Braune-Butter-Kuchen mit Kürbis

Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. Februar 2017 aktualisiert

Herbstzeit ist Kürbiszeit, und da meine Mutter den Kürbis zwar in ihrem Garten zieht, aber bis auf Butternut nicht wirklich mag, habe ich stets einen reichen Vorrat davon im Dezember. Dieses Jahr umso mehr, denn anstelle von Butternuts kamen aus ihren Pflänzchen dicke runde Moschuskürbisse. Im Grunde mag ich Kürbis; das entscheidende Problem ist für mich: man hat irgendwie immer zuviel davon. Genau deswegen pflege ich ja auch eine eher umfängliche Liste an Kürbisrezepten aus der Blogwelt: damit mir die Ideen nicht ausgehen.

Braune-Butter-Kuchen mit Kürbis

Eine der Ideen, die dort bis vor kurzem standen, war ein Brown butter and butternut loaf von Food52, der jetzt, da ich ihn ausprobiert habe, natürlich meiner Rezeptfassung weicht. Nur zu gern hätte ich noch etwas Kürbismus meines Moschuskürbis benutzt – ausser süß und weich können die nicht viel – aber im TK wartete just die richtige Menge übrig gebliebenes Kürbispüree von den Kürbis-Empanadas… nun denn.


Braune-Butter-Kuchen mit Kürbis

adaptiert nach einem Rezept bei Food52

Ergibt: 1 Kastenkuchen

Zutaten

KUCHEN

  • 250 Gramm Butter
  • 150 Gramm Kürbispüree
  • 2 Eier Klasse M
  • 150 Gramm Zucker, weiss
  • 50 Gramm Zucker, braun
  • 180 Gramm Weizenmehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Kaisernatron, baking soda
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1/4 Teelöffel Muskatnuss, frisch gerieben

FROSTING

  • 90 Gramm braune Butter, flüssig, von oben
  • 2 Prisen feines Salz
  • 150 Gramm Puderzucker

Zubereitung

  1. Die Butter schmelzen und braune Butter herstellen. (Wie das geht, steht z.B. hier.) Etwas abkühlen lassen.
  2. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Eine Kastenform gut ausfetten,
  3. In einer großen Schüssel die Eier mit dem Zucker cremig aufschlagen, idealerweise mit der Küchenmaschine / dem elektrischen Handrührer. Nun 110 Gramm von der braunen Butter (NICHT die gesamte Menge!) zugeben und unterrühren. Als nächstes das Kürbispüree einarbeiten.
  4. In einer Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Backpulver, Natron und Muskat) vermischen. Bei niedriger Geschwindigkeit die trockenen Zutaten unter den Teig rühren. Teig in die vorbereitete Form gießen und etwas glatt streichen,
  5. 60-70 Minuten backen (Stäbchenprobe!).
  6. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen.
  7. Die Zutaten für den Guss / das Frosting in einer kleinen Schale gut verrühren, dabei zuerst Salz und Zucker mischen, dann nach und nach die Butter zugeben, bis eine glatte Masse entsteht. Notfalls die braune Butter etwas erwärmen. – Etwas abgekühlt wird das Frosting fester und streichfähiger. Den Kuchen mit dem Frosting bestreichen und an einem kühlen Ort stehen lassen, bis der Überzug fest geworden ist.

Zum Frosting: die Mengen sind nur so pi Mal Daumen; ich habe schlicht einen Hügel Puderzucker in eine Schale gekippt, das Salz hinzugefügt und gemischt, und dann mit brauner Butter vermengt, bis die Konsistenz schlüssig war. Bei Food52 wird dafür extra gesalzene Butter zerlassen; so herum funktionierte es aber bestens. Erstaunlicherweise hat der Kuchenüberzug trotz der Zutaten eine beinahe zitronige Note. Es bleiben am Ende 1 oder 2 Esslöffel braune Butter über; ich denke, das sollte in den wenigsten Küchen ein Problem darstellen.

Gebacken habe ich, wie man oben im Bild sehen kann, den Kuchen nicht in einer normalgroßen Kastenform, sondern zwei kleine Kuchen, was mir sehr gut gefiel. Die Küchlein sind super zu portionieren im Kleinhaushalt. Von einer Notfallaktion, bei der ich Kuchen gekauft habe, hatte ich noch zwei „Einweg“-Backformen, die ich gründlich gereinigt und neu gefettet hier wiederverwendet habe. Vergleichbare Formen gibt es auch z.B. bei Amazon in rot oder braun gemustert: Einweg-Kastenformen 17,5 x 7 x 5 cm. Preislich ist das natürlich Irrsinn – für einen Geschenk-Kuchen aber ggf. dennoch eine nette Idee. Logischerweise kann man auch eine ganz normale lange Kastenform benutzen, oder metallene kleine Kuchenformen…

Der Kuchen mit der beurre noisette drin hat eine subtile Note von Muskatnuß, und eine angenehm zurück genommene Süße mit einer milden Karamellnote; der Kürbis ist (zum Glück?) kaum rauszuschmecken. Das Frosting, obwohl sehr süß und reichhaltig, harmoniert damit ganz hervorragend. Und so habe ich an diesem Kuchen eigentlich auch nur eins zu meckern:

Er verbraucht einfach nicht genug Kürbis 😀

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Bettina sagt:

    Das Frosting mit der braunen Butter klingt ja toll, das stell ich mir zu dem Kürbiskuchen super stimmig vor! Kommt auf meine to-do-Liste!! 🙂
    Liebe Grüße, Bettina

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