Soja-marinierter Lachskaviar und Blini (Heston Blumenthal)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

salmon roe, blini, creme fraiche

Lachskaviar mag ich normalerweise nicht so gerne – lieber ist mir Forellenkaviar für feine Vorspeisen. Die Idee, den Rogen mit Mirin und Soja zu marinieren, fand ich aber einleuchtend, und so habe ich für den Liebsten und mich das hier als Neujahrs-Frühstück/Brunch zubereitet.

Soja-marinierter Lachskaviar und Blini (Heston Blumenthal)

Das Urteil vorweg: der Lachskaviar schmeckt so ausgezeichnet, und die fluffigen Blini sind ein schönes Standard-Rezept.


Soja-marinierter Lachskaviar und Blini

nach: Heston Blumenthal: Heston at Home

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

KAVIAR

  • 50 Gramm Lachskaviar
  • 50 Gramm Mirin
  • helle (light) Sojasauce, siehe Text

BLINI

  • 140 Gramm Mehl
  • 1 Teelöffel feiner weißer Zucker
  • 1/4 Teelöffel Natron, baking soda
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 3 Eier (das Rezept benutzt 2 Eigelb und 3 Eiweiß)
  • 120 Gramm Vollmilch
  • 50 Gramm Butter, zerlassen, plus mehr zum Braten der Blini

ZUM SERVIEREN

  • Crème fraîche
  • Schnittlauch

Zubereitung

  1. Für den Teig die Eier trennen. Die Eiweiße steif schlagen und kalt stellen. 2 Eigelb und die restlichen Teigzutaten zu einem glatten Teig rühren, 1 Stunde quellen lassen.
  2. Für die Marinade den Mirin in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Von der Flamme ziehen, mit einem langen Streichholz anzünden und den Alkohol abbrennen lassen. Mirin in eine Schale wiegen. Die gleiche Menge Wasser hinzufügen. Ist die Mischung nur noch lauwarm, die gleiche Menge Sojasauce hinzuwiegen. Gut durchrühren.
  3. Den Kaviar unter fließendem Wasser gründlich abspülen, in die Marinade geben.
  4. Eiweiße in drei Portionen unter den Teig ziehen. In einer Pfanne mit wenig Butter kleine Küchlein backen (HB: 1 Teelöffel Teig; ich; 1 EL Teig).
  5. Den Lachsrogen abtropfen lassen. Auf jedes Küchlein ein wenig Cèeme fraîche geben, Kaviar darauf verteilen, mit Schnittlauch bestreuen und servieren.

Heston Blumenthal gibt in Heston at Home an, das Rezept ergebe 40 Blini, in etwa. Er brät sie in Teigmengen „teelöffelweise“, und dabei kommen natürlich kleinere (dünnere?) Küchlein heraus. Da ich einen Brunch für zwei und keinen Appetizer für eine Party herstellen wollte, habe ich meine Blini größer gemacht. Sie schmecken super – kaum ein Wunder bei 50 Gramm Butter im Teig. 🙂

Skeptisch war ich bei der Anweisung, den Mirin für die Marinade abzuflämmen, und das ging dann auch erwartungsgemäß nicht allzu toll, dafür hat das Zeug einfach nicht genug Alkohol.

Ich habe meine Blini übrigens mit Butterschmalz gebraten statt mit Butter, und ich habe Fenchelgrün als Deko benutzt, weil ich das da hatte. Da ich nicht für Gäste servieren musste, haben wir unsere Küchlein jeweils frisch nach Gusto belegt – im Rahmen einer Party wäre eine Platte mit kleinen Häppchen natürlich hübscher.

Schaut man sich nun dieses Rezept an, und die Hühnerbrühe nach Heston, könnte man meinen, Heston at Home sei ein banales Grundkochbuch – das ist es aber keineswegs. Ich taste mich nur sehr vorsichtig an die Aufgabe heran…

Bislang habe ich ausserdem noch eine Lauch-Kartoffel-Suppe gemacht daraus, die ebenfalls ganz einfach war, auf vergleichsweise raue Mengen Butter zurückgriff, aber (erwartet) eher unspektakulär schmeckte. Die übrigen Suppen im Kapitel sind dagegen dann höchst anspruchsvoll… mal sehen wann ich dafür Zeit und Laune habe.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

4 Antworten

  1. Blini mit gebeiztem Lachs und Kaviar habe ich schon als Teil eines festlichen Menüs zubereitet, doch dieser sojamarinierte Lachskaviar liest sich sehr interessant, das werde ich ausprobieren, dazu dann auch gleich die Blini nach deinem Rezept.

  2. Zu so einem Frühstück würde ich garantiert nicht nein sagen! Diese Blini gefaallen mir gut, ich bin nicht so der große Buchweizen-Fan.

  3. Ich hätte vermutet, dass der Kaviar salzig schmeckt und deshalb eine salzige Marinade nicht passt. Wieder was gelernt! Und hübsch sieht es auch aus.
    Falls du magst, nehme ich dein Rezept gern in die Süßwassefisch-Event-Sammlung mit auf.

    • FoodFreak sagt:

      Ganz wichtig ist, denke ich, den Kaviar gründlich abzuspülen (auch wegen dem ‚fischigen‘ Geschmack), aber so salzig ist die Marinade mit dem reduzierten Mirin und Wasser ja gar nicht, und sie bleibt auch nicht ewig drauf. – Wenn der Kaviar für dich rein passt, kannst du das sehr gern in den Süßwasserfisch-Event aufnehmen 🙂

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