Bitter Lemon selbst gemacht

Dieser Artikel wurde zuletzt am 25. August 2016 aktualisiert

Wir trinken gerne mal eine bittere Limonade. Zu den klassischen Erfrischungsgetränken gehört da Tonic Water, aber auch Bitter Lemon, welches sich wunderbar selbst machen lässt. Im Prinzip ist es nichts anderes als ein Zitronensirup, der dann mit Mineralwasser oder auch zusätzlich mit Alkohol aufgegossen wird. Sehr gut passt Gin.

Von Haus aus ist Bitter Lemon ein chininhaltiges Getränk. Das können wir so natürlich nicht nachstellen. Allerdings brauchen wir die Wirkung von Chinin gegen Malaria nicht. Die Bitterkeit gibt bei uns eine Cedro-Zitrone, die wir regelmässig im italienischen Supermarkt finden.

Das Rezept, an dem wir uns orientiert haben, stammt von Liquid Kitchen.


Bitter Lemon nach Liquid Kitchen

Zutaten

  • 4 große Zitronen
  • 1,5 Tassen Zucker
  • 2 Tassen Wasser

Zubereitung

  1. Die Zitronen werden klein geschnitten und mit dem Zucker und dem Wasser in den Mixer gegeben und fein durchgemixt. Dann kommt alles in einen Topf und wird eine Minute aufgekocht. Nach einer Stunde Standzeit wird die Masse abgeseiht. Ein feines Sieb oder ein Seihtuch gehen da gut. Das fertige Bitter Lemon hält im Kühlschrank etwa zwei Wochen. Für Sprutzel einfach mit Mineralwasser aufgiessen.

Da wir allerdings eine andere Zitronenart, die Cedro, hatten, mussten wir das Rezept etwas anpassen. Um Masse zu bekommen, haben wir zusätzlich normale Zitronen dazu gegeben. Um ein Gefühl für die Mengenverhältnisse zu bekommen, haben wir unsere Mengen in Gramm angegeben. So kann man einfach hoch oder runter rechnen. Zuerst haben wir eine einfache Variante gemacht.


Bitter Lemon mit Cedro

Zutaten

  • 300 Gramm Cedro
  • 200 Gramm Zitrone
  • 300 Gramm Zucker
  • 500 Gramm Wasser

Zubereitung

  1. Alle Zutaten im Mixer gut durchmixen. In einem Topf aufkochen und eine Minute kochen lassen. Eine Stunde durchziehen lassen und durch ein feines Sieb oder ein Seihtuch tropfen lassen.

Diese Variante schmeckt schon sehr lecker. Die Cedro gibt eine schöne Bitterkeit und die Zitrone macht neben Masse noch eine schöne Säure.

Doch uns war diese einfache Art von Bitter Lemon zu simpel. Wir haben das Rezept noch mit ein paar Kräutern verfeinert. Orangenthymian und Zitronenmelisse passen von den Aromen bestens zu Zitrusfrüchten und geben noch ein gewisses Extra. Die Mengen klingen nach recht wenig. Bei uns war das ein Zweig Melisse und die Blätter eines Zweiges Thymian.


Bitter Lemon mit Kräutern

Zutaten

  • 100 Gramm Cedro
  • 110 Gramm Zitrone
  • 150 Gramm Zucker
  • 200 Gramm Wasser
  • 0,3 Gramm Orangenthymian
  • 2,5 Gramm Zitronenmelisse
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Alle Zutaten im Mixer gut durchmixen. In einem Topf aufkochen und eine Minute kochen lassen. Eine Stunde durchziehen lassen und durch ein feines Sieb oder ein Seihtuch tropfen lassen.

Der Twist mit den Kräutern schmeckt gleich ein ganzes Stück besser. Mit den Kräutern kann man spielen, mal mehr oder weniger nehmen, je nach Geschmack.

Da wir noch von einem anderen Rezept halbe Orangen über hatten, haben wir noch eine andere Variante probiert. Im Prinzip produzieren wir hier einen Orangensirup, dem wir mit der Cedro Bitter beibringen. Also eigentlich eine Bitter Orange. Aber da noch Zitronen drin sind, bleiben wir bei dem Namen Bitter Lemon. Wenn wir wieder an Bitterorangen kommen, werden wir mal einen richtigen Bitter Orange machen und dann das Rezept präsentieren.


