Zitronengras-Hackbällchen in grüner Curry-Sauce

In der aktuellen Ausgabe von Fine Cooking lachte mich ein Rezept für Lemongrass Chicken Meatballs in Green Curry Broth an, das sofort nachgemacht werden wollte.

Zitronengras-Hackbällchen in grüner Curry-Sauce

Interessanterweise sehen die Hackbällchen bei Fine Cooking anders aus, bzw. die Sauce / Suppe hat nicht das gleiche fröhliche Grün wie bei uns. Da hat wohl der Food Stylist geschönt.


Zitronengras-Hackbällchen in grüner Curry-Sauce

adaptiert nach Fine Cooking #138

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

HACKBÄLLCHEN

  • 750 Gramm Hähnchenoberschenkel ohne Knochen
  • 1 1/2 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 1/2 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 1/2 Teelöffel Meersalz
  • 1 Esslöffel Zitronengras, fein gehackt (nur das weiche Innere)

SAUCE

  • 1 1/2 Esslöffel Erdnussöl
  • 2 große Schalotten, in feinen Ringen
  • 1 Jalapeño, entkernt, in Scheiben
  • 375 ml Hühnerbrühe (salzarm)
  • 125 ml Kokosmilch
  • 1 1/2 Tassen (cups) Koriandergrün, feine Stiele und Blätter, die Stiele fein geschnitten
  • 1/2 Tasse (cup) Thaibasilikum (bai horapa), abgezupfte Blättchen
  • 1 1/2 Esslöffel Limettensaft
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Fischsauce
  • 1 1/2 Tassen (cups) Möhrenstifte, streichholzfein geraspelt

FERTIGSTELLUNG

  • Limettensaft, zum Abschmecken
  • einige Korianderzweiglein, zum Dekorieren

Zubereitung

  1. Das Huhn in grobe Stücke (ca 2,5 cm) schneiden. Gründlich mit Koriander, Kreuzkümmel und Salz vermischen, auf einer Platte für 15 Minuten in den Tiefkühler stellen.
  2. Das angefrorene Hähnchenfleisch in zwei Durchgängen im Food Processor / Elektrohacker mit Puls-Schaltung zerkleinern, bis sich ein gleichmässiges Hackfleisch ergibt. Das Zitronengras unter das Hackfleisch mischen. Mit feuchten Händen 16 Fleischbällchen aus der Masse rollen.
  3. In einem großen Topf das Öl erhitzen. Die Fleischbällchen in zwei Portionen darin von jeder Seite 1-2 Minuten anbraten, bis sie zu bräunen beginnen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  4. Schalotten, Jalapeño und 1/2 Teelöffel Salz in den Topf geben und anschwitzen, ca. 4 Minuten bzw. bis die Schalotten weich werden. Brühe und Kokosmilch dazu gießen, und zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd ziehen. Das Koriandergrün und das Thaibasilikum einrühren. Mit dem Stabmixer alles fein pürieren. Nun die Hackbällchen in die Brühe legen, Limettensaft, Zucker und Fischsauce einrühren, und alles 15-20 Minuten simmern lassen.
  5. In der letzten Minute die Möhrenraspel zufügen. Mit Limettensaft abschmecken. Bällchen auf Teller geben, mit der Sauce umgießen, und mit Koriandergrün dekorieren.

Nach Wunsch könne man noch Sriracha darüber träufeln (und das wurde auf dem Foto von Fine Cooking auch getan). Wir haben die scharfe Sauce hier nicht vermisst.

Bei uns kam ein klein wenig mehr Huhn zum Einsatz als im Original, wo es 1 1/2 lb sind, also 675 Gramm. Meine Schwierigkeiten hatte ich mit den Angaben zu Kräuterblättchen in Cups; hier hätte ich mir eher Gramm / ounces gewünscht. Obwohl ich – wie im Rezept gefordert – Jalapeño verwendet habe, sollten eine oder zwei spitze grüne Thai-Chilis es genauso, wenn nicht besser tun. Die Gewürzmischung auf dem Huhn war mir beinahe zu intensiv in dieser Menge, was allerdings auch an meinen kürzlich erst erworbenen, hoch aromatischen Gewürzen von Sonnentor liegen könnte.

Das Thema verfehlt hat schließlich der Titel – Zitronengras ist zwar in den Hackbällchen drin, aber keine deutlich geschmackliche Note. Ich werde auf jeden Fall beim nächsten Mal die Zitronengrasmenge verdoppeln; und ich würde wohl auch meine Hühnerbrühe zunächst nochmal mit den (etwas zerquetschten) harten Teilen des Zitronengrases aufkochen und ziehen lassen, um mehr von dem Geschmack ins Essen zu bekommen. Wer die Brühe / Sauce feiner haben möchte, sollte sie vielleicht durchpassieren – uns gefiel der rustikale Look so.

4 der Hackbällchen sind ohne Beilagen eine gute Portion. In einem Menu, oder mit Reis, reichen sicher auch 3.

Wir fanden beide das Gericht sehr lecker – zur Nachahmung empfohlen.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

6 Antworten

  1. Susanne sagt:

    …..abgesehen davon, dass das Rezept mich sehr anlacht, finde ich Dein Foto viel schöner als das der Fine Cooking – das fröhliche Grün hat doch was.

  2. Genau, auch ich finde dein Foto viel gelungener! Helmut war ja von den Bällchen schon auf Instagram sehr angetan, die wird es hier sicher auch geben!

  3. Jetzt lachen sie mich auch an. Ich glaube aber, dass unser kleiner Hacker das Hühnchen nicht gehäckselt kriegt. Zu schade! Eine Frage habe ich trotzdem zum Zitronengras. Ich hatte bisher immer nur Gerichte, bei denen das Zitronengras nach dem Kochen wieder entfernt wird, weil es hart und faserig ist. Wird es in klein gehacktem Zustand besser?

    • FoodFreak sagt:

      danke für den Hinweis, ich ergänze das gleich im Rezept – gemeint ist hier ausschliesslich das weiche Innere eines möglichst frischem Zitronengrastengels, (Bei einem dicken Stengel ergibt das ungefähr 1 Esslöffel fein gehacktes Zitronengras). Das ist auch nicht hart und faserig.

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