Miracoli Spezialität Lasagne

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. August 2015 aktualisiert

Ein bisschen überrascht waren wir ja schon, als hier das Paket von Miracoli aufschlug. Doch dann fiel mir ein, da war doch mal eine Möglichkeit, die Miracoli Lasagne und die Pestos zu testen. Nun gut, eigentlich widerspricht hier der Convenience-Gedanke unserem Ansatz von selbstgemacht, doch die Zutatenliste las sich vernünftig. Also haben wir die Lasagne mal probiert.

Wir waren schon verwundert, dass hier keine Geschmacksverstärker zum Einsatz kommen. Auch Aromen werden nicht eingesetzt.

Lasagneplatten: Hartweizengrieß.

Trockenmischung für Käse-Béchamelsauce: Süßmolkenpulver, Käse, gehärtetes Palmfett (enthält Milchproteine), Gewürze, Buttermilchpulver, Maltodextrin, Weizenmehl, Salz, modifizierte Tapiokastärke, Kräuter. Kann Spuren von Ei, Soja und Senf enthalten.

Würzmischung: Sahnepulver, Salz, Gewürze, Weizenmehl, Zucker, Kräuter (enthält Sellerie). Kann Spuren von Ei, Soja und Senf enthalten.

Tomatenmark: Tomatenpaste, Tomaten.

Sieht gar nicht mal so übel aus, allerdings: Maltodextrin müsste ebensowenig sein wie das Palmöl.

Die Packung von Miracoli bietet sich vor allem für diejenigen an, die nicht unbedingt ein Rezept lesen oder sich ein Dutzend einzelne Zutaten kaufen wollen. Zusätzlich zu der Packung benötigt man nur noch 300 Gramm Rinderhack, 20 Gramm Butter und 160 ml Milch.

Entsprechend einfach ist die Zubereitung. Das Hack wird angebraten und mit der Würzmischung und dem Tomatenmark sowie Wasser zu einer Soße verarbeitet. Aus der Bechamel-Mischung wird mit der Milch eine Soße zubereitet. Dann wird alles in einer Form geschichtet – wer will, tut auch noch Reibkäse drauf – und kommt eine Weile in den Ofen. Fertig ist eine Lasagne. Die sieht dann zwar nicht aus wie auf der Packung, macht sich aber gar nicht schlecht.

Drei Portionen kommen aus so einer Packung heraus. Passend also für Familien, so nur ein Kind und kein großer Esser dabei ist. Die Lasagne, die wir am Ende auf dem Teller hatten, schmeckte nicht schlecht. Eine richtig selbst gemachte kann sie aber (erwartungsgemäß) nicht ersetzen. Dennoch hat dieser Test hier im Haus ein bisschen mit den Vorurteilen gegenüber Miracoli aufgeräumt. Wir hatten hier eine vergleichsweise vernünftige Zutatenliste und am Ende ein Ergebnis, auch wenn es etwas zu lange im Ofen war, das man essen konnte.

Wer seine Lasagne gerne selber macht, der findet hier auf dem Blog ein paar Inspirationen.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. SlowerEat sagt:

    hallo,

    Wenn da Spuren von dem und dem drin sind, dann ist die Zutatenliste nicht vollständig. Und wie man aus Milch und anderen Dingen Pulver macht muss man sich erst mal anschauen. Da wird sicher nicht frisch gefriergetrocknet und dann zerrieben. Das sind monströse hässliche Anlagen die das machen. Ich finde diese Darreichungsform von Miracoli nach wie vor Augenwischerei. Es suggeriert eigenes Kochen, was entpulverisieren aber nun mal nicht ist. Schade dass das der Artikel nicht rüberbringt.

    • FoodFreak sagt:

      Zu den Spuren von: was Susanne sagt. Wenn du schon an Zutatenlisten herummeckerst, solltest du die Regelungen des Lebensmittelrechts hinsichtlich Deklaration vielleicht kennen?

      Inhaltsstoffe: Ich finde explizit positiv, dass keine Geschmacksverstärker drin sind (auch keine versteckten), keine billigen und/oder gehärteten Fette, keine Aromen, keine Mono- und Diglyzeride von irgendwas, keine obskuren Emulgatoren und Verdickungsmittel. – Dass etwas in „monströsen“ Maschinen gefertigt wird, ist für mich kein a priori gültiger Hinderungsgrund, etwas zu essen. Es ist illusionär und ein wenig blauäugig, anzunehmen, dass wir alle von handwerklich gefertigter Nahrung leben können. Für mich sind Maschinen per se nicht monströs, sondern Werkzeuge – das magst du gern anders sehen.

      In Sachen Kochen oder nicht Kochen: natürlich wird hier eher zubereitet als selbst gekocht. Aber das ist für viele ein Fortschritt, statt sich die Kühllasagne warmzumachen oder die TK-Pizza in den Ofen zu schieben. Schön, wenn man – wie wir – das auch anders kann (und mag). Aber ich bin nicht der Maßstab, und ganz gewiss keine, die anderen Menschen vorschreibt, wie sie zu leben oder essen haben. Ich gebe dir natürlich recht, der Hersteller verkauft so ein Produkt den Leuten als Mamma-Küche, eben „selbst gemacht“, und davon ist es weit entfernt – das ist halt Marketing. Wer das anno 2014 nicht durchschaut, hat, glaube ich, noch ganz andere Probleme als nur das Essen.

      Wenn du findest, dass dazu wie zur Produktion von Süßmolkenpulver etc. jemand etwas Fachkundiges schreiben sollte: ich freue mich, einen Artikel darüber in deinem Blog zu lesen. Oder gern auch als Gastbeitrag hier, wenn dir das lieber ist.

  2. Susanne sagt:

    SlowerEat, ich bin zwar keine Miracoli-Nutzerin, aber der „Spuren von“-Vermerk bedeutet ja nicht, dass diese Sachen tatsächlich in der Packung sind. Das ist der Hinweis für Allergiker….weil in der gleichen Anlage eben beispielsweise auch Ei verarbeitet wird, kann es sein, dass versehentlich etwas Ei in die Lasagne gerät.

  3. Ulrike sagt:

    *klugscheißmodusan*Rein lebensmittelrechtlich gesehen brauch der Herr Slower Eat wohl Nachhilfe. Das „Kann Spuren von Ei, Soja und Senf enthalten“ ist der ab-so-lut korrekte Allergikerhinweis für jene, die schon auf Spuren von dem Zeugs reagieren. Frau Foodfreak ist da wohl mehr bewandert *klugscheißmodusaus*

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