Bitter Lemon mit Orange

Zutaten

  • 100 Gramm Cedro
  • 150 Gramm Zitrone
  • 170 Gramm Orange
  • 200 Gramm Zucker
  • 400 Gramm Wasser

Zubereitung

  1. Alle Zutaten im Mixer gut durchmixen. In einem Topf aufkochen und eine Minute kochen lassen. Eine Stunde durchziehen lassen und durch ein feines Sieb oder ein Seihtuch tropfen lassen.

Alle drei Varianten haben uns gut gefallen. Am besten schmeckte uns das Bitter Lemon mit Kräutern. Solltet ihr ein Bitter Lemon als Ergänzung zu einem Gin machen wollen, könnt ihr Euch an den Botanicals des Gins orientieren und z.B. auch Wacholder oder Koriander, Holunderblüten oder Angelikawurzel oder oder oder nehmen. Ihr müsst es einfach ausprobieren, um zu sehen, wie gut es wirkt.

Die Variante mit Orange ist auch sehr lecker, hat für uns aber etwas zu viel Zucker. Da müssen wir noch mal probieren.

Und was macht man mit den Resten? Ganz einfach. Die übrig gebliebene Zitronenmasse kann man mit etwas Wasser, die Menge ist von der Konsistenz abhängig, und Pektin wunderbar in einen Zitrusaufstrich verwandeln. Dazu einfach eine Stunde durchkochen, damit die Schalen weich werden, das Pektin zugeben, noch mal aufkochen und in Gläser füllen. So gibt es auch keine Abfälle und wir verbrauchen alle leckeren Stückchen.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Sehr geehrte Frau Hildebrandt,

    ich lese öfter in Food-Blogs die Maßeinheit Tasse, was wohl dem amerikanischen Cup-Maß entspricht.

    Leider ist mir nie wirklich klar, was das in Gramm, Pfund, Kilogramm bedeutet ohne, daß ich mich durchs halbe Netz suchen muß.

    Kann man nicht einfach ein Rezept in einer Form schreiben in der es alle – alt wie jung, Kochprofi oder Kochlaie, einfach aufs Rezept schaut und loskochen kann. Ich hätte solche Lust gehabt ihr Rezept „Bitter Lemon nach Liquid Kitchen“ nachzumachen.

    Ja, ich weiß, sogar der „Chili und Ciabatta“ Blog von Petra Holzapfel wartet manchmal mit „Tasse“ als Maßeinheit auf. Wäre halt schön, wenn man sich trotz Internationalität wieder auf deutsche „Vereinbarungen“ in Rezepten einigen könnte.

    Mit freundlichem Gruß von einer hemmunslos altmodischen „Spontan-Laien-Köchin“ die sich nur im Ausland befindlich auf das Umrechnen von Rezepten einläßt 🙂

    Tamara Rimbach

    • FoodFreak sagt:

      Hallo Frau Rimbach,

      ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was Sie mir sagen wollen.

      Das Rezept von Liquid Kitchen steht hier wegen der Quellentreue mit den Originalangaben, bereits im Rezept darunter ist in Gramm umgerechnet, und die Transferleistung, die Menge Cedro+Zitrone auf Ihre verfügbare Zitronenmenge anzupassen, sollten Sie doch wohl hinbekommen? Was „deutsche“ Maße angeht: hier ein Beispiel typisch deutscher Maße: https://www.wikiwand.com/de/Alte_Ma%C3%9Fe_und_Gewichte_(Hannover)

      Ich empfehle bei Gelegenheit mal die Ursprünge des metrischen Systems nachzuschlagen. Da ich aber ein Fan desselben bin, habe ich hier mal eine recht einfache Methode notiert, US-Mengen umzurechnen. Zugegebenermaßen muss man dafür aber des Englischen mächtig sein, und auch geistige Transferleistungen erbringen.

      Wenn Ihnen das alles zu kompliziert ist, kann ich die Anschaffung eines einfachen Messbechers mit Cup-Unterteilung empfehlen, so etwas besitze ich seit über 20 Jahren und habe es für ein paar DM in einem deutschen Kaufhaus erworben. Gibt es auch bei Amazon.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Petra Hildebrandt

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