Alte-Männer-Bohnen

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30. August 2015 aktualisiert

Anita Loh-Yien Lau nennt dieses Gericht in Asian Greens: A Full-Color Guide Old Man Beans, weil man die typisch asiatischen Schlangenbohnen so lang brät, bis sie schrumplig werden wie die Haut eines alten Mannes. Ich finde das jetzt nicht unbedingt das verlockendste aller Bilder – es ist aber eine schöne und einfache Gemüsebeilage ohne viel Brimborium, und eben sehr asiatisch.

Schlangenbohnen aus dem Wok
Schlangenbohnen (oder snake beans oder yardlong beans) sind nicht wirklich einen Yard lang, aber die langen faden- oder schlangengleichen Bohnenhülsen erreichen doch imposante Ausmaße von bis zu 50 cm Länge. Sie laufen auch als Spargelbohnen.

Ich kenne sie vor allem aus Tod Man Pla und anderen Thaigerichten – sie lassen sich aber problemlos auch durch normale grüne Bohnen ersetzen, wenn man nicht wie ich einen Asienladen kennt, welcher die langen Schoten frisch im Kühlregal hat.


Asiatisch gebratene Schlangenbohnen – Old Man Beans

nach: Asian Greens: A Full-Color Guide, Featuring 75 Recipes

Ergibt: 2-3 Portionen

Zutaten

  • 1 Büschel Schlangenbohnen
  • 1-2 Esslöffel Pflanzenöl, für den Wok, hier: Kokosöl
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 1 Teelöffel schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2-3 Teelöffel dunkle Sojasaucwe

Zubereitung

  1. Die Bohnen waschen, abtrocknen, und in ca. 5 cm lange Stücke schneiden. Den Knoblauch hacken, den Ingwer (nicht zu fein) reiben oder auch fein hacken.
  2. Das Öl im Wok erhitzen und die Bohnen darin unter Wenden kräftig braten, bis sie bräunen und etwas schrumpeln – ca. 5 Minuten.
  3. Ingwer, Knoblauch und Pfeffer zufügen und mitwokken, bis der Knoblauch braun wird.
  4. Die Sojasauce zugeben, 30 Sekunden unterschwenken, alles nochmal mit Pfeffer abschmecken und servieren.

Der Terminus „dunkle Sojasauce“ (dark soy) ist nicht sonderlich spezifisch, und kann je nach Land etwas geschmacklich sehr unterschiedliches bedeuten. Im Alltag fährt man mit einer japanischen Sojasauce (Shoyu, etwa das was Kikkoman verkauft) oder einer Dark (Mushroom) Soy aus China ganz gut, aber auch süßere, dickflüssigere Saucen sind denkbar. Ich habe mich hier für eine philippinische Sojasauce von DATU PUTI mit Kalamansi entschieden, da mir das Aroma der kleinen Zitrusfrucht als kleiner Kontrapunkt ganz gut gefiel. Aber die ganz normale Standardsojasauce tut es selbstredend auch.

Die Bohnen sind auch nach dem Braten noch knackig, aber nicht mehr roh, und schmecken lecker würzig – eine ideale Beigabe zu einer asiatischen Mahlzeit mit mehreren Gerichten.

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