Asiatisch angehauchter Butternut-Salat mit gerösteter Ente

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11. August 2015 aktualisiert

squashducksalad

Irgendwas mit Ente wollte ich, als ich neulich eine schöne deutsche Barbarie-Ente ergatterte.

Nun ist eine Ente von rund 2 kg, wie jemand irgendwo mal sehr schön schrieb „a bird for two“, an einer Ente ist – abzüglich des wunderbaren goldenen Entenschmalzes, für das ich so ein Vögelchen ja auch kaufe – nicht so irrsinnig viel dran. Also musste ein Rezept mit ein bisschen „drumrum“ her.

Fündig wurde ich in Jamie at Home, das auf Deutsch wohl als Natürlich Jamie erschienen ist.

Passenderweise ist das ein Rezept mit Butternut-Kürbis, denn aus Mutters Garten lagern noch einige hantelförmige Monster dieser Art in meinem Keller – und gerösteten Butternut mag ich sowieso sehr gern.

Jamie nennt sein Gericht Asian squash salad with crispy duck, erstaunlich wenig Titellyrik für den britischen Star, und genau das ist es auch – knuspriges Entenfleisch, gebackener Butternut, reichlich Koriandergrün und Lauchzwiebeln und ein asiatisch angehauchtes Dressing vereinen sich auf dem Teller zu einem harmonischen Ganzen.

Hier und da habe ich das Rezept auf meinen Geschmack hin angepasst: Jamie entkernt seine Chilischote, ich habe in meiner selbst gezogenen Cayenne die Kerne drin gelassen, und die Gewürzmenge auf dem Kürbis leicht erhöht.


Asiatisch angehauchter Butternut-Salat mit gerösteter Ente

nach: Jamie Oliver

Ergibt: 2 Portionen

Zutaten

ENTE

  • 1 Ente, ca. 2 kg Gewicht
  • Salz und Pfeffer

KÜRBIS

  • 1 Butternut-Kürbis, bei mir: 1/2 Kürbis, ca. 600 Gramm
  • 2 getrocknete rote Chilischoten
  • 2 Teelöffel Koriandersamen
  • 1/2 Teelöffel Zimtpulver
  • grobes Meersalz, nach Geschmack
  • 1 Teelöffel schwarze Pfefferkörner
  • Olivenöl

DRESSING

  • 2 Limetten, den Saft
  • 1 Teelöffel geröstetes Sesamöl
  • 1 Esslöffel Sojasauce
  • 1 Teelöffel brauner Zucker, Original und bei mir: soft brown sugar
  • 1 frische rote Chilischote, in feinen Ringen

SOWIE

  • 1 Bund Koriandergrün
  • 5 Lauchzwiebeln
  • 1 Handvoll frische Minzblättchen

Zubereitung

  1. Die Ente waschen, dann trockentupfen und rundherum (von innen und aussen) mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Bratreine mit Gittereinsatz geben, und im auf 175°C vorgeheizten Ofen 60.75 Minuten braten lassen. Ein- oder zweimal das Fett abschöpfen (aufbewahren!)
  2. Chilis, Koriandersamen, Pfefferkörner und Meersalz im Mörser grob zerstoßen, den Zimt untermengen. Den Kürbis in Spalten schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Kürbis darauf geben, mit der Gewürzmischung bestreuen, etwas Olivenöl darüber sprenkeln, mit den Händen gut durchmischen, und dann den Kürbis möglichst flach in einer Schicht auf das Blech verteilen. Zur Ente in den Ofen geben, auf Umluft wechseln, und beides noch eine knappe Stunde rösten lassen.
  3. Die Ente sollte knusprig braun sein, wenn sie das nicht ist, noch eine Weile im Ofen lassen (oder übergrillen).
  4. Die Zutaten für das Dressing verrühren. Korianderblätter abzupfen, die Stiele sehr fein schneiden. Von den Lauchzwiebeln nur das Weisse und Hellgrüne verwenden und schräg in feine Ringe schneiden. Mit dem Dressing in eine große Salatschüssel geben. Die Minzeblättchen untermischen.
  5. Die Ente auf ein großes Schneidbrett transferieren, Fleisch und knusprige Haut mit zwei Gabeln ablösen und in Streifen zerzupfen.
  6. Den warmen Kürbis und das Entenfleisch unter den Salat mischen. Auf Servierteller portionieren.

Asiatisch angehauchter Butternut-Salat mit gerösteter Ente

Jamie benutzt auch die Kerne im Kürbis, röstet sie, und gibt sie dem Salat zu – meine Kürbishälfte enthielt keine, deswegen tauchen sie hier auch nicht auf.

Dank kaltem Dressing und schnellem Abkühlen ist das Gericht beim Auftragen nurmehr ein lauwarmer Salat, umso asiatischer wirkt es auf mich. Die Süße vom Kürbis, die geröstete Ente und das scharf-saure Dressing passen perfekt zusammen, ein Gericht mit viel geschmacklichem ‚Wumms‘, und das ohne kompliziertes Würzen der Ente.

Am Ende hätten wir sogar genug Ente für eine dritte Portion gehabt. Das restliche Entenfleisch wird dann wohl in ein Stir-Fry wandern, und die Knochen in Kürze einen Fond bereichern, und ein großes Glas frisches Entenschmalz steht auch im Kühlschrank. Oder auch: ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Der Salat ist absolut köstlich, den gibt es hier auf jeden Fall wieder in der Kürbissaison.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

1 Antwort

  1. Wunderbar, da liegt draußen doch auch noch ein Butternut als Deko herum, der jetzt nach dem ersten Schnee allmählich den Weg auf den Teller finden sollte. Für Entenliebhaber wie mich ist das wohl die perfekte Verwertung, danke 🙂

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