Negroni-Mousse

Auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Dessert für die Feiertage verliebte ich mich schon vor Wochen in die Blood Orange Negroni Mousse von North South Food – das wollte ausprobiert werden.

Negroni-Mousse

Nur an den Blutorangen haperte es etwas… ich kaufte eigens beim Italiener dafür vollreife Tarocco-Orangen, die sich beim Auspressen am Feiertag dann aber als nur ganz hauchfein blutgeädert erwiesen. Dennoch gefiel uns das Dessert so gut, dass es in den nächsten Tagen wohl gleich nochmal auf den Tisch kommen wird.

Die hier angegebenen Mengen (und Gläser) sind meine, im Originalrezept sieht das geringfügig anders aus (dort wird die Masse in 2 Cocktailschalen gefüllt; zum einen sind meine erheblich kleiner, zum anderen wäre mir das auch zu viel Dessert).


Negroni-Mousse

adaptiert nach einem Rezept des North South Food Blog

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 500 ml Blutorangensaft, wenn möglich, frisch gepresst
  • 4 Blätter Gelatine
  • 50 ml Gin
  • 50 ml süßer roter Vermouth, hier: Carpano Antica Formula
  • 40 ml Campari; oder Aperol
  • 100 ml gezuckerte Kondensmilch aus der Dose

Zubereitung

  1. Den Orangensaft durchseihen, das Fruchtfleisch entsorgen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Orangensaft auf dem Herd in einem kleinen Topf erhitzen. Wenn er kocht, den Herd ausschalten. Nach einigen Minuten (es darf nicht kochen) die abgetropfte Gelatine einrühren. Zwei Minuten stehen lassen, dann Gin, Campari und Vermouth unterrühren.
  2. Knapp die Hälfte vom Saft auf vier Cocktailschalen verteilen. Die andere Hälfte in einen Mixbecher geben. Beides kalt stellen. Die Dose mit der gezuckerten Kondensmilch ins Eisfach stellen (oder vorher über Nacht kalt stellen) – so schlägt sie sich besser.
  3. Wenn das Orangengelee in den Gläsern fest wird (1-2 Stunden), sollte auch die Masse im Mixbecher anziehen. Die gezuckerte Kondensmilch zufügen, alles mit dem Pürierstab (ideal: mit der Schlagscheibe) des Mixstabes schaumig aufschlagen. Alternativ geht das auch in einer Schüssel mit dem elektrischen Handrührer.
  4. Das Schäumchen gleichmäßig auf die vier Cocktailschalen verteilen. In den Kühlschrank stellen, bis der Schaum fest geworden ist.

Die Kombination aus dem säuerlichen Orangengelee und dem würzig-süßen, ausgelierten Schaum ist wirklich fantastisch; so wie hier schmeckt das Ganze auch nur zurückgenommen nach Alkohol. Der Liebste mag den Schaum auch pur sehr gern, ich bevorzuge die Kombination, aber egal wie: das ist ein wirklich sehr leckeres, ungewöhnliches Dessert für Cocktailfans.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

9 Antworten

  1. Susanne sagt:

    Oho….da bin ich aber hingerissen. Das wäre doch was für Silvester…schon gespeichert 🙂

  2. Negroni ist mein absoluter Lieblings-Cocktail!!! Wie interessant muss da erst diese Mousse schmecken. Doch gezuckerte Kondensmilch? Das geht nicht… gäbe es da eine Alternative?

    • FoodFreak sagt:

      puhhh… du musst Süße und etwas Sahnig-Cremig-Milchiges reinbekommen. Ich denke, du kannst die zweite Hälfte des Gelees auch vor dem kalt stellen noch süßen, und dann versuchen. geschlagene Sahne unterzuziehen… oder vielleicht Puderzucker und Mascarpone? Der Witz an sweetened condensed milk ist halt die Kombination aus intensiver Süße und Textur… ich habe kürzlich so etwas mit Zucker, Kaffeesahne und Milchpulver nachgebaut. Ein wirkliche Lösung habe ich allerdings nicht,

  3. Ganz wunderbar sieht das aus, das will natürlich getestet werden! Richtig gute Blutorangen kommen ja hoffentlich noch 🙂

  4. Habe hier noch Aperol rumdümpeln. Da wir Blutorangen lieben, werde ich dieses spirituose Dessert bestimmt mal probieren. Zu blöd nur, dass dann noch zwei weitere Flaschen in der Gegend rumstehen werden. 😉

  1. 29. Dezember 2015

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  2. 2. Juni 2016

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