Tchibo Kaffeerarität – Kopi Gayo

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Meistens trinke ich afrikanischen oder aber lateinamerikanischen Kaffee (tatsächlich gab es vor dieser Sorte bei Tchibo einen ganz großartigen Kenia-Kaffee, ich kam aber nicht dazu darüber zu bloggen.)

Dass es Kaffeeanbauer in Indonesien gibt, wusste ich wohl, aber probiert hatte ich diesen Kaffee noch nicht. Die neue Privat Kaffee Rarität „Kopi Gayo“ von Tchibo macht es nun möglich, ein (für mich) unbekanntes Kaffeeland zu entdecken.

kopigayo

Die Herkunft

Das schreibt Tchibo zum Ursprung dieses Kaffees:

Kopi Gayo ist eine ganz besondere Kostbarkeit aus der Provinz Aceh im Nordwesten Indonesiens – ein Hochland Arabica mit vollem Körper, leicht würzigen Untertönen und lebhafter Frucht-Note. 100% Arabica-Bohnen von Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen. In der Provinz Aceh an der nördlichen Spitze der Insel bildete sich im Talkessel eines Vulkankraters der See Laut Tawar.

Die Provinz Aceh ist in unseren Breitengraden hauptsächlich dadurch bekannt geworden, dass sie massiv unter der verheerenden Tsunami von 2004 gelitten hat; das an Bodenschätzen, besonders Erdöl, recht reiche Gebiet ist außerdem die einzige Provinz Indonesiens, in der die Scharia gilt.

Der Kaffee wird im Bergland in Höhen von 1.300 bis 1.600 Metern angebaut. In Aceh Gayo werden derzeit auf rund 95.000 Hektar Kaffeepflanzungen bewirtschaftet, damit ist Nord-Sumatra das größte Kaffeeanbaugebiet des Landes, und die Region ist vollständig Fair-Trade-zertifiziert; Tchibo nennt hier die Rainforest Alliance als Partner.

So sieht der Kaffee ungemahlen aus:

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Die relativ großen, typischen Arabica-Bohnen sind fast schokoladig-dunkel geröstet, ein leichter Glanz von Kaffeeöl liegt auf der Oberfläche, und der Duft ist sehr intensiv, sozusagen die Quintessenz davon, wie gerösteter Kaffee riecht – sehr lecker. Laut Produktbeschreibung handelt es sich um eine Mischung der Sorten Bergendal, Typica und Catimor.

Wie schmeckt der Kaffee?

Dazu Tchibo:

Ein voller Körper mit leicht würzigen Untertönen und lebhafter Frucht-Note

Ich habe den Kaffee sowohl aus der AeroPress wie aus der French Press verkostet, mit und ohne Milch und/oder Zucker. Auffällig ist eine Note, die an Holzfeuer / Holzkohle erinnert, das ist nicht unbedingt unangenehm, aber doch nicht das, was ich bei Kaffee suchen würde. Er ist sehr intensiv, kein Bruder Leichtfuß in der Tasse. Der kräftige Körper hat ein nahezu schmelziges Mundgefühl. Trotz aller betonten Fruchtnoten fehlt dem Kopi Gayo allerdings die Spritzigkeit, die ich an Ostafrika-Kaffees mag, statt dessen ist er wuchtig, fast ein wenig dumpf im Mund, und profitiert von ein wenig Milch oder Rahm, und einer winzigen Menge Zucker. Pur mag ich ihn nicht so gern.

Der indonesische Kaffee ist sicher kein schlechter Kaffee – mein Fall ist er dennoch nicht. Ich warte dann gespannt auf die nächste Sondersorte…

Wer es trotzdem ausprobieren möchte: Für 10,99 Euro kann man derzeit 500 g des Kaffees in den Filialen bekommen – solange Vorrat reicht.


Disclaimer
Der Kaffee wurde mir für den Produkttest unentgeltlich zur Verfügung gestellt; eine inhaltliche Beeinflussung meines Textes fand nicht statt.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

2 Antworten

  1. Lieber FoodFreak,

    wie wäre es dann mit einem Test der Rarität Jamaica Blue Mountain von Tchibo?

    viele Grüße,
    Nele

    • FoodFreak sagt:

      Liebe Nele,

      aber gern doch 🙂 wenn Ihr mir welchen vorbeischicken mögt 🙂 Meine Adresse habt Ihr ja im Hause…

      Liebe Grüße

      Petra

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