Tchibo Privat-Kaffee – African Blue

Tchibo Privat-Kaffee - African Blue

Frisch in meiner Küche eingetroffen und in meiner Tasse ist aktuell der African Blue Privatkaffee von Tchibo. Was genau ihn nun zu einem „Privatkaffee“ macht, weiß ich nicht, die Sorte ist mir schon seit vielen Jahren ein Begriff.

Wo kommt der Kaffee her?

Von wo genau der Kaffee stammt, ist nicht festzustellen. Ein Teil kommt offenbar aus Tansania, aus den Anbaugebieten um Mount Kenya (s.u.). Präzisere Angaben, etwa: zu 100% aus Region XY, fehlen. Vermutlich wird hier geblendet, was auf dem Markt zu haben ist.

Das schreibt der Hersteller

…in der Region Mbeya in Tansania wächst auf einer Höhe von mindestens 1.600 Metern bester Arabica-Kaffee. Hier im Hochland verdienen viele Familien ihren Lebensunterhalt im Kaffeeanbau.

In African Blue können wir aktuell rund 30% Kaffee von Rainforest Alliance zertifizierten Farmen einsetzen. Wir arbeiten zusammen mit unserem Partner Rainforest Alliance daran, diesen Anteil zu erhöhen.

Außerdem unterstützen wir in eigenen Projekten Kaffeefarmer und ihre Familien in den Anbaugebieten wie z.B. Kenia, Guatemala und Kolumbien. So unterstützen wir u.a. Farmerfrauen am Mount Kenya Zugang zu Trinkwasser zu erhalten. (…)

Den African Blue gab es immer mal wieder im Angebot von Tchibo, aktuell ist er an eine Aktion für Kinder / Jugendliche in Tansania geknüpft:

Für Jugendliche endet die Schule in Tansania oft schon im Alter von 13 Jahren. Möglichkeiten sich für einen späteren Beruf zu qualifizieren gibt es kaum. Tchibo und die Kinderrechtsorganisation Save the Children wollen dies ändern und haben daher erneut ein gemeinsames Bildungsprojekt initiiert.

Durch das Hilfsprojekt soll vor allem die Bildungsqualität in der Grundschule verbessert und der Wechsel auf eine weiterführende Schule erleichtert werden. Außerdem bietet das Projekt Jugendlichen die Möglichkeit eine Ausbildung zu erhalten, damit sie später neben dem Kaffeeanbau weitere Einkommensmöglichkeiten haben.

Tchibo Kunden unterstützen das Projekt direkt: Mit jedem gekauften Pfund Privat Kaffee fließen seit dem 26. Oktober 2015 bis einschließlich 17. Januar 2016 zehn Cent in die Ausbildung von Jugendlichen.

Dass ein wenig vom Umsatz in einen guten Zweck fließt, ist ein schönes Zusatzdetail beim Kaffeekauf, wenn ich auch dabei leichte Magenschmerzen habe. Würden die Kaffeeimportländer den Produzenten weltweit gerechte Preise für ihre Produkte bezahlen, müssten wir auch keine Sozialprojekte für die Kaffeebauern auf solche Weise finanzieren.

Und schließlich zum Geschmack:

Genießen Sie diesen aromatischen Kaffee mit seiner blumigen Würze und seinem ausdrucksvollen Geschmack mit Nuancen von Schwarzer Johannisbeere.

So sehen die Bohnen aus

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Recht gleichmäßig, aber kein Vergleich mit den wohlgeformten Bohnen der Sondereditionen der Tchibo-Kaffees. Es ist doch ein Anteil Bruch dabei; die Röstung ist eher dunkel ausgefallen. Der Geruch sagt mir, dass dieser Kaffee schnell und heiß geröstet wurde, die Bohnen haben eine kräftig-malzig-nussige Note, ähnlich dunkel gerösteten Walnüssen, mit etwas Beißendem gemischt.

Und wie schmeckt der Kaffee nun?

Wie immer haben wir den Kaffee sowohl in der French Press als auch in der AeroPress zubereitet, und mit Zucker, ohne Zucker, mit Milch, und dieses Mal auch als handgefilterten Kaffee sowie mit Sahne verkostet.

In der AeroPress machen sich die bitteren Noten des African Blue eher unangenehm bemerkbar (ein Effekt, der mit der Aeropress schnell auftritt). Pur ist er mir ein wenig zu bitter und etwas zu „schnell“ geröstet. Mit etwas Zucker wird allerdings ein sehr angenehmer, kräftiger und geradliniger Kaffee draus, so mag ich ihn.

In der French Press holen die afrikanischen Arabica-Bohnen dann ihr volles Aroma heraus. Besonders gut schmeckte uns diese Fassung mit einem kleinen Sahnetupfer obendrauf, ein Schuss flüssige Sahne im Kaffee (oder Kaffeesahne) rundet den Geschmack ebenso ab; vermutlich puffert das Fett der Sahne die Bitterkeit etwas ab, und transportiert die Aromen des Kaffees noch etwas besser auf die Geschmacksrezeptoren.

Der gefilterte Kaffee bringt in der Nase die angekündigten Noten von schwarzer Johannisbeere mit, schmeckt sehr intensiv, aber deutlich säuerlicher; ohne Zucker und/oder Milch/Sahne finde ich ich den Kaffee zu bitter. Mit Zucker und Sahne ist er super, ein idealer Winterkaffee.

Fazit:

Der Liebste mochte den African Blue am liebsten aus der French Press und ungezuckert, ich dagegen aus der AeroPress mit wenig Zucker. Mit Zucker und Milch oder Sahne passt er auch auf eine traditionelle Kaffeetaffel.

Mein Lieblingskaffee wird er allerdings nicht werden – da kenne ich doch viel feinere Kaffees aus Ostafrika.


Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Mac sagt:

    Seit heute testen wir im Büro diese Kaffeesorte auch. Auf der Packung stand etwas von stark, also haben wir uns entschlossen einen Löffel weniger in den Filter zu geben. Gefiltert wird von Hand aber Tschibo durfte die Bohnen für uns mahlen, daher kann ich zum aussehen der Bohnen nichts sagen. Aus dem geöffneten Vakuumpack verströmt er einen sehr guten und intensiven Geruch. Der Bürokaffee wird von mir gewöhnlich mit Milch und ohne Zucker getrunken und ich denke das ist bei diesem Kaffee auch gut so. Ich hab ihn schwarz probiert und da war er mir eine Spur zu bitter. Mit Milch ist er für mich perfekt. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.
    Dieser Kaffee wird es zumindest in die Büro-Bestenliste schaffen.

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