Blättrige Butterhörnchen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. November 2016 aktualisiert

Blättrige Butterhörnchen

Zu den Festtagen nehmen der Liebste und ich uns gern Zeit, Neues auszuprobieren in der Küche, und frühstücken auch schon mal etwas ausführlicher als im Alltag, wo zumindest bei mir das Frühstück auch nur eine Tasse Kaffee oder ein Glas Orangensaft sein kann. Und so kamen die sehr hübschen „extra flaky homemade crescent rolls“ von Half Baked Harvest auf die Nachkochliste.

Die Tücke des Objektes: bevor die kleinen Teilchen ofenwarm in den Mund hüpfen können, wird ein klassischer Plunderteig, also eine Art Hefe-Blätterteig, hergestellt, der zwar nicht kompliziert ist, aber eben seine Zeit braucht. Also beschloss ich, den Teig am Heiligabend zu machen und über Nacht kalt zu legen. Ein bißchen Wartezeit hat es dann allerdings immer noch….


Blättrige Butterhörnchen

nach Half Baked Harvest

Ergibt: 12-16 Hörnchen

Zutaten

  • 60 ml Wasser, warm
  • 1 Tütchen Trockenbackhefe; siehe Kommentar
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Ei Klasse M
  • 175 ml Milch, warm
  • 15 Gramm Butter, zerlassen, etwas abgekühlt
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 125 Gramm Butter, weich (zum Bestreichen)
  • 360 Gramm Weizenmehl Type 405, nach Bedarf etwas mehr
  • 1 Ei Klasse M, verschlagen

Zubereitung

  1. Wasser, Hefe und Zucker in der Rührschüssel der Küchenmaschine verrühren und 5 Minuten stehen lassen.
  2. Butter, Ei, Milch und Salz zugeben und die Maschine zunächst auf niedriger, später auf mittlerer Stufe kneten lassen, bis ein glatter, glänzender Teig entsteht.Er sollte sich vom Schüsselrand lösen, darf aber noch ein wenig kleben. Je nach Bedarf etwas Mehl nachgeben.
  3. Den Teig kurz auf einer wenig bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, in eine saubere, geölte Schüssel geben, im Öl wenden, abdecken und für 30 Minuten in den Kühlschrank befördern.
  4. Teig auf der Arbeitsfläche (leicht mehlen) zu einem großen Rechteck ausrollen, ungefähr 6 mm dick. Die weiche Butter gleichmäßig darauf streichen. Nun ähnlich einem Brief zusammenfalten, das untere Drittel auf die Mitte legen, das obere Drittel darauf klappen. Für 10 Minuten abgedeckt ind en Tiefkühler stellen (ich habe den Teig auf einer stählernen servierplatte geparkt dafür).
  5. Den Teig aus dem TK nehmen, ausrollen, wie zuvor beschrieben erneut zusammenfalten. Das ist die 1. Toure. In den Tiefkühler legen. Den Vorgang mehrfach wiederholen (im Original 3 Touren, ich hab 5 oder 6 gemacht).
  6. Den Teig – es sollte jetzt ein etwas handlicheres kleines Paket sein – zusammenklappen, in Folie wickeln, und mindestens über Nacht oder bis zu drei Tage in den Kühlschrank stellen.
  7. Vor dem Backen zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  8. Den Teig ausrollen, mit dem Pizzaschneider oder einem scharfen Messer tortenstückähnliche Dreiecke schneiden und zu Hörnchen aufwickeln (das gerade Ende auf die Spitze zuwickeln). Die Hörnchen mit mindestens 5 cm Abstand! auf die Bleche legen, und 30-60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind. Den Ofen auf 200°C aufheizen.
  9. Final proofing #Baking #foodfreakvsthecroissant

  10. Mit verschlagenem Ei bepinseln, im Ofen 12-15 Minuten (oder bis sie goldbraun sind) backen.

Das Ergebnis sind sehr schöne, fluffige, buttrige Frühstückshörnchen, außen knusprig, innen weich, die mit nicht zu süßem Gelee kombiniert ein ganz wunderbares Weihnachtsfrühstück abgaben.

20141225-Canon EOS 60D-butterhoernchen-mehrere

Insgesamt schmeckte mir der Teig noch etwas zu sehr nach Hefe; bei der langsamen Kühlschrankgare werde ich es das nächste Mal mit der Hälfte oder auch nur einem Drittel der Menge angehen, und vielleicht noch ein, zwei Touren mehr falten. Beim Essen stellte ich auch fest, weshalb Tieghan ihre crescent rolls mit gesalzener Butter bestreicht (die hatte ich nicht da und wollte nicht extra welche kaufen; ich habe dafür etwas mehr Salz im Teig verwendet als sie) — eine minimal salzigere Note hätte gut harmoniert; eventuell werde ich es mal mit beurre demi-sel aus Frankreich versuchen.

Wir haben 12 größere und 4 etwas kleinere Hörnchen heraus bekommen; 3 der größeren Hörnchen sind eine gute Frühstücksportion, insgesamt also ein Rezept für 4 Portionen.


Weil es mich im Vergleich zu „Knack und Back“ und Co. und auch dem Bäcker mal interessierte, hier die Kalkulation (ohne Arbeit und Strom für den Ofen), grob überschlagen

Trockenbackhefe, 1 Tütchen 0,10 Euro
2 Eier 0,40 Euro
15 Gramm Zucker 0,02 Euro
175 ml Milch 0,18 Euro
7 Gramm Salz 0,01 Euro
140 Gramm Butter 0,64 Euro
360 Gramm Mehl 0,36 Euro
1 Esslöffel Pflanzenöl 0,04 Euro
Summe 1,75 Euro

Bei 12 Hörnchen:
je Hörnchen: 0,15 €
– je Portion (3 Hörnchen): 0,45 €


Guten Appetit!

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Shermin sagt:

    Mjam! Die Butterhörnchen sehen zum Reinbeißen aus. Ich habe jetzt auch schon öfter Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und bin mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Okay – natürlich um Welten besser, als gekaufte Dinge und es schmeckt toll. Ganz frisch ist es aber geschmacklich immer noch schöner (nur fehlt mir vor dem Frühstück oft die Gehirntätigkeit dazu… ;)).
    Liebe Grüße & kommt beide gut & gesund ins neue Jahr!

  1. 2. Januar 2015

    […] schon bei den Butterhörnchen sollte der Teig laut Originalrezept mindestens 4 Stunden, oder aber über Nacht in den […]

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