Weiss Delicatessen & Bakery, Henderson, NV

Dieser Artikel wurde zuletzt am 6. März 2017 aktualisiert

Dass das mit dem Essen in USA mal wieder nicht einfach werden würde, war uns bereits vor dem Start zu unserem USA-Südwest-Trip im Februar klar. Als kleine Helferlein haben wir dabei neben Foursquare vor allem Yelp und Urbanspoon als hilfreiche Websites entdeckt; ein Eintrag bei Yelp war es auch, der uns zur Weiss Restaurant Delicatessen Bakery in Henderson führte.

Weiss Delicatessen

Henderson war früher ein am Stadtrand von Las Vegas gelegener Ortsteil, den man aber heute beinahe schon als ‚mitten in Vegas‘ bezeichnen kann, der Las Vegas Boulevard (gemeinhin: „Der Strip“) endet genau in Henderson, und geht dort in die Hauptverkehrsstraße, die Sunset Road, über, und auch der internationale Flughafen von Las Vegas, McCarran, liegt genau dran. Wir hatten, wie schon 2012, auch ein Hotel dort gebucht, und das Deli lag bequem auf dem Weg dorthin und ohne großes Gegurke in einer kleinen Mall gelegen (in der sich weiterhin noch ein Postamt und ein Trader Joe’s befindet).

Unglaubliche Essensmengen kommen aus der langen Küchenausgabe, der Laden brummt nur so.

Weiss Delicatessen

Die Reviews versprachen typisch jüdische Küche wie in einem Ostküsten-Deli, und eine hervorragende Hühnersuppe. Gewarnt durch die Hinweise in den Bewertungen (und die generell in USA für meine Begriffe überdimensionierten Portionen) entschied ich mich für eine „small bowl“ der hausgemachten Chicken Soup, die wirklich hervorragend war.

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Der Liebste nahm das Pastrami-Sandwich, das auf dem mit weitem Abstand besten Brot des gesamten Trips kam (Rye), und nicht nur sehr großzügig belegt war, sondern auch großartig schmeckte. Dazu gab es die vermutlich weltbeste eingelegte Gurke ever (kosher dill pickle) und wahlweise Fries oder Kartoffelsalat. Den Kartoffelsalat hätte man allerdings nicht haben müssen…

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Am Eingang von Weiss Delicatessen steht eine Tafel mit Tagesspecials, aber Dinge wie Hühnersuppe, Pastramisandwich, Reuben Sandwich, Bagels mit Lox und Schmear oder auch Gerichte mit gegarter Zunge oder chopped liver gehören hier zum stets verfügbaren Standard, den man selbstredend auch als Takeaway haben kann.

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Das Ambiente ist eher amerikanisches Diner der 80er, aber zum einen passt der Retro-Look irgendwie zum Laden, und zum anderen geht man da nicht wegen der Gemütlichkeit hin… 😉

Ein sehr lohnender Stopp im Großraum Las Vegas für wirklich fabelhafte, handgemachte Kost – empfehlenswert.

Die Öffnungszeiten, wie sie derzeit an der Tür stehen:

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. nata sagt:

    Sehr lesenswert mal wieder, was Du schreibst. Schon seit einiger Zeit hatte ich mich gefragt, weshalb das amerikanische Essen bei vielen Bloggern auf Reisen so kritiklos angenommen wird. Dabei würde mich tatsächlich interessieren, was da so an Zusatzstoffen, Hormonen und Füllmaterial auf den Tisch kommt.

    • FoodFreak sagt:

      ach, wenn’s ja nur das wäre… Essen (gehen) in USA ist ein Thema für sich. Das beginnt damit, dass es ausserhalb der Ballungsräume schwer ist, überhaupt etwas anderes als Restaurant-Ketten (Burger, Pizza, Sandwich, Fertigpampsitaliener, Billig-Zucker-Frittiert-Chinese) zu finden, und geht damit weiter, dass es wirklich gutes Essen sehr oft nur zu exorbitanten Preisen gibt. Nicht, dass ich ein Problem damit hätte, mal teuer essen zu gehen, aber wenn man 4 Wochen unterwegs ist, sprengt fine dining leicht das Budget, jedenfalls bei mir. Und auch bei der Selbstverpflegung kommt man schnell an Grenzen (ausser man hat Whole Foods / Trader Joe’s zur Verfügung) wenn man keine Option zu kochen hat. Dass es dann Milch und Joghurt nur in teil- und vollkastriert, angereichert und im Zweifel hocharomatisiert gibt, und sich viele Zutatenlisten gruselig lesen, ist nochmal ein anderes Thema. Es gibt ja durchaus gutes Essen, und tolle Rohstoffe, wenn man weiss wo man sie bekommt; in den meisten Fällen ist aber gerade auf so einem Roadtrip der Burger oder das Sandwich die Standard-Option. Und da darf man dann gar nicht mehr fragen, wo das Rind herkommt oder wieviele Zusatzstoffe im American Cheese oder den Broten drinstecken, sonst kann man gleich von Baby Carrots und Hummus aus dem Fertigpack leben 😉

  1. 13. März 2014

    […] einem Apartmenthotel mit kleiner Kitchenette immerhin Teller und Besteck (und eine Pfanne), und bei Weiss Delicatessen richtiges Besteck und Porzellanteller, bei bedien aber wiederum nur […]

  2. 6. März 2017

    […] es einfacher. Wir müssen nur noch die Sunset Road bis zur Green Valley Plaza nehmen. Uns wurde Weiss Deli Bakery Restaurant empfohlen. Wir bekommen hier eine der besten Hühnersuppen der Welt, und das Pastrami Sandwich ist […]

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