Muffin-Backmischung von IKEA im Selbstversuch

Vor ein paar Wochen waren wir – wirklich – nur kurz bei IKEA, und während der Liebste die zusätzlichen Schubladen für unseren PAX bezahlte, wanderte ich eher ziellos durch den Schwedenshop, und blieb an dieser Muffin-Backmischung hängen.

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Faszinierenderweise eine Backmischung, bei der man wirklich nichts, aber auch gar nichts zusätzlich im Haus haben muss (eine Muffinform mal ausgenommen) – einfach Wasser zufügen, und das war’s. Keine Ahnung, was ich bezahlt habe, es war nicht viel, aber die Zutatenliste sah auch gar nicht mal so schlecht aus, also musste das Ganze mit.

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Am vergangenen Wochenende dann der Einsatz. Sonntag mittag – huch, wir haben gar keinen Kuchen! – aber einen Plan!

Man braucht nicht mal eine Rührschüssel, denn der Teig wird direkt im Tetrapak zubereitet. Hm… ob das wohl klappt?

Box durchschütteln, öffnen, 40°C heißes Wasser drauf (okay, ein Gefäß zum Wasser abmessen sollte man da haben), gut zuhalten (hmmm), 30 Sekunden kräftig schütteln (shake it shake it Baby), und den Teig in die Muffinformen füllen, lautet die Anweisung. Ich war skeptisch, und das zu recht.

Im ersten befüllten Muffinförmchen fanden sich Mehlklumpen, und so riss ich (nach gut 1 1/2 Minuten Schütteln) den Karton ganz auf, in dem sich ein großer Mehl-Blob befand, der alles andere als willig war, sich mit dem Rest zu vermengen. Also einen langstieligen Löffel aus der Schublade geangelt, und kräftig durchgerührt, Nun gut. Am Boden befanden sich am Ende immer noch einige Klumpen…

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Man solle den Teig „halbvoll“ in „10-15 Muffinformen“ füllen. Meine Standard- (IKEA-) Muffinform sind 12, das ist ja im Rahmen, dachte ich, und legte einen Teil mit Silikonförmchen und einen Teil mit fest stehenden Papp-Backbecherchen aus. Den Teig bekam ich unter, aber nur gerade so eben. Halbvoll? No way.

Nächster Schritt: „15 Minuten bei 200°C backen“. Da war von vornherein klar, dass das bei dieser Füllmenge auf keinen Fall was wird. Nach 15 Minuten waren die Muffins gut aufgegangen, aber alles andere als fertig – 25 bis 30 Minuten Backzeit waren realistischer.

Und so sahen die Muffins dann am Ende aus:

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Der Geschmack: recht saftige, nur dezent nach Kakao schmeckende Muffins mit einer guten Teigkonsistenz. Als Schokoladenmuffins würde ich sie – trotz einiger kleinen Schokostücke – nicht bezeichnen.

Fazit

Bei der Anweisung gibt es ein paar Abzüge in der B-Note. Die Zutaten sind für eine Backmischung okay, es ist nichtmal das sonst allgegenwärtige Vanillin oder anderes Aroma drin. Geschmacklich sind die Muffins zwar kein wirklich großer Hit, aber auch nicht schlecht. Klar kann man das selber from scratch besser, leckerer und schokoladiger – aber als Notvorrat im Küchenschrank, um mal schnell und ohne großen Aufwand etwas zu backen ganz ohne Ei, Butter, Öl, Milch zugeben zu müssen, ist diese Backmischung tatsächlich gut geeignet.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. nata sagt:

    Ich finde diesen Test lustig. Mich faszinieren derartige Produkte ja vom Konzept her ebenfalls. Aber ich bin froh, dass Du diesen Schüttelmix jetzt getestet hast. Meine Neugier ist damit schon voll befriedigt.

  2. Ich habe es einmal gekauft aber ein bisschen trocken gefunden.

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