indi coco – reines Kokoswasser

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11. August 2015 aktualisiert

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Kokoswasser ist ein Trenddrink, wird gefeiert als „rein natürlich“, „isotonisch“, der „ideale Durstlöscher nach dem Sport“, reich an Elektrolyten, kalorienarm, cholesterinfrei (*stöhn*), fettfrei (*stöhn*), und ist der neue heisse (kalte) Shyce in Sachen Detox und gesunder Ernährung. Sowas schreckt mich üblicherweise ab, health claims sind sowieso totaler Blödsinn, und hinter dem neuesten Detox Craze steckt im allgemeinen die große Geschäftemacherei.

Allerdings mag ich gern Kokos in allen Zubereitungsformen, als Kokosmilch, -raspel, -Shake,-Eiscreme, und natürlich auch das Kokoswasser. Kokoswasser ist die klare Flüssigkeit im Inneren einer jungen grünen Kokosnuss, nicht die Milch, die aus dem Fruchtfleisch gewonnen wird, und – sofern keine Aromen, Zucker oder Konservierungsstoffe dazu kommen – tatsächlich ein „Naturprodukt“.

Selbst Alfons Schuhbeck verkauft dieser Tage mit seinem Namen gesundes Kokoswasser, zum Glück nicht das von indi coco, weil ich sonst davon Abstand nehmen müsste, das hier vorzustellen.

Wie es um die Inhaltsstoffe bestellt ist, sieht man hier:

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Die 20 kcal je 100 ml stammen fast nahtlos aus Kohlenhydraten, mithin (natürlicher) Zucker. Auf 100 ml sind das fast 5 Gramm Zucker; den (relativ hohen) Kaliumgehalt des Produktes sieht man hier leider nicht, dafür aber das Fehlen von irgendwelchen Zugaben.

Und wie schmeckt das nun?

Auf der Packung steht, man solle indi coco eiskalt trinken. Außer an sehr heißen Tagen fände ich das unsinnig. Bei mir findet Kokoswasser in 3 Varianten Anwendung:

Als Getränk

Man kann das kalt trinken. Allerdings wird die hauptsächliche Anwendung von solchen 330ml-Kartons, die einen (relativ sinnfreien ausziehbaren) Strohhalm an der Seite tragen, das Trinken unterwegs oder nach dem Sport sein, und da schleppen die wenigsten eine Kühlbox mit. In Thailand habe ich frisches Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss getrunken, das mag ich sehr gern, aus USA kenne ich verschiedene Sorten aus der Dose.

Das Kokoswasser von indi coco schmeckt mild, sehr zurückgenommen nach Kokos, und auch nicht penetrant süß, sondern beinahe neutral. Damit kann es bei mir punkten, und ist auch bei Zimmertemperatur für mich ein guter, wohlschmeckender Durstlöscher.

Mit Chia

Noch ein gehyptes Superfood… ich habe mir zum Ausprobieren diverser Sachen einen Beutel Chiasamen gekauft. Eingeweicht in Kokoswasser (2-3 Esslöffel auf 200-250 ml Flüssigkeit) mag ich das ganz gern. Geschmacklich ändert sich da nicht viel, es ist aber eindeutig etwas, das mein Körper mag, auch an Tagen, an denen alles andere nicht so gut geht.

Als Smoothie

Ich bin kein Fan von Smoothies, das hat etwas mit Textur und dem Mischen von (zu) vielen Zutaten zu tun. Ausnahmen mache ich für frische reife Mango mit Joghurt (Lassi) und eventuell Erdbeer-Mandelmilchshakes. Tatsächlich geht indi coco auch super durchpüriert mit frischen bzw. aufgetauten Erdbeeren.

Mit Kokoswasser kann man  Dressings verlängern, Suppen verfeinern, oder sogar Reis kochen. Letzteres stelle ich mir spannend vor, beim Preis für Kokoswasser aber doch recht gediegen – das muss ich mal für ein feines Asiamenu ausprobieren. Der Zucker im Kokoswasser dürfte allerdings, wenn man nicht gerade den Reis dämpft, für leichte Karamellisation (etwa im Reiskocher) sorgen, und Kokosmilch und Wasser wäre da wahrscheinlich auch eine Option.

Summa summarum: ich mag das indi coco Kokoswasser gern als Getränk, das sich auch gut mit meinem gerade gesundheitlich angeschlagenen Körper zu vertragen scheint. Dank der glasklaren Zutaten und des feinen und dennoch relativ neutralen Geschmacks, der es damit sehr vielseitig macht, finde ich das Produkt wirklich empfehlenswert. Günstig ist es jedoch nicht, und frisches Kokoswasser aus einer jungen Kokosnuss schmeckt eine ganze Ecke aromatischer und, nunja, frischer. Am Ende gilt wie so oft: hier hilft nur, ausprobieren, ob es einem zusagt.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Susa sagt:

    Letzten Sommer trank ich sehr gerne Kokoswasser mit Ananassaft, aber wahrscheinlich war das aufgrund des milden Kokosgeschmackes (ich habe es nie pur probiert) Perlen vor die Säue… Welches Dressing verlängerst Du damit? Der Grieche hat es doch nicht sooo mit Essig und bevorzugt mildere Dressings.

    • FoodFreak sagt:

      du kannst eigentlich jedes beliebige Dressing damit verlängern, gut passt es natürlich zu asiatischen Dingen, aber sicher auch eine Vinaigrette oder ein dickflüssigeres Joghurt- oder Sahne/Mayo/Buttermilchdressing. Nur geschmacklich musst du halt ausprobieren, was dir/euch zusagt.

  1. 12. August 2015

    […] ich das Kokoswasser von indi coco getestet habe, war ich neugierig, wie sich denn andere Marken so schlagen, und sagte gern zu, als […]

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