kurkuma einrühren. Unter Umwenden garen lassen, bis die Tomate weich wird, das dauert ein paar Minuten.
  5. Die Kichererbsen in den Topf geben, die Kürbiswürfel hinzufügen, zurückhaltend salzen, und alles unter gelegentlichem Rühren 4-5 Minuten anbraten lassen; dadurch verbinden sich die Aromen besser miteinander. Jetzt das Wasser zugeben, nochmal umrühren, den Deckel auflegen, und das Curry garen lassen, bis die Kichererbsen weich sind. Das dauert je nach Alter der Kichererbsen 20-30 Minuten.
  6. Falls nun noch zuviel Flüssigkeit im Topf sein sollte (war bei mir nicht der Fall), diese etwas einkochen lassen. Mit Salz abschmecken, in eine Servierschüssel geben, mit dem Koriandergrün bestreuen, und servieren.

Bei Foodviva wird vorgeschlagen, das Gericht mit (phulka) roti oder Chapatti als Lunch zu verspeisen, aber auch Reis und ein Pickle sei eine gute Wahl. Wir haben einfachen Basmatireis dazu serviert, was bestens harmonierte. Ein ganz wunderbares Spätsommeressen; und wenn mir wieder mal so ein Flaschenkürbis begegnet, darf er gern in meinen Einkaufskorb hüpfen.

Noch ein Zutatenhinweis:

Im Titel steht „Kichererbsen“, und das stimmt so auch – allerdings sind chana dal halbierte, geschälte Kichererbsen, und zwar aus der schwarzen indischen Kichererbse, die eine etwas andere Textur als normale Kichererbsen hat; ob das mit orientalischen / italienischen weißen Kichererbsen genauso ginge, weiß ich nicht, bezweifle ich aber. Chana Dal gibt es in fast allen Asienläden (und natürlich online). Man braucht nicht viel davon, so ein Päckchen ist also ausgesprochen ökonomisch.

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4 Antworten

  1. Hartmut Falk sagt:

    Allein der fast unaussprechliche Namen macht schon neugiereig. Wie es wohl schmecken mag? LG HArtmut

  2. Hartmut Falk sagt:

    ..also ein „e“ zuviel und ein A zu groß. Na so was!

  3. Wie spannend! Ich hätte gar nicht gewusst, was das ist. So einen Kürbis krieg ich hier sicher nicht, Chana Dal hab ich immerhin schon im Haus – also versuch ich das vielleicht einfach mal wie vorgeschlagen mit Zucchini.

  4. Wiebke sagt:

    Ein gutes Curry im herbst macht immer Sinn. Den Kürbis kenn ich auch noch nicht. Vielleicht bekomtm man den auf dem Wochenmarkt…
    LG
    Wiebke

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