Tintenfisch-Kokos-Curry

Dieser Artikel wurde zuletzt am 16. August 2015 aktualisiert

Squid with coconut nennt Madhur Jaffrey dieses Gericht in ihrem Buch 100 Weeknight Curries. Das Buch stammt aus der Reihe „My Kitchen Table“, in der bekannte Köche jeweils 100 einfache Rezepte für Normalsterbliche aus ihrem Repertoire zusammenstellen. Der Titel ist allerdings irreführend, hier sind mitnichten 100 Curries versammelt, sondern 100 Rezepte aus der indischen Küche, zu denen auch Snacks wie frittierte Pappadams oder Pakoras, Reisbeilagen und Chutneys und Pickles zählen. Allen gemeinsam ist allerdings, dass sie mit einer übersichtlichen Zahl an Zutaten auskommen, und relativ einfach zu machen sind – schön für Einsteiger.

Tintenfisch-Kokos-Curry
Ich wollte schon lange mal wieder mit Tintenfisch, genauer Kalmar kochen – einige Rezepte aus der indischen Küche stehen auf der nach unten offenen Ausprobieren-Liste – und da kam mir ein Curry ganz recht, das mit relativ wenig Aufwand umzusetzen war (und meine Reste an älteren Kokosraspeln abbaut).


Tintenfisch-Kokos-Curry

nach: Madhur Jaffrey: 100 Weeknight Curries

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

CURRY

  • 25 Gramm Kokosraspel
  • 150 ml Wasser, heiß
  • 4 Esslöffel Kokosöl, oder neutrales Pflanzenöl
  • 1 rote Zwiebel, fein gehackt
  • 1 cm frischer Ingwer, fein gehackt
  • 20 frische Curryblätter
  • 1 Esslöffel scharfes Paprikapulver
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1 Esslöffel gemahlener Koriander
  • 500 Gramm Tintenfisch (Kalmar), küchenfertig geputzt, in Ringen von ca. 1 cm Breite
  • Salz, nach Geschmack

SOWIE

  • 2 Esslöffel Kokosöl, oder neutrales Pflanzenöl
  • 25 Gramm Schalotten, in feinen Halbringen
  • 20 frische Curryblätter
  • 1 Limette, den Saft

Zubereitung

  1. Die Kokosraspel mit dem Wasser übergießen und 1 Stunde quellen lassen. Dann in ein Sieb geben, ausdrücken, die Flüssigkeit auffangen. 100 ml abmessen. Im Mixer Kokosraspel und die 100 ml Flüssigkeit zu einer glatten Paste mixen.
  2. 4 Esslöffel Öl in einem großen breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Ingwer und die Curryblätter 3-4 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis die Zwiebeln weich sind. Die Gewürze zugeben und alles weitere drei Minuten rührbraten (nicht zu dunkel werden lassen). Die Tintenfischringe in den Topf geben, umrühren, etwas salzen, 3 Minuten braten lassen. Nun die Kokoscreme zugießen, und alles 5-7 Minuten unter Rühren garen, bis der Tintenfisch gar ist.
  3. Während der Tintenfisch gart, in einer kleinen Pfanne 2 Esslöffel Öl erhitzen. Curryblätter und Schalottenringe darin braten, bis die Schalotten goldbraun und knusprig sind.
  4. Den Tintenfisch in eine Servierschale geben, mit etwas Limettensaft besprenkeln. Schalottenringe und gebratene Curryblätter darauf geben, einen Teil davon untermischen. Mit gedämpftem Reis servieren.

Verändert habe ich im Vergleich zum Original vor allem die Gewürze – im Buch steht etwas von 1 tablespoon cayenne. Ich weiss nicht, was in UK als Cayenne verkauft wird, oder ob der Rezeptschreiber hier einfach Kashmiri lal mirch generisch als Pulver aus scharfen Chilis verstanden hat, aber zumindest bei dem Cayenne in meinem Haushalt wäre das ungenießbar. Tatsächlich hat sich bei mir der Einsatz von (gutem, ungarischem) scharfem Paprikapulver als Ersatz für solche Angaben in englisch-indischen Rezepten bewährt. Jaffrey schreibt, das Gericht sei „quite hot“- wer es also mit mehr Wumms möchte, greift hier zu etwas schärferem.

Im Original benutzt Madhur Jaffrey 50 g frische Kokosraspel, schlägt aber auch vor, rehydrierte zu verwenden, wenn frische nicht verfügbar sind:

If you wish to substitute unsweetened, desiccated coconut for fresh coconut use 25g (1oz). Barely cover with warm water and leave for 1 hour, then proceed with the recipe.

Meine Zugabe ist der Limettensaft am Ende, da das Gericht zwingend (für mich) noch Säure brauchte. Und während Madhur Jaffrey die Schalotten hackt und mit den Curryblättern unterhebt, haben wir uns für Halbringe entschieden, deren schönen Crunch man ruhig oben auf den Tintenfischringen lassen sollte.

Die Mixtur mit Kokos und den vielen frischen curry leaves ist sehr südindisch (den Angaben im Buch nach stammt das Gericht aus Kerala, was zur reichlichen Verwendung von Kokos passt), und ziemlich lecker.

4 Portionen, wie von Jaffrey angegeben, ergibt das aber nur knapp, ein zusätzliches (kleines) Gemüsegericht wäre – neben viel Reis – keine dumme Idee als Begleiter.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Den Tintenfisch würde ich sicher nicht verschmähen, klasse!

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