Gong Bao Ji Ding – Huhn mit Chilis und Erdnüssen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 24. August 2015 aktualisiert

„Boah wie lecker!“ und „Meim Mummp bremmp.“ waren die beiden meist geäusserten Sätze, als gestern dieses Gericht aus der Sichuan-Küche in der Casa Foodfreak auf dem Speiseplan stand.

Gong Bao Ji Ding - Huhn mit Chilis und Erdnüssen

Mit Kung Pao Chicken, der amerikanisierten und eher mild-süßen American-Chinese-Version dieses Gerichtes, hat das würzige Huhn nur am Rande zu tun. Gefunden habe ich das Ausgangsrezept auf der Website des SAVEUR magazine.


Gong Bao Ji Ding – Huhn mit Chilis und Erdnüssen

adaptiert nach einem Rezept des SAVEUR magazine

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

HUHN

  • 500 Gramm Hähnchenbrustfilet
  • 1 Esslöffel Maisstärke
  • 1 Esslöffel helle Sojasauce

SAUCE

  • 3 Esslöffel helle Sojasauce
  • 3 Esslöffel Shaoxing-Reiswein, ersatzweise Sherry
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Hühnerbrühe
  • 4 Esslöffel schwarzer Chinkiang-Essig, ersatzweise ein billiger Balsamessig
  • 1 Esslöffel dunkles Sesamöl
  • 2 Esslöffel süße Sojasauce

UND

  • 3 Esslöffel Erdnussöl, oder Kokosöl
  • 12 getrocknete rote Chilis, entstielt, längs zerteilt und entkernt
  • 5 Lauchzwiebeln, das Weisse und Hellgrüne, in Ringen
  • 1 große Knoblauchzehe, gehackt
  • 2 cm frischer Ingwer, fein gehackt
  • 3-4 Esslöffel geröstete gesalzene Erdnüsse

Zubereitung

  1. Das Huhn in kleine Stückchen schneiden. Sojasauce und Stärke glattrühren, das Huhn damit gründlich durchmischen, und mindestens 30 Minuten marinieren lassen.
  2. Die Zutaten für die Sauce miteinander verrühren.
  3. Das Öl in einem Wok sehr heiß werden lassen. Zunächst etwa die Hälfte der Lauchzwiebeln mit den Chilischoten, Ingwer und Knoblauch darin (sehr kurz) anbraten. Für ausreichend Belüftung sorgen – die Ausdünstung der Chilis beschert sonst einen Hustenreiz. Dann das Huhn hinzugeben, und alles 2-3 Minuten pfannenrühren. Das Huhn muss noch nicht gar sein, sollte aber rundum einmal angebraten sein.
  4. Die Sauce zugeben, alles auf starker Hitze 3-5 Minuten einkochen lassen, dabei immer wieder durchrühren. Die Sauce soll andicken und das Huhn gar werden.
  5. Die Erdnüsse und eine Handvoll Lauchzwiebelringe untermischen, kurz heiß werden lassen. Gericht in eine Servierschale füllen, die restlichen Lauchzwiebeln darüber streuen.

Bei SAVEUR werden „raw peanuts“ verwendet, und das würde ich auch in Asien so erwarten, allerdings die Erdnüsse dann nicht roh in den Wok geben, so schmecken sie zu sehr nach den Hülsenfrüchten, die sie sind. Der Einfachheit halber habe ich geröstete, gesalzene Erdnüsse benutzt. Statt Sichuan-Chilis habe ich selbst gezogene, getrocknete sibirische Hauspaprika eingesetzt, kleine Pfefferschoten mit einer ganz prächtigen Basisschärfe, die den Sichuanchilis ziemlich ähnlich sehen.

Das, was dieses Essen ausmacht, ist die unglaublich leckere Sauce. Besonders die malzige Säure des schwarzen Chinkiang-Essigs macht sich hier gut. Vermissen tue ich eigentlich nur die ätherischen Bizzel von ein paar Szechuanpfefferkörnern, wie zum Beispiel auch in der Variante von Rasa Malaysia, die Chili & Ciabatta zubereitet hat.

Dazu muss natürlich unbedingt Reis als Beilage gereicht werden, schon um die Schärfe etwas abzupuffern. Ein etwas gemüselastigeres zweites Gericht schadet sicher auch nicht.

Hat man alle Zutaten zu Hause, ist das im Handumdrehen gemacht und unglaublich lecker. Kommt hier fest ins Repertoire.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

7 Antworten

  1. lieberlecker sagt:

    Sabber 🙂
    Das wäre genau meins – jetzt oder irgendwann!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  2. Jan sagt:

    Das klingt verdammt lecker! 🙂
    Einzig das Detail mit den Erdnüssen hab ich nicht ganz verstanden: also, du hast geröstete/gesalzene genommen. Wenn du die rohen Erdnüsse aber in Asien so erwarten würdest, weshalb würdest du sie dann nicht so in den Wok tun? Und was würdest du stattdessen mit ihnen machen?

    • FoodFreak sagt:

      sorry, da habe ich mich umständlich ausgedrückt. In Asien nähme mann wie auch hier rohe ungesalzene Erdnüsse. Während die aber bei SAVEUR nur am Ende untergemischt werden und dadurch roh bleiben, würden sie in Asien meist zumindest angeröstet, und zwar bevor irgendwas anderes in den Wok kommt, oder aber genug Platz im Wok am Ende freigeschaufelt, um sie nochmal auf brüllheißer Flamme geröstet zu bekommen. Es kämen also frisch geröstete Erdnüsse dabei heraus. Deswegen habe ich mich a priori für geröstete entschieden (und weil die nächsten ungerösteten Erdnüsse einen 30-Minuten-one-way-Trip zum nächsten Asienladen entfernt gewesen wären). So klarer?

  3. Jan sagt:

    Aaah ja, jetzt, danke! 🙂 Siehste, das Detail, dass die im Original-Rezept _komplett_ roh bleiben, hatte ich übersehen, da ich von vornherein annahm, dass die zumindest einmal kräftig in der Pfanne landen.
    Ironischerweise habe ich nämlich gerade die rohen und nicht die gerösteten Erdnüsse hier und werd mich nachher mal an dieses Rezept machen. 🙂

  4. Claude Andreoni sagt:

    Super Rezept, Danke

  1. 13. Dezember 2014

    […] schon bei dem Gong-Bao-Hühnchen ist es auch hier die mit Sesamöl und Chinkiangessig abgeschmeckte Sauce, die der Star des […]

  2. 29. Dezember 2014

    […] bei Foodfreak, adaptiert nach einem Rezept des SAVEUR magazine. “Meim Mummp bremmp” habe ich nicht […]

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