Hühnerbrühe (Sweet Paul)

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. August 2015 aktualisiert

Hühnerbrühe (Sweet Paul)

In der Herbstausgabe des Sweet Paul magazine (englische Edition) prangte mir u.a. eine sehr rustikal aussehende italienische Hühnersuppe mit Nudeln und Rauke entgegen, die mich reizte – noch mehr reizte es mich, das Rezept für die grundlegende Hühnerbrühe zu testen, das ebenfalls abgedruckt war.

Besonders stachen dabei die zwei Gemüsezwiebeln ins Auge; das ist doch eine relativ hohe Menge Zwiebeln, und ein beinahe homöopathischer Anteil Staudensellerie, für den man auf dem nordamerikanischen Kontinent ja eine ganz ausgeprägte Vorliebe hat. Und schließlich und endlich sollte das Ganze 6-8 Stunden simmern – eine wirklich verdammt lange Zeit…

Im Original findet sich die Angabe 4 lb chicken bones. Auf dem Artikelbild ist etwas zu sehen, das ausgelöste Knochen aus Hähnchenkeulen sein dürften.

Da für die italienische Nudelsuppe ausserdem noch 1 cup abgezupftes Hühnerfleisch für die geplante Suppe anfallen sollte, habe ich mich für 3 Pfund Hühnerklein (hier: hauptsächlich Rücken und ein paar Hälse) und 1 Pfund Hühnerflügel entschieden. Das erwies sich mengenmäßig als genau richtig.

huehnerbruehe-sweetpaul


Hühnerbrühe (Sweet Paul)

etwas verändert nach: Sweet Paul magazine, Fall 2013

Ergibt: 4 Liter

Zutaten

  • 1500 Gramm Hühnerklein
  • 500 Gramm Hühnerflügel
  • 2 Gemüsezwiebeln, geschält und geviertelt
  • 1 Stange Staudensellerie, in 3 cm langen Stückem
  • 2 Möhren, in 3 cm langen Stücken
  • 6 Lorbeerblätter
  • 1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
  • 8 Zweige Thymian
  • 1 Teelöffel Rosmarin
  • 4 Liter Wasser
  • Salz

Zubereitung

  1. Hühnerklein und Flügel in einen großen Bräter geben, kräftig salzen, und im auf 180°C vorgeheizten Ofen 45 Minuten anrösten (alternativ auf ein Backblech geben und später in den Suppentopf transferieren). Wenn ein Backblech verwendet wird, mit etwas warmem Wasser angebratene Rückstände auf dem Blech lösen und mit in den Suppentopf geben.
  2. Restliche Zutaten in den Topf geben, mit einer kräftigen Prise Salz würzen, zum Kochen bringen, und auf kleiner Flamme 6-8 Stunden simmern lassen. Die Brühe durchseihen, das Fleisch von den Knochen ablösen und anderweitig verwenden.

Bei Sweet Paul werden die Knochen zuerst auf einem Blech geröstet, und das Blech wird dann abgespült, um eventuelle angebratene Reste zu lösen, die mit in den Suppentopf kommen. Da ich den geplanten 14-Liter-Suppentopf immer noch auf dem Wunschzettel habe, war meine Option für das Brühekochen ohnehin der große Gänsebräter, in dem ich das Hühnerklein deswegen auch angeröstet habe, statt extra ein Blech dreckig zu machen.

Einmal zum Kochen gebracht, simmerte die Brühe friedlich auf sehr niedriger Stufe auf einer der zwei Bräterzonen meines Kochfeldes vor sich hin. Das Ergebnis ist eine ausgesprochen wohlschmeckende, einfache, goldgelbe Hühnerbrühe, die sicher nicht in die Annalen als die genialste der Welt eingehen wird, aber mir doch ziemlich gut gefällt. Auf kleiner Flamme geköchelt kommen dann auch rund 4 Liter Brühe dabei heraus, von der ich einen Teil (wie ich das immer mache) in Twist-Off-Flaschen gefüllt und nach dem Erkalten in den Kühlschrank befördert habe. Angenehm ist, dass die Brühe vergleichsweise klar ist, und man sich das regelmäßige Abschöpfen von Schaum / Unreinheiten während des Kochens schenken kann.

Schmeckt, kann man so lassen.

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Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Nathalie sagt:

    Lorbeerblätter in der Hühnerbrühe? Das probiere ich aus!
    LG N.

  1. 11. Januar 2014

    […] Brühe für diese Hühnersuppe habe ich ja schon vorgestern vorgestellt, dieses Rezept hier war es auch, für das die Tasse abgelöstes Hühnerfleisch geplant war. Der […]

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