Pudine Pulao – Würziger Minzreis

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28. August 2015 aktualisiert

Auf der foodfreak’schen Terrasse wuchern fröhlich diverse Minzesorten, und auch wenn ich Minze gern mag, trinke ich nicht nur Pfefferminztee – was also damit machen? Von den paar Dekoblättchen hier und da, oder ab und zu einem asiatischen Essen, das nach Minze verlangt, bekomme ich die auch nicht wirklich dezimiert…

Die Lösung kam in Form eines indischen Gerichts – und zwar keins der typischen Raitas mit Minze (wenn die auch sehr nett sind), sondern als Pilaw oder Pulao.

Pudine Pulao - Wuerziger Minzreis, bei foodfreak.de

Bei Mahanandi entdeckte ich das Rezept für Pudina Pulao, das ganz prima als Beilage zu meinem Kartoffel-Korma passte.


Pudine Pulao – Würziger Minzreis

nach einem Rezept im Mahanandi Blog

Ergibt: 4 Portionen

Zutaten

  • 3 Esslöffel Kokosraspel
  • 1 Zwiebel
  • 3 grüne Chilischoten
  • 3 cm frischer Ingwer
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 Gewürznelken
  • 4 grüne Kardamomkapseln
  • 10 cm Zimtstangen, durchgebrochen – hier: Ceylonzimt
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 Sternanis
  • 1 Esslöffel Butterschmalz (Ghee)
  • 3 Esslöffel Cashewkerne, geröstet
  • 1 Bund Pfefferminze
  • 2 Tassen Basmatireis
  • 1 Teelöffel Salz

Zubereitung

  1. Die Kokosraspel in einer Tasse mit etwas kochendem Wasser übergießen. 3 Minuten ziehen lassen, dann in einem Sieb ausdrücken, Flüssigkeit auffangen.
  2. Die Minze waschen, trocknen, Blättchen abzupfen, die Chilis entstielen. Ingwer und Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Minze, Chili, Ingwer, Knoblauch, Kokosraspel und eine Prise Salz im Mixer zu einer groben Paste zerkleinern. Die Zwiebel pellen und fein hacken.
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  4. Butterschmalz in einer mittelgroßen Pfanne erhitzen. Die trockenen Gewürze (Zimt, Nelken, Lorbeer, Sternanis, Kardamom) darin anrösten bis sie duften.
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  6. Den Reis mit der auf der Packung vorgeschlagenen Wassermenge in einer Schüssel einweichen. Zwei Mal mit den Fingern durchspülen, Wasser abgießen und die abgegossene Menge (abmessen!) wieder nachfüllen. (Zum Schluß das Kokoswasser mit verwenden).
  7. Die gehackte Zwiebel zu den gerösteten Gewürzen geben, unter Rühren anbraten, dann die Paste in die Pfanne geben und braten, bis sie ihre Farbe verändert (zu einem dunkleren Grün) – aufpassen, dass die Paste nicht anbrennt
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  8. Reis in den Reiskocher geben, die Paste aus der Pfanne und das Salz zugeben, umrühren, und den Reiskocher verschließen und starten. Wenn der Reis fertig ist, den Deckel öffnen, die Cashews untermischen, den Reis auffluffen, und noch 5 Minuten stehen lassen. Servieren.

Das Ergebnis ist ein ausgesprochen leckerer und erstaunlich wenig minziger, sehr duftiger gewürzter Reis, den es hier sicher wieder einmal zu vegetarischen Curries geben wird. Bei der Kokosnuss habe ich von frisch auf rehydriert angepasst, ansonsten habe ich mich weitestgehend an das Rezept von Mahanandi gehalten. Die Paste entstand im Blitzhacker meines ESGE-Zauberstabs – wer sowas nicht hat, muss wohl zum Mörser greifen 😉 Angepasst habe ich auch die Wassermenge aus dem Originalrezept, da der Reis, den ich verwendet habe (weiter unten erwähnt), ein anderes Mengenverhältnis verlangte. Als Tasse habe ich eine US-Meßtasse genommen, besser wäre eine normale Kaffeetasse gewesen – mit der größeren Reismenge war mir das Ganze fast zu mild..

Ich hatte vorher noch nie gewürzten Reis im Reiskocher gemacht (sieht man mal von Kokosreis ab) – es funktioniert hervorragend, prinzipiell würde ich die Zubereitung in einem (schweren) Topf mit Deckel hier aber doch vorziehen, das ergibt einen etwas festeren, weniger fluffigen Reis mit einer stärker gebratenen Kruste, vor allem aber bleibt der Gewürzgeruch trotz sorgfältigen Reinigens noch eine Weile im Reiskocher.

Existenziell für dieses Gericht ist Basmati-Reis, den ich normalerweise im Asienladen kaufe. Das könnte sich allerdings ändern, denn für dieses Gericht habe ich den Basmati-Reis von Reishunger.de eingesetzt.

Die Jungs von Reishunger, einem Anbieter für sortenreinen (nicht nur) Bio-Reis aus Bremen, hatten mir vor einiger Zeit ein Testpaket ihres Sortiments zugeschickt. Bislang habe ich drei Sachen daraus probiert – ein Risotto mit getrockneten Tomaten, von dem ich (vorhersehbar) nicht begeistert war, den Jasmin-Reis, den ich im Vergleich zu meinem Thai-Reis aus dem Asienladen geruchlich, geschmacklich und in der Konsistenz nicht überzeugend fand – und eben diesen Basmatireis. Der hat mich wirklich beeindruckt – das sind die (gedämpft) wohl längsten und wohlschmeckendsten Basmatireiskörner, die ich je gesehen und probiert habe. Einige andere Sorten habe ich noch zum Verkosten im Vorrat stehen, darüber berichte ich dann, nachdem ich sie ausprobiert habe.

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Und weil ich mit diesem Pilaw meinen fröhlich wuchernden Balkonbewohnern wenigstens kurzfristig einen neuen Haarschnitt verpasst habe, reiche ich das Rezept auch zum Balkonbewohner-Event von Multikulinarisch.es ein.

Appetit bekommen? - Hungry for more?

3 Antworten

  1. Vielen Dank für das feine Rezept. Gefällt mir sehr gut. Dem Nachkochen steht nur ein momentaner Mangel an Sternanis und grüne Chilis im Weg. Kein Problem, also.
    Danke auch für’s Mitmachen beim Balkonbewohner-Event!
    Ich habe meine Minze in Brombeermarmelade und Minz-Soufflé versenkt. Aber die Pflanzen sehen aus wie unberührt. Der Wahnsinn!

  2. Frank sagt:

    Dieser Basmatireis ist wirklich außergewöhnlich. Es gab ihn eine Zeit lang bei REWE, wurde dann aber aus dem Programm genommen. Ich bin froh, dass ich den PUSA 1121 bei Reishunger wiedergefunden habe.

  1. 13. Juni 2015

    […] hier eher nicht zur Aromatik. Das Curry selbst ist sehr lecker, ganz besonders zusammen mit einem Minz-Pulao, für das ich das Rezept demnächst […]

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