Hähnchencurry mit Krachai und Nam Ya-Paste

Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. Februar 2017 aktualisiert

Für die April 2013-Ausgabe des OLIVE magazine hatte die Crew des (nicht mehr existenten) Naamyaa-Café in London ein Thai-Menu zusammengestellt, das mir ganz gut gefiel. Daraus habe ich mir das Rezept für chicken and wild ginger with kanom jin ausgesucht, dann aber doch eine ganze Menge am Rezept modifiziert, deswegen ist das hier vorgestellte Gericht eher lose inspiriert davon.
Hähnchencurry mit Krachai und Nam Ya-Paste
Kanom Jin oder khanom jeen sind eine spezielle thailändische Nudelart aus einem fermentierten Reismehlteig; üblicherweise wird als Ersatz vorgeschlagen, japanische Somen zu nehmen. Das Hühnercurry mit Nam Ya wird zu einer Art Spaghettisauce gestampft, die man über diese Nudeln gibt.

Nam Ya-Paste gibt es in gut sortierten Asialäden; sie ist relativ mild verglichen mit den meisten anderen Currypasten, und wird gern für Fischcurrys benutzt. Wenn ich mal wieder einen schönen Büschel krachai bekomme, mache ich sie vielleicht auch mal selbst nach diesem Rezept.


Hähnchencurry mit Krachai und Nam Ya-Paste

adaptiert nach einer Idee des Naamyaa Café, London

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

CURRY

  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 400 ml Kokosmilch
  • 500 Gramm Hähnchenbrustfilet, oder ausgelöste Hühnerkeule
  • 6-8 Thai-Chilis, rot und grün
  • 3-4 Esslöffel Nam Ya-Currypaste
  • 3-4 Finger Krachai (Fingerwurz, lesser ginger), geschält, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Esslöffel Fischsauce
  • 2 Prisen Rohrzucker
  • 1/4 Block Creamed Coconut, geraspelt oder gehackt
  • 3-4 Finger Krachai (Fingerwurz, lesser ginger), geschält, in dünne Raspel geschnitten

BEILAGEN

  • 200 Gramm Reis-Vermicelli, gekocht
  • 4 Eier, wachsweich oder hart gekocht
  • 1 Handvoll Thai-Basilikum, bai horapa (süßes Basilikum)
  • 1/2 Kohlrabi, in dünnen langen Raspeln/Streifchen

Zubereitung

  1. Brühe und Kokosmilch mit einer Prise Salz in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen, 10 Minuten köcheln lassen.
  2. Das Huhn zugeben, auf milder Hitze ca. 10-12 Minuten pochieren. Wenn das Fleisch gar ist, die Hitzezufuhr abschalten, und das Fleisch aus der Flüssigkeit nehmen, abtropfen und abkühlen lassen. Kochflüssigkeit aufbewahren, das Huhn in längere Streifen zerzupfen.
  3. Die entstielten (!) Chilis im Mörser zerstampfen, dann die Currypaste zugeben und gut zerreiben.
  4. making nam ya curry

  5. Die Kochflüssigkeit erneut erhitzen, die Currypaste darin ca. 10 Minuten köcheln lassen, dann das Huhn zugeben, 15 Minuten auf kleiner Flamme simmern lassen.
  6. Fischsauce, Zucker und Creamed Coconut untermischen, zwei Minuten unter Rühren köcheln. Mit Salz und Zucker und Fischsauce abschmecken. Die Krachai-Streifchen unterziehen.
  7. Das Curry in eine Servierschüssel füllen; dazu gekochte Reisnudeln servieren und halbierte Eier, Thai-Basilikum und Kohlrabiraspel auf einen extra Servierteller häufen.

Statt Soja-/Mungbohnensprossen habe ich mich für fein geschnittene Kohlrabistreifchen als Beigabe entschieden, da es Mungsprossen selten in ansprechenden Qualitäten gibt, und ich noch seltener eine große Packung davon brauche. Den Faktor Crunch spendierte mir die Kohlrabi sehr zuverlässig.

Schließlich und endlich habe ich mehr Chilis und etwas weniger Currypaste eingesetzt, und das Huhn nur zerzupft, nicht zerstampft, da ich ein Curry mit sichtbarem Huhn wollte, das ich dann mit Reis-Vermicelli serviert habe. Das Endergebnis ist ein hoch aromatisches, köstliches Hühnercurry mit einer guten Basisschärfe – zur Nachahmung empfohlen!

 

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Tina@Foodina sagt:

    Letztens wollte im Asialaden ein Becher von dieser Nam Ya-Paste mit und schlummert jetzt im Vorratsschrank. Krachai ist auch noch im TK… Ich glaub, das Curry gibt’s demnächst hier..

  1. 12. Mai 2014

    […] Hähnchencurry mit Krachai und Nam Ya-Paste […]

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