Tchibo Kaffeerarität No. 6/2015 – Jade Mountain aus Vietnam

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Ganz neu in meiner Kaffeetasse und bei Tchibo ist der Jade Mountain-Kaffee aus Vietnam. Wie alle Kaffees aus dieser Reihe handelt es sich um 100% Arabica-Bohnen, und der Anbau ist von der Rainforest Alliance zertifiziert.

Wo kommt der Kaffee her?

Laut Packungsaufdruck stammt der Kaffee aus Cau Dat.

Cau Dat ist ein Dörfchen mit rund 1.000 Einwohnern in der Provinz Lam Dong. Lam Dong ist auch das größte Teeanbaugebiet des Landes. 1857 brauchten die Franzosen den Kaffee nach Vietnam; heute ist Vietnam nach Brasilien der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt. Das meiste sind jedoch Robusta-Kaffees (u.a. für Instantkaffees); nur ein kleiner Teil sind Arabica-Bohnen, die – wie hier- im Hochland auf kleinen Farmen produziert werden.

So sehen die Bohnen aus

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Wie man sehen kann, gleichmäßige, gut geformte Bohnen, mit einer mittleren, noch recht hellen Röstung. Das Aroma ist eher auf der leichten Seite, sehr rund, etwas fruchtig, mit einer darunterliegenden subtilen Honignote und schokoladigen Nuancen.

Das schreibt der Hersteller

Für die Menschen im Hochland der vietnamesischen Provinz Lam Dong ist der Kaffee Teil ihres Lebens. Die Kaffeepflanzen mit ihren sattgrünen Blättern, den leuchtend weißen Blüten und roten Kirschen bestimmen das Bild der Umgebung und reichen bis dicht an die Häuser der Farmen heran.

Arabicas aus Vietnam sind eine Seltenheit und dank der reichhaltigen Vulkanerde und der hohen Lagen von bester Qualität. Die Kaffeekirschen reifen hier sehr langsam und können so ihre herausragende Vielfalt an Aromen entwickeln. Traditionell wird der Kaffee auf sehr kleinen Farmen angebaut. Viele Familien schließen sich daher zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und so Arabica-Bohnen in höchster Qualität anbieten zu können.

Genießen Sie unsere milde Privat Kaffee Rarität Jade Mountain, die ihren klangvollen Namen der jadegrünen Färbung der Rohbohnen verdankt.

  • Mild-würziges Aroma mit dezenten Anklängen von Zitronengras
  • 100% Arabica-Kaffeebohnen von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen

Neugierig gemacht hat mich auch die Beschreibung der Variety auf der Packung, da steht nämlich „Catimor“. Ich kenne allerlei Arabica-Varianten, diese war mir neu. Ein Blick auf cofferesearch.org konnte das klären:

Catimor is a cross between Timor coffee (resistant to rust) and Caturra coffee. It was created in Portugal in 1959. Maturation is early and production is very high with yields equal to or greater than the yield of other commercial coffee varietals. For this reason the method of fertilization and shade must be monitored very closely. The Catimor T-8667 descendants are relatively small in stature, but have large coffee fruits and seeds.

Tatsächlich war die Größe der Bohnen etwas, das mir auch sofort aufgefallen war.

Und wie schmeckt der Kaffee nun?

Wie immer haben wir den Kaffee mit der French Press und in einer AeroPress zubereitet.

Bislang hatte ich mit vietnamesischem Kaffee eher keine so guten Erfahrungen; meist fand ich sie (da robustalastig) zu dumpf, sauer bis bitter, und schwer. Der Jade Mountain ist dagegen filigran und elegant. Er kommt mit einem vollmundigen, runden Aroma daher, ist aber nicht wuchtig, und hat eine ungewohnte Frische und Fruchtigkeit, die tatsächlich etwas an Lemongrass erinnert. Auch handgefiltert sollte er eine fabelhafte Figur machen. Mit Milch geht meines Erachtens das feine Aroma etwas unter – das ist ein Kaffee für Puristen. Wir mögen ihn sehr.

Der Jade Mountain scheint eine echte Rarität zu sein, er ist ab sofort online für 9,99€ je 500 g erhältlich – in den Filialen von Tchibo bekommt man ihn derzeit nur über eine Online-(Vor-)Bestellung.


Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. 8. November 2015

    […] dann kommen die herben Noten hervor. Im Abgang kommen die schokoladigen Nuancen hinzu, die auch im Test bei foodfreak.de bermerkt wurden. Wieder etwas später sind leichte Röstnoten zu schmecken. Insgesamt […]

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