Gasthof Mohren, Rankweil

Dieser Artikel wurde zuletzt am 6. März 2017 aktualisiert

Gasthof Mohren, RankweilAls den quasi letzten Stopp auf unserem Roadtrip HH-Sanremo und zurück hatten wir uns eine Nacht in Österreich eingeplant.

Rankweil lag bequem an der Strecke, wir wussten, dass wir in Feldkirch den Interspar zum Wein-Einkauf nutzen wollten, und dank guter Bewertungen hatte ich uns den Gasthof Mohren ausgesucht – vor allem, weil er ein sehr gelobtes Restaurant hat.

Nach der Strecke von der ligurischen Mittelmeerküste bis hierher war es angenehm, abends nur noch aus dem Hotelzimmer hinunter ins Restaurant zu gehen und sich verwöhnen zu lassen – und auch die Referenzen an der Tür versprachen ein Restaurant nach unserem Geschmack.

Eine Beispielsspeisekarte findet sich hier (ganz unten als PDF verlinkt).

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Da wir nicht dasselbe essen wollten, entschied sich Torsten für ein Menu, ich dagegen für klassische Küche a la carte (auch, weil ich es nicht wirklich mit roten und gelben Beten habe, die auf der herbstlichen Karte eher oft anzutreffen waren.)

Torstens Menu las sich so:

Bio-Lammfilet im Tramezzini-Kräutermantel auf gelbem Randig-Carpaccio
Geschäumte Kürbis-Erdnusssuppe mit Apfel-Zimt-Sahne
Rehrücken gebraten mit Wildgewürzjus, Topinambur-Püree, Rosenkohl und Brombeeren
Creme Brulee vom Hokkaido-Kürbis mit Kürbiskern-Eisparfait

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Ich hätte gern sous-vide gegarten Bauch vom Ibericoschwein mit Chorizocreme probiert, das war allerdings aus. Deshalb gab es für mich eine Frittatensuppe – eine wirklich ausgezeichnete Bouillon mit reichlich wunderbaren Frittaten drin, ein Wiener Schnitzel mit Petersilienkartoffeln, und ein Dessert, von dem mir nur noch irgendwas mit Birnenmousse in Erinnerung ist (in Schokohülle gewickelt).

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Natürlich haben wir beide beim jeweils anderen gekostet… meine Frittatensuppe war klassisch und so wie man sie sich wünscht, das Schnitzel ebenso, die Deko fand ich etwas übertrieben neben dem Schnitzel.

Die Kürbissuppe war ein absoluter Knüller. Nach dem Rezept gefragt, verriet man uns, dass neben Kürbis und Orange und Erdnussmus? auch „Tandoorigewürz“ in die Suppe komme. Was auch immer dort verwendet wurde, klassisches Tandoori-Gewürz war es weder geschmacklich noch farblich – aber die Suppe war großartig (und wenn ich das über Kürbisschaumsuppe sage, will das was heißen).

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Nicht minder großartig war das in einen leckern Kräuterpfannkuchen gewickelte, perfekt gegarte Lammfilet, Torsten gefielen die gelben Beten dazu ebenfalls. Ein Bild davon haben wir leider keins (bzw. das einzige wurde zu dunkel/unscharf). Das Reh war ebenso makellos, wenn auch das Topinamburpüree dazu etwas unterging.

Die Desserts – beide oben zu sehen – fielen gegen die anderen Gerichte etwas ab. Da war zu viel auf dem Teller, das insgesamt nicht stimmig war, etwas weniger und schlichter wäre für meinen Geschmack passender gewesen. Sollte ich hier mal wieder speisen, würde ich mich dann wohl für Käse entscheiden. Dafür waren die zum Menu empfohlenen Weine wie auch mein Morillon zum Schnitzel großartig, und eine Nachfrage zwei Tage später, was wir denn da genau getrunken hätten, wurde prompt und sehr freundlich und fachkundig per Mail beantwortet – wie überhaupt der herzliche, freundliche und aufmerksame Service diesen Abend perfekt abgerundet hat.

Sehr zu empfehlen!
Gasthof Mohren
Stiegstraße 17

A-6830 Rankweil

www.mohren.at

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Millie20 sagt:

    Das Hotel Schwärzler in Bregenz, wäre ins dieser Ecke auch eine Entdeckung.
    In Gedanken bin ich schon oft mit Dir, voller Lust, durch die Gegend gesaust und habe mitgenossen. Für’s das nächste Jahr viele interessante Entdeckungen wünscht Dir Millie20

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