Kedgeree mit Bückling

Kedgeree ist ein typisch anglo-indisches Gericht der Kolonialküche. Nach verschiedenen Quellen geht es zurück auf traditionelle indische Gerichte aus Reis und Dal (Hülsenfrüchten), die je nach Region khichri, khichdi oder khichadi genannt werden. Es gehört zum Standardrepertoire der britischen Küche.

Üblicherweise wird Kedgeree mit geräuchertem Schellfisch zubereitet; bei Rick Stein findet sich in einem seiner Bücher eine Fassung mit Arbroath Smokies, das sind kleine eingesalzene/gepökelte und dann geräucherte Schellfische oder Schellfischstücke. Das gibt sicher ein kräftiges Aroma, und so dachte ich mir, was damit geht, sollte auch mit dem guten norddeutschen Bückling funktionieren, denn der Bückling ist auch ein Pökling.

Kedgeree mit Bückling

Ich habe mich von verschiedenen Quellen, darunter Rick Stein und etwas ausgeprägter Jamie Oliver inspirieren lassen (der dieses Gericht auch schon mit grünen Bohnen und in einer 15-Minuten-Fassung verwurstet hat).


Kedgeree mit Bückling

adaptiert nach Ideen von Jamie Oliver und Rick Stein

Ergibt: 3 Portionen

Zutaten

  • 300-400 Gramm Bücklingsfilet
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 Eier
  • Salz
  • 175 Gramm Basmatireis
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 3 cm frischer Ingwer, fein gehackt oder gerieben
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 2 mittelgroße Tomaten, gehackt
  • 1 Esslöffel schwarze Senfsamen
  • 2 Esslöffel mittelscharfes gelbes Currypulver, z.B. Madras-Curry oder Bombay Curry
  • 2 Zitronen, den Saft
  • 1 Kaffeetasse feine Erbsen, tiefgekühlt
  • 2 Handvoll Koriandergrün
  • 1 mittlere rote Chilischote, entkernt, in Halbringen

Zubereitung

  1. In einem kleinen Topf die Eier mit Wasser aufsetzen, in 10 Minuten hart kochen. Abschrecken und längs vierteln. Währenddessen die Bücklingsfilets mit den Lorbeerblättern in eine mittlere beschichtete Pfanne legen, knapp mit Wasser bedecken, aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen.
  2. Den Reis in etwas gesalzenem Wasser 10 Minuten vorgaren. In ein Sieb geben und kalt durchspülen. Den Fisch mit zwei Gabeln zerpflücken, dabei Haut und Gräten entfernen, beiseite stellen. Die Pfanne auswischen, das Butterschmalz hineingeben und heiß werden lassen.
  3. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer im Butterschmalz andünsten. Wenn sie nach ca. 5 Minuten weich werden, die Senfsamen und das Currypulver einrühren. 2-3 Minuten braten lassen, dann die Tomatenwürfel und den Zitronensaft hinzufügen.
  4. Vorsichtig durchmischen. Nun den Reis, den Fisch und die Erbsen untermischen. Alles gut durch heiß werden lassen.
  5. Die Chiliringe und etwa 2/3 vom Koriandergrün unterheben. Zwei Minuten durchziehen lassen.
  6. Das Kedgeree servieren und mit den Eiervierteln und dem restlichen Koriandergrün dekorieren.

„Stilecht“ gehört noch Joghurt (mit oder ohne Koriandergrün drin) dazu, den haben wir auch gemacht, fanden ihn bei dieser Fassung aber nicht wirklich nötig.

Anstelle von Madras-Curry habe ich dieses Mal mein selbst gemachtes Poudre de Colombo eingesetzt, das prima passte.

Das Gericht ist schnell gemacht, wenn man ein bisschen organisiert arbeitet (oder Eier und Reis schon vorgegart bereit hält). Wie schon bei dem Bratreis mit Räucherforelle, der ja in eine ähnliche Richtung geht, gefiel uns die Kombination aus Reis, Ei und Räucherfisch sehr gut. Als volle Mittags- oder Abendmahlzeit kommen etwa 3 normalgroße Portionen raus.

Leckere, schnelle, einfache Alltagskost. Daumen nach oben.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Sieht sehr ansprechend aus! Bückling dürfte hier im tiefen Südosten gar nicht einfach aufzutreiben sein 😉 Der Räucherforellen-Bratreis steht aber schon auf der Liste.

  1. 6. Oktober 2015

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