Tchibo Kaffeerarität No. 5/2015 – Buna Ethiopia

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Buna Ethiopia

Üblicherweise würde ich hier keine zwei Kaffee-Rezensionen direkt nacheinander veröffentlichen; dieses Mal mache ich eine Ausnahme, weil es den Raritätenkaffee von Tchibo nämlich nur gibt, solange Vorrat reicht – und da der Verkauf am 14. September begonnen hat, könnte es für den einen oder anderen gerade noch rechtzeitig sein, sich ein Pfund der ostafrikanischen Bohnen zu sichern.

Wo kommt der Kaffee her?

Der Buna Ethiopia ist ein Kaffee aus der traditionsreichen Kaffeeanbauregion Sidamo, und stammt von der Sidama Coffee Farmers Cooperative Union, in der die dortigen Kleinbäuerinnen und -bauern organisiert sind. Ingsgesamt 47 Kleinkooperativen und 70.000 Kaffeefarmer sind ihr vom Hochland von Bensa bis in die Täler von Aleta Wendo angeschlossen. Leider verrät Tchibo dieses Mal nicht, von wo genau der Kaffee stammt, anders als bei den reinen Plantagenkaffees aus dieser Reihe. Wie immer sind die teilnehmenden Betriebe jedoch FairTrade- und Rainforest Alliance-zertifiziert. (Auf der Homepage der Kooperative kann man sehen, dass alle Bauern, die ihr angehören, so zertifiziert sind).

So sehen die Bohnen aus

Buna Ethiopia, Bohnen

Das schreibt der Hersteller

Besonders elegant und ausgewogen mit einem fein-blumigen Aroma

Und wie schmeckt der Kaffee nun?

Zunächst mal der Nasentest. Ein vollmundiges, würziges, fast nussiges Röstkaffeearoma geht von den sehr schönen, wohlgeformten, gleichmäßigen Bohnen aus. Das gefällt sehr gut und lässt auf eine schonende Röstung schliessen. Wie eigentlich immer, haben wir den Kaffee sowohl ohne Zucker, als auch mit Zucker, als auch mit Milch / als Latte Macchiato getestet, und zwar aus der French Press wie aus der Aeropress.

Ich würde ganz im Gegensatz zu Tchibo den Kaffee nicht als blumig bezeichnen, aber dafür als intensiv-fruchtig, und insgesamt eher mittelkräftig. Ohne Zucker gefiel er mir nicht so gut, die prägnante Säure mag den Puffer von ein wenig braunem Zucker; mit wenig Zucker schmeckt er jedoch ganz hervorragend, und komplex. Als Milchkaffee macht der äthiopische Kaffee eine ebenso gute Figur, wenn es auch etwas schade ist, die schöne Aromatik des Kaffees mit Milch abzupuffern.

Beim Kaffeenavigator wurde der Kaffee auch verkostet und vorgestellt.

Summa summarum: ein leckerer Kaffee, bei dem ich mir etwas mehr Hintergrund zu den beteiligten Farmern gewünscht hätte, auf jeden Fall empfehlenswert.

 

Buna Ethiopia

Der Buna Ethiopia ist seit dem 14.09.2015 in den Tchibo-Filialen und natürlich auch online für 9,99€ je 500 g erhältlich.


Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

(Bildrechte: Banner und Abbildung der Packung © Tchibo

 

Appetit bekommen? - Hungry for more?

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