Acorn, Denver

Dieser Artikel wurde zuletzt am 24. September 2016 aktualisiert

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An das Ende unseres diesjährigen USA-Trips hatten wir uns einen Besuch in einem der angesagteren Restaurants von Denver gelegt, im Acorn. Das Restaurant, dessen Essen aus einem großen wood-fired oven kommt, liegt in einem Industriegebiet, nicht ganz das, wo man ein hippes Lokal erwarten würde.

In der alten Industriehalle finden sich dann noch andere kulinarische Schmankerln – die Ecke nennt sich „The Source“ und wirbt mit „artisan foods“. Unter anderem ist direkt neben dem Acorn ein Metzger mit traumhaftem dry-aged Beef, und eine feine, kleine Spirituosen- und Weinhandlung gibt es dort auch, die wir sehr empfehlen können.

Wir waren in der Woche dort essen, das passte auch zu unserem Flugplan. Das Restaurant, vor dessen Tür ein sehr holpriger Schotterparkplatz liegt (was alle mit einem SUV oder Pickup nicht stört, Limousinenfahrer aber ggf. schon), hat eine sehr hohe Decke in der offenen Halle, es gibt nach oben noch weitere Plätze; unten vor den großen Rolltorfenstern, die im Sommer aufgemacht werden, saßen wir aber ganz prima, und vor allem dank der frühen Uhrzeit auch mit viel hellem Tageslicht, das erlebt man gerade in der trendigen Gastronomie ja auch schon mal anders. Ein zusätzlicher Bonus war, dass wir direkt neben der Theke an der Seite der offenen Küche saßen, und sehen konnten, welche schier unglaublichen Mengen an fabelhaftem Essen der Ofen-Meister dem Feuer entlockte.

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Der Service war ausgesprochen aufmerksam und freundlich (nicht amerikanisch-aufgesetzt wirkend), fachkundig, und ließ trotz seiner Aufmerksamkeit auch genug Raum und Zeit für einen genußvollen Aufenthalt. Rundum tipp-topp, wie man sich das wünscht.

Ds Essen hat uns wirklich sehr gut gefallen, das Konzept des Acorn sind shared plates, man teilt sich mehrere kleine Gerichte, und das kam uns sehr entgegen; das Prinzip wird aber gern auch nochmal erklärt und, so gewünscht, Empfehlungen zur Zahl der Gänge gegeben. Ein Beispielmenü kann man auf der Website des Acorn finden (PDF); das wechselt nach Verfügbarkeit und Jahreszeit, ggf. auch täglich, ein paar Standards scheint es aber (mit saisonalen Abwandlungen) fast immer zu geben. Dazu gehört u.a. die prominent im Bild auf der Website zu sehende Razor Clam Ceviche, die wir fett auf der Wunschliste hatten (und die fabelhaft schmeckte).

Das Acorn ist darüber hinaus in Denver für seine Cocktails bekannt, und hat die hauseigenen Kreationen autofahrerfreundlich in no booze, low booze und high booze sortiert. Da es bisweilen zu kleinen Wartezeiten bis zum Essen kommen kann, ist so ein hübscher Drink vorab ja auch eine nette Idee. Die Bar kann man natürlich auch nur so für einen Drink (oder typisch amerikanisch beim Warten auf den Tisch) besuchen, die brummte ebenfalls.

Hier meine Instagrams des Essens.

Rosie's Return + Tea Time #cocktail
Rosie’s Return & Tea Time Cocktail

Razor clam #ceviche #foodporn
Razor Clam Ceviche

Morel mushroom toast #foodporn
Morel Mushroom Toast, Pea Sprouts

Lamb Shawarma with Shishito Peppers + feta #foodporn
Lamb Shawarme with Shishito Peppers

Wood-fired trout #foodporn
Wood-fired Trout with Miso and Ramps, fresh Fava Beans

Bacon-wrapped pork loin #foodporn
Bacon-wrapped Pork Loin

Butterscotch Pudding + cocoa nibs ice cream #dessert #foodporn
Butterscotch Pudding & Cocoa Nib Ice Cream

Strawberry #dessert #foodporn
Strawberry Dessert with fresh Strawberries, Strawberry Sorbet, Mint, ? Cake

Es war alles sehr lecker, unsere Favoriten waren die Forelle (zum Niederknien) und die Ceviche, aber auch die anderen Gänge waren ausnahmslos handwerklich blitzsauber, und schmeckten super. Und trotz einer sehr lebendigen kulinarischen Szene in Denver bin ich sicher, wenn ich nochmal in die Metropole in den Rockies komme, werde ich wieder im Acorn landen, einen so schönen, entspannten, vergnügten und kulinarisch erbaulichen Abend hatten wir lange nicht.

Acorn
3350 Brighton Blvd
Denver, Colorado 80216

denveracorn.com

Buchbar bei OpenTable.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

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