Tchibo Kaffeerarität No. 1/2015 – Kenya Kahawa

Dieser Artikel wurde zuletzt am 20. September 2016 aktualisiert

Noch vor ein paar Wochen beklagte ich mich im Gespräch mit Freunden, dass es derzeit kaum Kaffee aus Kenia im Handel gebe (und wenn, dann nur zu exorbitanten Preisen). Eine Tasse gut gerösteter Kenya AA +(+) gehört zum Feinsten, das ich an Kaffee kenne – aber leider wird es immer schwieriger, den zu finden.

Umso erfreuter war ich, als mir gerade von Tchibo ein ostafrikanischer Kaffee zum Testen ins Haus flatterte, den es seit dem 2. Februar im Handel / den Filialen gibt.

Was die Kaffeeproduktion in Kenia angeht; das ist ein wirklich komplexes Problem, und die derzeit auch in Nyeri stattfindenden Eingriffe der Regierung in Kartelle, und der Zwang zu zentralisierter Verarbeitung machen die Dinge nicht eben durchschaubarer. Wie immer: es ist kompliziert.

Wo kommt der Kaffee her?

Der Kaffee stammt nach Angaben von Tchibo aus der Region Nyeri, von kleinen Kaffeefarmern (siehe auch Text etwa weiter unten). Wie immer bei den Raritäten aus dem Hause Tchibo ist auch diese hier in Sachen nachhaltiger Produktion mit dem Gütesiegel der Rainforest Alliance versehen.

So sehen die Bohnen aus

20150203-Canon EOS 60D-kenyakahawa

Die Bohnen sind zum Teil ungleichmäßig groß, was wahrscheinlich auch zu der nicht sehr homogenen Röstung geführt hat. Sie verströmen einen angenehmen, warmen, intensiven Duft mit einem Hauch Holzfeuer in der Nase.

Das schreibt der Hersteller

Der Kenya Kahawa wächst an den Hängen des majestätischen Mount-Kenya-Massivs, das sich kilometerhoch über die Savanne erhebt. Aufgrund der in den Hochgebirgsregionen aufgestauten Wolken gehen hier meist starke und lang anhaltende Niederschläge ab, wodurch sich ein schmaler Streifen tropischer Regenwald entwickeln konnte. Um den damit verbundenen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten für die kommenden Regionen zu bewahren, wurden weite Teile des Massivs zu Naturschutzgebieten erklärt.

Zu den Kaffeefarmen dieser Region haben wir eine besondere Verbindung: In enger Zusammenarbeit konnten wir Farmer durch Trainings zum nachhaltigen Kaffeeanbau und zum besseren Umgang mit Klimaveränderungen dabei unterstützen, die Rainforest-Alliance-Zertifizierung zu erlangen. Durch daran anschließende soziale Projekte haben wir dazu beigetragen, die Lebensbedingungen der Gemeinde zu verbessern.

Ein charakteristischer kenianischer Kaffee mit vollem Körper und reichem Aroma mit fruchtigen Noten von Schwarzer Johannisbeere.

Und wie schmeckt der Kaffee nun?

Wir haben den Kaffee – wie immer – in der French Press und in der Aeropress zubereitet. In beiden macht er eine gute Figur. Den Körper würde ich als mittelschwer einordnen, im Mund macht sich neben der sehr soliden, aber weich eingebundenen Säure und einem vollmundigen, nunja, „Kaffee“-Aroma etwas Geschmack von Kakaonibs breit, und tatsächlich auch ein wenig der versprochenen schwarzen Johannisbeeren, sowie die schon im Geruch wahrgenommenenen Anflüge an Rauch von einem Holzfeuer.

Der Kaffee lässt sich prima ohne Zucker trinken, am liebsten mag ich ihn aber mit wenig braunem Zucker. Er geht auch in Milchkaffee ganz gut, wenn man ihn etwas stärker brüht, ich fände das aber schade um diesen schönen Kaffee 😉

Nicht überraschend mag ich den Kenya Kahawa sehr – ich bin ja bekanntlich ein Fan der afrikanischen Kaffees, und wenn dieser hier auch nicht mit den Spitzenqualitäten aus der Region mithalten kann, ist es doch ein wirklich feiner Kaffee, der vorhersehbar viel zu schnell alle sein wird. Aber vielleicht ergattere ich ja noch welchen im Laden.

Für 9,99 Euro kann man derzeit 500 g des Kenya Kahawa in den Filialen von Tchibo bekommen, und natürlich auch online – solange Vorrat reicht.


Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt. Bildrechte am Bild der Packung; (c) Tchibo

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Wolfgang Rudel sagt:

    Hallo foodfreak,
    ja die Tchibo Rarität Kenia Kahawa hat mich angenehm überrascht.
    Wie so oft schon, hat mich auch hier der Zufall auf diese schöne Ding gebracht.
    Wie die Verhöltnisse des Kaffeeanbaus in der Welt sind, war ich der Meinung, dass diese weitgehend von Konzernen und in Zusammenhang mit Regierungen bestimmt werden.
    Dass die Rainforest Alliance hier einen Wandel des Umgangs mit Produktionsflächen und Farmern bewirken konnte, beeindruckt mich.
    Aber wie kommt es, dass Sie benachrichtigt werden, wenn bei Tchibo wieder eine Lieferung unverschnittener Keniakaffee ansteht.
    Solch einen Service hätte ich auch gern, da ich nicht stetig auf der Suche sein möchte.
    Viele Grüsse und ich freue mich auf eine Antwort.

    • FoodFreak sagt:

      Hallo Wolfgang,

      den Gedanken für eine solche Benachrichtigung reiche ich gern ans Tchibo-Kundenserviceteam weiter. Tatsächlich reicht aber dafür auch ein Newsletter von Tchibo, bzw. ein Blick auf die Website der Raritäten, die die jeweils nächste kurz vorher ankündigen.

      Ich stehe als Foodbloggerin auf dem Tchibo-Presseverteiler, und erhalte solche Infos immer etwas vorab, um darüber berichten zu können, wenn das Thema/Produkt für mich interessant ist – im vorliegenden Fall, das steht auch unter dem Text, hat mir Tchibo ausserdem eine Verkostungsprobe termingerecht zukommen lassen.

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